{"id":7090,"date":"2001-12-11T00:00:00","date_gmt":"2001-12-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7090\/jetzt-ist-er-da-atommuell-frisch-ab-la-hague\/"},"modified":"2019-05-30T07:56:06","modified_gmt":"2019-05-30T05:56:06","slug":"jetzt-ist-er-da-atommuell-frisch-ab-la-hague","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7090\/jetzt-ist-er-da-atommuell-frisch-ab-la-hague\/","title":{"rendered":"Jetzt ist er da &#8211; Atomm\u00fcll frisch ab La Hague!"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute Nacht ist der erste Transport von hochradioaktivem Atomm\u00fcll aus der franz\u00f6sischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague im Zwischenlager in W\u00fcrenlingen (ZWILAG) eingetroffen. Greenpeace hat den Transport bereits in Basel \u00abwillkommen geheissen\u00bb und fordert ein sofortiges Verbot der Wiederaufarbeitung. Die Produktion von waffenf\u00e4higem Plutonium, Risiko-Transporte durch ganz Europa und eine Vervielfachung des anfallenden und in der Schweiz zu lagernden Atomm\u00fclls sind die Folgen dieser Irrsinnstechnologie.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Obwohl die schweizerische Atomindustrie mit der R\u00fccknahme dieses hochradioaktiven Abfalls einem Versprechen nachkommt, bestehen die Probleme bei der Lagerung von Atomm\u00fcll weiterhin. Das ZWILAG erf\u00fcllt die notwendigen Sicherheitsanforderungen nicht. Es liegt im Anflugbereich des Flughafens Z\u00fcrich-Kloten und ist gegen einen Flugzeugabsturz nur unzureichend gesichert: Das Dach w\u00fcrde einst\u00fcrzen, die Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter w\u00e4ren der vollen Wucht des Aufschlages ausgesetzt. Ausserdem w\u00e4re bei einem nachfolgenden Brand das Risiko gross, dass Radioaktivit\u00e4t austreten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auch die Glaskokillen, in die der hochradioaktive Atomm\u00fcll zur Lagerung eingeschlossen wird, sind zweifelhaft. Studien r\u00fcgen die mangelhaften Qualit\u00e4tskontrollen der Cog\u00e9ma bei deren Produktion. Risse, Gasblasen oder eine ungleichm\u00e4ssige Verteilung der Radioaktivit\u00e4t innerhalb der Glaskokillen, die bei der Schmelzung entstehen, k\u00f6nnen bei einem Unfall zur Freisetzung von erheblichen Mengen Radioaktivit\u00e4t f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch der Transport- und Lagerbeh\u00e4lter gibt zu Bedenken Anlass. Studien haben aufgezeigt, dass die so genannten Castor-Beh\u00e4lter nicht gen\u00fcgend gegen Transportgefahren wie einem Aufprall durch Verkehrsunfall gesichert sind. Auch wurden an deren Oberfl\u00e4che verschiedentlich die Grenzwerte der Partikel \u00fcberschritten. Gerade k\u00fcrzlich wurde an einem Castor in Stade\/Deutschland massive Grenzwert\u00fcberschreitungen gemessen. Ausserdem sind die Beh\u00e4lter f\u00fcr das ZWILAG zu heiss. Dieses wurde urspr\u00fcnglich konzipiert zur Lagerung von Beh\u00e4ltern mit einer Oberfl\u00e4chentemperatur von 60 Grad Celsius, bei den heutigen Beh\u00e4ltern werden teilweise jedoch \u00fcber 140 Grad Celsius gemessen.<\/p>\n<p>Die Wiederaufarbeitung schafft nur Probleme, L\u00f6sungen sind nicht in Sicht. Deshalb fordert Greenpeace den sofortigen Stopp der Wiederaufarbeitung und ruft das Schweizer Parlament auf, am Verbot der Wiederaufarbeitung im neuen Kernenergiegesetz festzuhalten.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Informationen und Studien k\u00f6nnen bei Greenpeace eingeholt werden:<\/p>\n<p>Henriette Eppenberger, Greenpeace Atomkampagne 01\/ 447 41 23<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01\/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Nacht ist der erste Transport von hochradioaktivem Atomm\u00fcll aus der franz\u00f6sischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague im Zwischenlager in W\u00fcrenlingen (ZWILAG) eingetroffen. 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