{"id":7108,"date":"2001-09-28T00:00:00","date_gmt":"2001-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7108\/manipulierter-mais-kennt-keine-grenzen\/"},"modified":"2019-05-30T07:56:36","modified_gmt":"2019-05-30T05:56:36","slug":"manipulierter-mais-kennt-keine-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7108\/manipulierter-mais-kennt-keine-grenzen\/","title":{"rendered":"Manipulierter Mais kennt keine Grenzen"},"content":{"rendered":"<p><b>40 Greenpeace-Aktivisten haben am Freitag ein Maisfeld bei Helvesiek (Niedersachsen) teilweise abgeerntet. Die dort wachsenden herk\u00f6mmlichen Pflanzen sind mit Pollen von Gen-Mais kontaminiert. Ein gro\u00dfes Aufgebot der Polizei beendete die Aktion vorzeitig.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg\/Helvesiek. <\/span><span class=\"text\"> Die Umweltsch\u00fctzer hackten die St\u00e4ngel ab, entfernten die Maiskolben und sammelten sie in Fracht-Containern. In der schon seit Wochen freien Mitte des rund drei Hektar gro\u00dfen Feldes, wurde ein zehn Meter hohes Banner aufgestellt mit der Warnung: &#171;Achtung! Gen-Mais au\u00dfer Kontrolle!&#187; Auf dieser Freifl\u00e4che wuchs zu Testzwecken transgener Mais. Nur durch einen 15 Meter breiten Saum von dem Restfeld mit dem herk\u00f6mmlichen Mais getrennt. Maispollen verbreiten sich mit Hilfe des Windes. Durch Pollenflug hat sich der genmanipulierte Mais in das konventionelle Feld ausgebreitet (Auskreuzung). Greenpeace hat dies in Stichproben nachgewiesen, die zehn Meter tief aus dem Feld mit dem herk\u00f6mmlichen Pflanzen genommen wurden. Laboranalysen zeigen, dass in den Maiskolben ein entsprechendes Gen aktiv ist. &#171;Der Gen-Mais der Firma Monsanto ist au\u00dfer Kontrolle geraten&#187;, sagt Christoph Then Gentechnik-Experte bei Greenpeace. &#171;Der Anbau und die Verwendung dieses Gen-Maises in Lebens- und Futtermitteln ist nicht zugelassen, die Gefahren sind nicht einsch\u00e4tzbar. Daher stellen wir heute den Mais sicher und fordern die Beh\u00f6rden auf, ihn zu beseitigen.&#187; Der transgene Mais stammte von dem US-Agro- und Chemiekonzern Monsanto und ist EU-weit nicht zugelassen. Das Robert Koch Institut (RKI) in Berlin, das dem Bundesgesundheitsministerium untersteht, genehmigte dennoch die experimentelle Freisetzung des transgenen Maises. Die Pflanzen sind so manipuliert worden, dass sie gegen das firmeneigene Unkraut- vernichtungsmittel &#171;Round Up&#187; unempfindlich sind. Bei der unkontrollierten Ausbreitung des Gen-Maises k\u00f6nnte es sich um eine grobe Fahrl\u00e4ssigkeit der Beh\u00f6rden und der Firma Monsanto handeln: Das RKI hatte in der Testgenehmigung extra erw\u00e4hnt, dass mit einer Verbreitung der Pollen gerechnet werden m\u00fcsse. Sie sollte aber &#171;minimiert&#187; werden. Greenpeace hat den betroffenen Landwirt informiert, um zu verhindern, dass der verunreinigte Mais in die Nahrungskette gelangt. Die zust\u00e4ndige \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde in Hildesheim wurde aufgefordert, die Schutzma\u00dfnahme auf dem Feld fortzuf\u00fchren. Das nieders\u00e4chsische Umweltministerium will vorerst nicht handeln, zuerst m\u00fcssten eigene Proben genommen werden.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>40 Greenpeace-Aktivisten haben am Freitag ein Maisfeld bei Helvesiek (Niedersachsen) teilweise abgeerntet. Die dort wachsenden herk\u00f6mmlichen Pflanzen sind mit Pollen von Gen-Mais kontaminiert. 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