{"id":7126,"date":"2001-08-27T00:00:00","date_gmt":"2001-08-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7126\/beamte-auf-weltrekordjagd-im-dauerschlafen-greenpeace-reicht-aufsichtsbeschwerde-ein\/"},"modified":"2019-05-30T07:57:06","modified_gmt":"2019-05-30T05:57:06","slug":"beamte-auf-weltrekordjagd-im-dauerschlafen-greenpeace-reicht-aufsichtsbeschwerde-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7126\/beamte-auf-weltrekordjagd-im-dauerschlafen-greenpeace-reicht-aufsichtsbeschwerde-ein\/","title":{"rendered":"Beamte auf Weltrekordjagd im Dauerschlafen: Greenpeace reicht Aufsichtsbeschwerde ein"},"content":{"rendered":"<p><b>Zusammen mit AnwohnerInnen der nuklearen Wiederaufarbeitungsanlagen von La Hague\/Frankreich und Sellafield\/England reicht Greenpeace heute Beschwerde bei der Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission des Nationalrats ein. Die GPK soll Verfahrensverschleppungen, Aufsichtspflichtverletzungen, Amtsmissbrauch und Gesetzesmanipulationen abkl\u00e4ren, die sich Beh\u00f6rdenvertreter zuschulde kommen liessen. Das &#171;Rekordschlafen&#187; der angeschuldigten Beamten versucht Greenpeace heute ins Guiness-Buch der Rekorde eintragen zu lassen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern\/Z\u00fcrich. Die unendliche Geschichte begann am 4. November 1997. Damals reichte Greenpeace bei der schweizerischen Bundesanwaltschaft die erste Strafklage gegen die Betreiber der Schweizer Atomkraftwerke ein, die ihren Atomm\u00fcll in Sellafield und La Hague wiederaufarbeiten lassen. Im Fr\u00fchjahr 1998 folgten Strafklagen von AnwohnerInnen der Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague und Sellafield, welche sich auch gegen Eduard Kiener, den damaligen Direktor des Bundesamtes f\u00fcr Energie (BFE) richtet, welcher die Bewilligungen f\u00fcr die Atomtransporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen erteilte. Den Beamten wird Amtsmissbrauch bei der Erteilung atomrechtlicher Bewilligungen und Gef\u00e4hrdung von Menschen durch radioaktive Strahlung vorgeworfen. Das Aufsichtsbeschwerdeverfahren gegen Eduard Kiener und seine Beamten ist nach wie vor h\u00e4ngig. Die Verfahren werden verschleppt und verz\u00f6gert. Die Rechtsauffassung von Greenpeace wird durch juristische Gutachten namhafter Professoren Schweizerischer Universit\u00e4ten (Prof. Rausch, Prof. Honsell, Prof. Stratenwerth) untermauert. Tatsache ist jedoch, dass die Schweizer Beh\u00f6rden nicht &#8211; wie gesetzlich vorgeschrieben &#8211; untersuchen, ob die Strahlenexposition von Mensch und Umwelt gerechtfertigt ist, sondern dass sie die Rechtsgutachten nicht zur Kenntnis nehmen und sich hinter Halbwahrheiten und Ausfl\u00fcchten verschanzen. Seit bald vier Jahren schlummern die Beh\u00f6rden den Schlaf der Gerechten und decken sich gegenseitig. Greenpeace versucht heute, das &#171;Rekordschlafen&#187; der angeschuldigten Beamten ins Guiness-Buch der Rekorde eintragen zu lassen. Ort: Bundeshaus West, 11.00 Uhr. In der Aufsichtsbeschwerde an die GPK des Nationalrats h\u00e4lt Greenpeace fest: \u00b7 Das Aufsichtsbeschwerdeverfahren gegen Eduard Kiener und seine Beamten ist nach wie vor h\u00e4ngig. Die Verfahren werden verschleppt und verz\u00f6gert \u00b7 Immer noch werden Atomtransporte auf illegaler Basis bewilligt, die eingebrachten Rechtsgutachten werden nicht ber\u00fccksichtigt \u00b7 Das Parlament wird mit Halbwahrheiten abgespeist \u00b7 Das Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und der Bundesrat verletzen in grober Weise ihre Aufsichtspflicht \u00b7 Es wird die Untersuchung von mutmasslichen Manipulationen durch BfE-Beamte bei der Erarbeitung des neuen Kernenergiegesetzes beantragt. Im neuen Gesetz wird der in den h\u00e4ngigen Verfahren massgebliche Artikel &#8211; Beteiligung an einer Auslandtat &#8211; im Geltungsbereich massiv eingeschr\u00e4nkt. Der Verdacht liegt nahe, dass sich BfE-Beamte mit einem Federstrich freisprechen wollten.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Henriette Eppenberger, Greenpeace Atomkampagne &#8211; 079\/646 54 23<\/p>\n<p>Medienabteilung Greenpeace Schweiz &#8211; 01\/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammen mit AnwohnerInnen der nuklearen Wiederaufarbeitungsanlagen von La Hague\/Frankreich und Sellafield\/England reicht Greenpeace heute Beschwerde bei der Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission des Nationalrats ein. 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