{"id":7132,"date":"2001-07-24T00:00:00","date_gmt":"2001-07-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7132\/sieg-fuer-greenpeace-nok-von-bundesgericht-zur-kasse-gebeten\/"},"modified":"2019-05-30T07:57:16","modified_gmt":"2019-05-30T05:57:16","slug":"sieg-fuer-greenpeace-nok-von-bundesgericht-zur-kasse-gebeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7132\/sieg-fuer-greenpeace-nok-von-bundesgericht-zur-kasse-gebeten\/","title":{"rendered":"Sieg f\u00fcr Greenpeace: NOK von Bundesgericht zur Kasse gebeten"},"content":{"rendered":"<p><b>Eigentlich wollten die Nordostschweizerischen Kraftwerke NOK vor Gericht satte 605&#8217;000.- Franken von Greenpeace. Diese horrende Summe hatte die NOK wegen einer Greenpeace-Aktion gegen einen Atomtransport geltend gemacht. Grund: Man wollte Greenpeace in Sachen Wiederaufarbeitung ein f\u00fcr allemal das Maul stopfen. Das Verfahren endete jetzt vor Bundesgericht in einer Kanterniederlage f\u00fcr die AKW-Betreiber. Greenpeace muss keinen Rappen zahlen und erh\u00e4lt von der NOK eine Parteientsch\u00e4digung von 61&#8217;690 Franken. Mit diesem Urteil ist ein jahrelanger Rechtsstreit f\u00fcr Greenpeace erfolgreich zu Ende gegangen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/Lausanne. <\/span><span class=\"text\"> Am 9. M\u00e4rz 1997 hatten Greenpeace-AktivistInnen auf den Geleisen vor dem AKW Beznau gegen die Transporte abgebrannter Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield (GB) und La Hague (F) protestiert. Nach 11 Tagen st\u00fcrmten 120 vermummte Beamte der Kantonspolizei Aargau und Mitglieder des AKW-Werkschutzes die Geleise und nahmen die acht AktivistInnen fest. Ein Jahr sp\u00e4ter reichten die NOK beim Handelsgericht des Kantons Z\u00fcrich eine Klage gegen Greenpeace ein und forderten Schadenersatz. Auf eine Widerklage seitens Greenpeace hin erweiterte die NOK das Begehren auf 605&#8217;041Franken und 92 Rappen. Das Handelsgericht wies die Klage am 3. Oktober 2000 vollumf\u00e4nglich ab. Die NOK ging in Berufung &#8211; doch das Kassationsgericht des Kantons Z\u00fcrich winkte ab, wie jetzt auch das Bundesgericht. Kostenfolge f\u00fcr die NOK: \u00dcber 60&#8217;000 Franken Prozessentsch\u00e4digung an Greenpeace und Gerichtskosten in der H\u00f6he von \u00fcber 45&#8217;000 Franken. Grund f\u00fcr die horrende Schadenersatzforderung der NOK: Die Wiederaufarbeitung, die ein Verbrechen an Mensch und Umwelt darstellt, ist das Abstellgleis f\u00fcr Atomm\u00fcll mangels Endlagern, von denen es weltweit noch keines gibt. Die Wiederaufarbeitungsfirmen BNFL und Cog\u00e9ma sind die grossen, weltweiten Player im Atomgesch\u00e4ft, sowohl was Reaktorbau, Stilllegung und Lagerung anbelangt. An ihnen f\u00fchrt kein Weg vorbei. Der am heissesten umstrittene Artikel in der schweizerischen Atomgesetz-Revision ist denn auch das angek\u00fcndigte Verbot der Wiederaufarbeitung. Mit der Schadenersatzforderung wollten die NOK Greenpeace in dieser Sache ein f\u00fcr allemal einen Maulkorb anlegen. Die Argumentation, mit welcher die NOK ihre Forderung zu begr\u00fcnden versuchte, wirft zudem ein d\u00fcsteres Licht auf das Sicherheitsverst\u00e4ndnis der Atomindustrie. Dass die NOK wegen einer Handvoll gewaltfreier und friedlicher AktivistInnen ausserhalb des AKW-Gel\u00e4ndes offenbar ihr Einsatzkonzept verbessern und gar die Notfallorganisation aufbieten mussten, um einen sicheren Betrieb gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, ist bedenklich. Da stellt sich die Frage: Ist die NOK f\u00fcr einen wirklichen Ernstfall vorbereitet, wie sie es gem\u00e4ss den Richtlinien der nationalen Sicherheitsbeh\u00f6rde w\u00e4hrend der ganzen Betriebsdauer eines Kraftwerks, und das rund um die Uhr, sein m\u00fcsste? Nicht entschieden ist bis anhin der Rechtsstreit um die Zul\u00e4ssigkeit der Wiederaufarbeitung, die von f\u00fchrenden Rechtsgelehrten bestritten wird. Am 4. November 1997 reichte Greenpeace Strafanzeige ein. Mangels Argumenten \u00fcben sich die Beh\u00f6rden bis heute in Rechtsverweigerung und schieben das Verfahren hin und her. Greenpeace fordert die zurzeit zust\u00e4ndigen Untersuchungsbeh\u00f6rden im Kanton Aargau auf, endlich t\u00e4tig zu werden und die Transporte zu unterbinden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Eva Geel, Greenpeace Atomkampagne &#8211; 01 \/ 447 41 24<br \/> Greenpeace Medienabteilung &#8211; 01 \/ 447 41 11 <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollten die Nordostschweizerischen Kraftwerke NOK vor Gericht satte 605&#8217;000.- Franken von Greenpeace. Diese horrende Summe hatte die NOK wegen einer Greenpeace-Aktion gegen einen Atomtransport geltend gemacht. 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