{"id":7152,"date":"2001-05-21T00:00:00","date_gmt":"2001-05-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7152\/alt-pestizide-aus-der-welt-schaffen-greenpeace-apelliert-an-stockholmer-pops-konferenz\/"},"modified":"2019-05-30T07:57:48","modified_gmt":"2019-05-30T05:57:48","slug":"alt-pestizide-aus-der-welt-schaffen-greenpeace-apelliert-an-stockholmer-pops-konferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7152\/alt-pestizide-aus-der-welt-schaffen-greenpeace-apelliert-an-stockholmer-pops-konferenz\/","title":{"rendered":"Alt-Pestizide aus der Welt schaffen! Greenpeace apelliert an Stockholmer POPs-Konferenz"},"content":{"rendered":"<p><b>In L\u00e4ndern der sogenannten Dritten Welt lagern noch riesige Mengen hochgiftiger Pestizide. Zum Beginn der Unterzeichnerkonferenz der Stockholmer Konvention fordert Greenpeace die Teilnehmer aus120 Nationen auf, dieses Problem endlich zu l\u00f6sen. Zw\u00f6lf Dauergifte wie Dioxine oder PCBs, sogenannte POPs (Persistent Organic Pollutants) werden auf dieser Konferenz zwar endg\u00fcltig verboten. Eine Gefahr f\u00fcr die Umwelt geht aber ebenso von den Restbest\u00e4nden dieser POPs und von den Pestizidaltlasten in den armen L\u00e4ndern aus. Vor allem DDT, Dieldrin, Aldrin und sechs weitere Pestizide d\u00fcrfen zwar weder produziert, noch gehandelt noch angewandt werden, da die Stockholmer Konvention ihre &#171;Eliminierung&#187; vorschreibt. Gekl\u00e4rt ist aber nicht, wann und wie diese Altbest\u00e4nde vernichtet werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Stockholm. <\/span><span class=\"text\"> In den reichen Industriestaaten spielen Gifte wie DDT kaum noch eine Rolle. In Entwicklungsl\u00e4ndern und Staaten Mittel- und Osteuropas lagern jedoch noch etwa 500 000 Tonnen Pestizid-Altlasten, die dort Trinkwasser und B\u00f6den vergiften. Am schlimmsten sind die Zust\u00e4nde in Afrika, wo die Gifte in bauf\u00e4lligen Schuppen oder gar unter freiem Himmel gelagert werden. Um die Forderung nach einer fachgerechten Entsorgung dieser Stoffe zu untermauern, hat Greenpeace heute den Konferenzteilnehmern in Stockholm den Bericht &#171;POPs in Afrika &#8211; Giftm\u00fcllexporte und Altpestizide (POPs in Africa &#8211; Hazardous Waste Trade 1980-2000 and Obsolete Pesticides)&#187; vorgelegt. In dem Bericht ist die Situation in 51 afrikanischen L\u00e4ndern genauer untersucht. &#171;Die Pestizidhersteller stehen in historischer Verantwortung&#187;, sagt Andreas Bernstorff in Stockholm, Giftexperte und Mitglied der Greenpeace-Delegation. &#171;Sie haben diese Mittel erfunden, produziert und \u00fcber Jahrzehnte offensiv vermarktet, verschenkt und \u00fcber Hilfsprogramme in jeden Winkel des Globus gedr\u00fcckt. Jetzt m\u00fcssen sie auch daf\u00fcr sorgen, wie sie das Gift wieder aus der Welt schaffen&#187; Greenpeace fordert von den Teilnehmern der Stockholmer POPs-Konferenz einen entsprechenden Auftrag an die Industrie. Etwa ein Dutzend Chemiefirmen beherrschen 90% des Pestizid- Weltmarktes und setzen dabei j\u00e4hrlich \u00fcber 30 Mia US Dollar um, darunter an f\u00fchrender Stelle Bayer, BASF, die Basler Grosschemie, Shell, Rhone Poulenc, Monsanto, Dow und Sumitomo. Alle bisherigen (rund ein Dutzend) R\u00fcckhol- und &#8211; Entsorgungsaktionen aus Afrika wurden von Hilfsorganisationen und Regierungen in Holland, D\u00e4nemark, Deutschland oder Schweden getragen. Die Industrie beteiligte sich mit gerade einmal zwei Prozent an den Gesamtkosten von bisher 30 Millionen Mark. Dies muss sich schnell \u00e4ndern. Beim derzeitigen Tempo der Entsorgung w\u00fcrde es noch Jahrzehnte dauern, bis die Altlasten abger\u00e4umt und unsch\u00e4dlich gemacht sind. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In L\u00e4ndern der sogenannten Dritten Welt lagern noch riesige Mengen hochgiftiger Pestizide. 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