{"id":7162,"date":"2001-06-13T00:00:00","date_gmt":"2001-06-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7162\/kniefall-des-staenderats-vor-gentech-lobby\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:05","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:05","slug":"kniefall-des-staenderats-vor-gentech-lobby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7162\/kniefall-des-staenderats-vor-gentech-lobby\/","title":{"rendered":"Kniefall des St\u00e4nderats vor Gentech-Lobby"},"content":{"rendered":"<p><b>Der heutige mut- und zahnlose Gen-Lex-Entscheid des St\u00e4nderats ist ein bedenklicher Kniefall vor der Gentech-Lobby. Mit dem Verzicht auf ein Moratorium f\u00fcr den Anbau genmanipulierter Pflanzen \u00f6ffnet er die Gentech-Schleusen und torpediert eine nachhaltige Landwirtschaft. Er missachtet die Anliegen von KonsumentInnen wie auch Bauern und nimmt der Schweizer Landwirtschaft die Chance, ihre Produkte im internationalen Markt als gentechfrei absetzen zu k\u00f6nnen. Das Gen-Lex-Paket entpuppt sich mit diesem Entscheid immer klarer als Mogelpackung, nachdem es im Abstimmungskampf zur Genschutzinitiative noch als &#171;versch\u00e4rfte Gesetzgebung&#187; verkauft worden war. Greenpeace verurteilt diesen Betrug an den Stimmb\u00fcrgerInnen und wird sich weiterhin mit allen Kr\u00e4ften daf\u00fcr einsetzen, dass die Schweiz frei von genmanipulierten Pflanzen und Tieren bleibt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern. Statt ein Verbot oder zumindest ein<br \/>\numfassendes Moratorium f\u00fcr die Freisetzung von Gentech-Pflanzen,<br \/>\n-Tieren und Mikroorganismen zu beschliessen, wie es nicht nur<br \/>\nUmwelt- sondern auch Bauern- und Konsumentenkreise fordern,<br \/>\nverw\u00e4sserte der St\u00e4nderat den Schutz der Umwelt gegen\u00fcber der<br \/>\ngeltenden Gentech-Gesetzgebung noch zus\u00e4tzlich. So wird im neuen<br \/>\nGentechnik-Gesetz im Rahmen der Risikoforschung eine T\u00fcr ge\u00f6ffnet<br \/>\nf\u00fcr Freisetzungsversuche, selbst wenn diese das &#171;\u00d6kosystem<br \/>\nschwerwiegend oder dauerhaft beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen&#187;. Ein Schutz<br \/>\nf\u00fcr nachhaltige Landwirtschaft vor den Auswirkungen<br \/>\ngenmanipulierter Organismen fehlt dagegen v\u00f6llig. Die vom St\u00e4nderat<br \/>\nverabschiedete Gen-Lex strotzt vor unklaren, auslegebed\u00fcrftigen<br \/>\nAusdr\u00fccken, die willk\u00fcrlichen Interpretationen T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen.<br \/>\nWer bestimmt, ob eine Einwirkung &#171;sch\u00e4dlich&#187; oder &#171;l\u00e4stig&#187;,<br \/>\n&#171;schwerwiegend&#187; oder &#171;dauerhaft&#187; ist? Offenbar hat der von<br \/>\nWirtschaftsvertretern dominierte St\u00e4nderat dem Druck der<br \/>\nGentech-Industrie nachgegeben und deren Profitmaximierung vor den<br \/>\nSchutz von Umwelt, Gesundheit und nachhaltiger Landwirtschaft<br \/>\ngestellt. Dies obwohl den Stimmb\u00fcrgerInnen bei Lancierung der<br \/>\nGen-Lex-Motion eine versch\u00e4rfte Gesetzgebung f\u00fcr den Umgang mit<br \/>\ngenmanipulierten Organismen versprochen worden war und in Umfragen<br \/>\nzwei Drittel der Bev\u00f6lkerung einen generellen Verzicht des Anbaus<br \/>\nvon Gentech-Pflanzen w\u00fcnschen. Die Erfahrungen der letzten Jahre<br \/>\nhaben die Bedenken der Umweltverb\u00e4nde mehr als best\u00e4tigt. Die<br \/>\nGeschichte der Freisetzung genmanipulierter Organismen ist eine<br \/>\nlange Reihe von Unf\u00e4llen, &#171;unvorhergesehener&#187; und &#171;unerkl\u00e4rlicher&#187;<br \/>\nEffekte: Genmanipulierte Pflanzen und Tiere starben vorzeitig, ihr<br \/>\nStoffwechsel zeigte sich ver\u00e4ndert, sie neigten zur \u00dcber- oder<br \/>\nUnterproduktion verschiedener Stoffe oder litten an krankhaften<br \/>\nOrganver\u00e4nderungen. Der grossfl\u00e4chige Gentech-Anbau f\u00fchrte zu<br \/>\ngesteigertem Pflanzengift-Einsatz und zu zunehmender<br \/>\nResistenzbildung bei Schadinsekten. In Achtung des Vorsorgeprinzips<br \/>\ndr\u00e4ngt sich ein Verbot der Freisetzung genmanipulierter Organismen<br \/>\nauf und Greenpeace wird sich weiterhin mit allen Kr\u00e4ften daf\u00fcr<br \/>\neinsetzen, dass die Schweiz von genmanipulierten Pflanzen und<br \/>\nTieren verschont bleibt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Greenpeace Gentech-Kampagne &#8211; 079 \/ 400 88 31<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung &#8211; 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<p>Bilder sind erh\u00e4ltlich bei Greenpeace Schweiz,<br \/>\nBildredaktion,<\/p>\n<p>Paul Scherer &#8211; 01 \/ 447 41 55<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heutige mut- und zahnlose Gen-Lex-Entscheid des St\u00e4nderats ist ein bedenklicher Kniefall vor der Gentech-Lobby. 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