{"id":7172,"date":"2001-05-09T00:00:00","date_gmt":"2001-05-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7172\/gen-bald-patente-auf-ketchup-sperma-und-embryonen\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:21","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:21","slug":"gen-bald-patente-auf-ketchup-sperma-und-embryonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7172\/gen-bald-patente-auf-ketchup-sperma-und-embryonen\/","title":{"rendered":"Gen: Bald Patente auf Ketchup, Sperma und Embryonen?"},"content":{"rendered":"<p><b>Gentechnikfirmen und Wissenschaftler beantragen immer mehr Patente auf menschliche Embryonen, Mischwesen aus Mensch und Tier, genver\u00e4ndertes Sperma oder auf Hunderte von Gensequenzen des Menschen. Und dies ist nur eine Auswahl aus den Patentantr\u00e4gen, die w\u00e4hrend der letzten zwei Jahre beim Europ\u00e4ischen Patentamt eingingen. Greenpeace ver\u00f6ffentlichte am Mittwoch einen entsprechenden Report.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Berlin. <\/span><span class=\"text\"> &#171;Viele der Patentantr\u00e4ge sind ein echter Alptraum. Die Gen-Konzerne missbrauchen das Patentrecht schamlos&#187;, sagt Dr. Christoph Then, Greenpeace-Patentexperte und Autor des Reports. &#171;Patentanw\u00e4lte und Industrie blasen zum kommerziellen Sturm auf alles Lebendige. Das Patentrecht war als Motor f\u00fcr Innovation und technische Entwicklung gedacht. Jetzt dient es zur Eroberung und Privatisierung gro\u00dfer Teile der Natur.&#187; In zweij\u00e4hriger Recherche untersuchten Greenpeace und die Initiative &#171;Kein Patent auf Leben&#187; am Europ\u00e4ischen Patentamt \u00fcber 1.000 Patentantr\u00e4ge aus den Jahren 1999 und 2000. Es zeigte sich ein erschreckender Anstieg der Patentanmeldungen, die gezielt auf den Menschen gerichtet sind. In den Antr\u00e4gen werden in einem Atemzug Anspr\u00fcche auf die Produktion von seltenen Zootieren, wertvollen Rennpferden und Menschen erhoben. Christoph Then: &#171;Die Patentantr\u00e4ge lassen schlimmste Bef\u00fcrchtungen wahr werden: Es wurden tats\u00e4chlich menschliche Embryonen geklont mit dem Ziel, entsprechende Patente anmelden zu k\u00f6nnen.&#187; Besorgniserregend ist die systematische Ausweitung der Patentanspr\u00fcche im Bereich der Lebensmittelherstellung: Es wird inzwischen nicht mehr nur das Weizenkorn zur Aussaat, sondern auch das daraus gewonnene Mehl zum Brotbacken beansprucht. Ebenso werden Patentantr\u00e4ge auf Lebensmittel wie Pommes Frites und Ketchup gestellt. Neu sind Anmeldungen, in denen ausdr\u00fccklich gentechnikfreie Lebensmittel patentiert werden sollen. Noch vor der Sommerpause 2001 wird der Deutsche Bundestag die Umsetzung der 1998 verabschiedeten EU-Biopatent-Richtlinie (98\/44) in deutsches Recht beraten. Nach dem bisherigen Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Herta D\u00e4ubler-Gmelin soll an der EU-Richtlinie nichts Wesentliches ver\u00e4ndert werden. Der Gesetzentwurf erlaubt die Patentierung von Pflanzensorten, Tierrassen und menschlichen Organe und Genen. Das im Gesetzentwurf formulierte Verbot der Patentierung menschlicher Embryonen w\u00e4re nur f\u00fcr das Deutsche Patentamt g\u00fcltig. Da die meisten dieser Patente aber vom Europ\u00e4ischen Patentamt bewilligt werden, w\u00e4re das Verbot nahezu wirkungslos. Entsprechend fordert Christoph Then: &#171;Der Bundestag darf die EU-Biopatent-Richtlinie nicht in deutsches Recht umsetzen, sondern muss in Br\u00fcssel auf eine Neuverhandlung der Richtlinie dr\u00e4ngen. Europa braucht eine Patentrichtlinie, die Patente auf Leben ausschlie\u00dft.&#187;<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gentechnikfirmen und Wissenschaftler beantragen immer mehr Patente auf menschliche Embryonen, Mischwesen aus Mensch und Tier, genver\u00e4ndertes Sperma oder auf Hunderte von Gensequenzen des Menschen. Und dies ist nur eine Auswahl&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7172\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7172"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7172"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}