{"id":7180,"date":"2001-04-08T00:00:00","date_gmt":"2001-04-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7180\/bahnwaggon-fuer-castorzug-gestoppt-greenpeace-aktion-gegen-atommuelllieferungen-von-deutschland-nach-frankreich\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:34","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:34","slug":"bahnwaggon-fuer-castorzug-gestoppt-greenpeace-aktion-gegen-atommuelllieferungen-von-deutschland-nach-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7180\/bahnwaggon-fuer-castorzug-gestoppt-greenpeace-aktion-gegen-atommuelllieferungen-von-deutschland-nach-frankreich\/","title":{"rendered":"Bahnwaggon f\u00fcr Castorzug gestoppt &#8211; Greenpeace Aktion gegen Atomm\u00fclllieferungen von Deutschland nach Frankreich"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit heute protestiert Greenpeace auf einem Gleisanschluss bei W\u00fcrzburg gegen neue Atomm\u00fclllieferungen von Deutschland nach Frankreich. Rund 11 Umweltsch\u00fctzer haben sich mit Stahlrohren an den speziellen Eisenbahnwaggon gekettet, der in Grafenrheinfeld mit dem f\u00fcr die franz\u00f6sische Wiederaufarbeitung bestimmten Atombeh\u00e4lter beladen werden soll. Weitere Aktivisten halten deutsche und franz\u00f6sische Transparente mit der Aufschrift: &#171;Kein deutscher Atomm\u00fcll nach Frankreich&#187;. Der normale Fahrbetrieb der Bahn wird nicht gest\u00f6rt. Greenpeace fordert, die geplanten Atomtransporte zu stoppen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">W\u00fcrzburg. <\/span><span class=\"text\"> Der Atomtransport aus dem Kraftwerk Grafenrheinfeld darf auch aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht durchgef\u00fchrt werden. Ein von Greenpeace eingelegter Widerspruch beim Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz (BFS) ist noch nicht beschieden und hat deswegen aufschiebende Wirkung. Ein f\u00fcr den Transport notwendiger Sofortvollzug wurde gegen\u00fcber Greenpeace nicht angeordnet. Insgesamt sollen allein nach La Hague noch rund 1250 Tonnen deutscher Atomm\u00fcll geliefert werden. Das entspricht rund 280 Transporten. &#171;Die Bev\u00f6lkerung muss sich doch verschaukelt f\u00fchlen, wenn die Bundesregierung den Gorleben-Transport vor zwei Wochen damit rechtfertigt, Deutschland d\u00fcrfe seinen Atomm\u00fcll Frankreich nicht einfach vor die Haust\u00fcr werfen,&#187; sagt Veit B\u00fcrger, Energieexperte von Greenpeace. &#171;Genau das passiert n\u00e4mlich jetzt. Bei der Wiederaufarbeitung gelangt unwiederbringlich soviel radioaktiver M\u00fcll in die Umwelt, dass von nationaler Verantwortung f\u00fcr Atomm\u00fcll keine Rede sein kann.&#187; Die Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague ist europaweit eine der gr\u00f6\u00dften Quellen radioaktiver Emissionen in die Umwelt. Bereits im Normalbetrieb pumpt die Betreiberfirma Cogema jeden Tag rund 1,4 Millionen Liter radioaktive Abw\u00e4sser \u00fcber eine Pipeline direkt in den \u00c4rmelkanal. Greenpeace hat in den letzten Jahren wiederholt nachgewiesen, dass die Atomfabrik La Hague selbst gegen franz\u00f6sische Umweltauflagen verst\u00f6\u00dft, die im Vergleich zu Deutschland viel laxer sind. B\u00fcrger: &#171;Mit jedem Gramm Atomm\u00fcll, das Deutschland in Richtung La Hague verl\u00e4sst, wird die Umwelt ein St\u00fcck st\u00e4rker radioaktiv verseucht.&#187; Atomtransporte nach La Hague versto\u00dfen eindeutig gegen geltendes Recht. Das deutsche Atomgesetz schreibt die schadlose Verwertung von Atomm\u00fcll vor. SPD und Gr\u00fcne selbst hatten bereits 1991 in mehreren Gutachten bewiesen, dass die Wiederaufarbeitung keine schadlose Verwertung ist. In einer damaligen Presseerkl\u00e4rung best\u00e4tigten die Umweltminister aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hessen sogar, dass eine Anlage wie in La Hague aufgrund der Menge der radioaktiven Ableitungen in Deutschland nie genehmigt w\u00fcrde. Die deutschen Stromkonzerne sind die gr\u00f6\u00dften ausl\u00e4ndischen Kunden in La Hague. Seit Anfang der 70er Jahre lieferten die Stromfirmen mit rund 4.500 Tonnen, 60% des deutschen Atomm\u00fclls, nach Frankreich.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit heute protestiert Greenpeace auf einem Gleisanschluss bei W\u00fcrzburg gegen neue Atomm\u00fclllieferungen von Deutschland nach Frankreich. 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