{"id":7184,"date":"2001-04-11T00:00:00","date_gmt":"2001-04-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7184\/castor-hindernisfahrt-zur-wiederaufarbeitung\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:42","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:42","slug":"castor-hindernisfahrt-zur-wiederaufarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7184\/castor-hindernisfahrt-zur-wiederaufarbeitung\/","title":{"rendered":"Castor: Hindernisfahrt zur Wiederaufarbeitung"},"content":{"rendered":"<p><b>Am Mittwoch stoppten franz\u00f6sische Umweltsch\u00fctzer immer wieder den Atomm\u00fclltransport auf seinem Weg nach La Hague. Greenpeace-Aktivisten gelang es trotz Polizeibewachung, am Bahnhof Caen auf die Gleise zu kommen. Dort ketteten sie sich an die Schienen, um die Durchfahrt des Castor-Zuges zu verhindern. Massive Kritik gab es an der Streckenf\u00fchrung: Die Castoren rollten mitten durch Pariser Vororte.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Caen. <\/span><span class=\"text\"> Seit der Castor-Zug am Dienstagabend die deutsch-franz\u00f6sische Grenze passierte, hielten ihn franz\u00f6sische Atomkraftgegnern wiederholt auf. Am fr\u00fchen Morgen konnte der Zug im Bahnhof Conflans Fin d&#8217;Oise nordwestlich von Paris l\u00e4ngere Zeit nicht weiterfahren. Kurze Zeit nach der Weiterfahrt wurde er erneut aufgehalten, Demonstranten im Bahnhof von Evreux blockierten die Gleise. Auch am Bahnhof von Bondy \u00f6stlich von Paris hatten Umweltsch\u00fctzer gegen den Atomzug protestiert. Der Transport erreichte Stunden sp\u00e4ter als geplant den Verladebahnhof in Valognes. Die an der franz\u00f6sischen Regierung beteiligten Gr\u00fcnen waren offenbar \u00fcber die Fahrtroute des Atomm\u00fclltransportes nicht informiert. Bei der gew\u00e4hlten Route durch Paris h\u00e4tte der kleinste Zwischenfall extrem schwerwiegende Folgen haben k\u00f6nnen. Das beeindruckte die Betreiberfirma der WAA La Hague wenig: Ein Sprecher teilte mit, dass dutzende anderer Transporte fr\u00fcher bereits dieselbe Route genommen h\u00e4tten. &#171;Greenpeace wendet sich gegen die Transporte, weil jeder Atomtransport gef\u00e4hrlich ist. Au\u00dferdem dienen die jetzigen Transporte nur dem Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke. Mit dem ersten Gorleben-Transport ist das Atomm\u00fcllkarussel zwischen Deutschland und Frankreich wieder in Gang gesetzt worden,&#187; sagt Sven Teske, Energie-Experte bei Greenpeace. In diesem Jahr wollen die Betreiber der Atomkraftwerke Phillipsburg, Grafenrheinfeld, Biblis und Stade insgesamt 40 Beh\u00e4lter mit Atomm\u00fcll nach La Hague liefern. Atomtransporte, ob zu den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague\/Frankreich und Sellafield\/Gro\u00dfbritannien oder in die zentralen Zwischenlager Gorleben und Ahaus, l\u00f6sen das Atomm\u00fcllproblem nicht. Bei der Wiederaufarbeitung wird der Atomm\u00fcll weder recycelt (wie der Begriff &#171;Wiederaufarbeitung&#187; suggeriert) noch beseitigt sondern es entsteht neuer Atomm\u00fcll, der gelagert werden muss. Und auch die Zwischenlagerung setzt ein Endlager voraus, in das der M\u00fcll nach rund 40 Jahren eingelagert werden muss. &#171;Ohne Atomtransporte k\u00f6nnten die Atomkraftwerke ihren M\u00fcll nicht mehr loswerden und m\u00fcssten nach und nach abschalten. Die Atomtransporte dienen also lediglich dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und schieben das Entsorgungsproblem auf die lange Bank,&#187; so Teske.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch stoppten franz\u00f6sische Umweltsch\u00fctzer immer wieder den Atomm\u00fclltransport auf seinem Weg nach La Hague. Greenpeace-Aktivisten gelang es trotz Polizeibewachung, am Bahnhof Caen auf die Gleise zu kommen. 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