{"id":7188,"date":"2001-03-28T00:00:00","date_gmt":"2001-03-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7188\/greenpeace-fordert-widerruf-der-zwilag-betriebsbewilligung\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:48","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:48","slug":"greenpeace-fordert-widerruf-der-zwilag-betriebsbewilligung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7188\/greenpeace-fordert-widerruf-der-zwilag-betriebsbewilligung\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert Widerruf der ZWILAG-Betriebsbewilligung"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace verlangt in einer Eingabe an den Bundesrat den Widerruf der Betriebsbewilligung f\u00fcr die Zwischenlager AG W\u00fcrenlingen (ZWILAG) und eine Neuauflage des Verfahrens. F\u00fcr die Ank\u00fcndigung der ZWILAG, hochradioaktive Atomabf\u00e4lle aus Frankreich zur\u00fcckzunehmen, fehlen schlicht die Voraussetzungen. Die Fehlkalkulationen des Managements und die Schwierigkeiten mit der Anlage werfen ungel\u00f6ste Fragen wieder auf. Die 1996 voreilig erteilte Betriebsbewilligung basierte seinerzeit auf vollkommen anderen Annahmen und Rahmenbedingungen. Greenpeace fordert f\u00fcr die Anlagemodifikationen und die Bewilligungen f\u00fcr die Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter ein Mitspracherrecht der \u00d6ffentlichkeit, insbesondere f\u00fcr die besonders betroffenen AnwohnerInnen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die ersten Castoren aus der franz\u00f6sischen Atomanlage in La Hague sollten bereits letztes Jahr in die Schweiz rollen. Dazu ben\u00f6tigt jedoch die ZWILAG f\u00fcr jeden einzelnen Anlagenteil und die Lagerbeh\u00e4lter so genannte Freigaben der Sicherheitsbeh\u00f6rden. In diesem Freigabeverfahren pr\u00fcft die Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK), ob die Anlageteile in jeder Hinsicht den vorliegenden Bewilligungen und Pl\u00e4nen entsprechen und ob konkret ein in jeder Hinsicht sicherer und vorschrifts- sowie auflagenkonformer Betrieb erwartet werden kann. Diese Auflagen hat die ZWILAG AG bis heute nicht erf\u00fcllt. Die Hochaktiv-Lagerhalle wurde seinerzeit auf der Grundlage einer Beh\u00e4lter-Oberfl\u00e4chentemperatur von 60\u00b0C konzipiert. Heute erwartet die ZWILAG Oberfl\u00e4chentemperaturen von bis zu 140\u00b0C. Hinzu kommen kommen M\u00e4ngel bei den Betriebsvorschriften und Arbeitsabl\u00e4ufen sowie Fehleinsch\u00e4tzungen des Fachpersonalbedarfs. Weiter fehlt ein Gesamtlagerkonzept unter Ber\u00fccksichtigung verl\u00e4ngerter AKW-Betriebszeiten, wie sie im Entwurf des neuen Kernenergiegesetzes vorgesehen sind. Die heute angenommene Betriebszeit von 50-70 Jahren entspricht nicht mehr der Realit\u00e4t: Gem\u00e4ss Angaben der franz\u00f6sischen Regierung ben\u00f6tigen abgebrannte MOX-Brennelemente, welche auch in der Schweiz eingesetzt werden, eine Zwischenlagerzeit von 150 Jahren. Dass die Baustruktur der ZWILAG unter den neuen Annahmen die n\u00f6tige Sicherheit f\u00fcr solch lange Perioden gew\u00e4hrleistet, erscheint unwahrscheinlich. Greenpeace hat den Bundesrat in einem Schreiben ersucht, die Betriebsbewilligung f\u00fcr die Lagerhalle f\u00fcr hochaktive Abf\u00e4lle zu widerrufen und eine Neuauflage des Verfahrens anzuordnen, um allen Betroffenen &#8211; insbesondere den AnwohnerInnen die M\u00f6glichkeit der Mitsprache zu geben. Der HSK hat Greenpeace einen Fragenkatalog zu den Konsequenzen der Anlagemodifikationen \u00fcbermittelt.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz 01 \/ 447 41 20 <br \/> Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace verlangt in einer Eingabe an den Bundesrat den Widerruf der Betriebsbewilligung f\u00fcr die Zwischenlager AG W\u00fcrenlingen (ZWILAG) und eine Neuauflage des Verfahrens. 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