{"id":7190,"date":"2001-04-02T00:00:00","date_gmt":"2001-04-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7190\/oelbohr-plattform-vor-schottischer-kueste-besetzt\/"},"modified":"2019-05-30T07:58:51","modified_gmt":"2019-05-30T05:58:51","slug":"oelbohr-plattform-vor-schottischer-kueste-besetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7190\/oelbohr-plattform-vor-schottischer-kueste-besetzt\/","title":{"rendered":"\u00d6lbohr-Plattform vor schottischer K\u00fcste besetzt"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Aktivisten besetzten am Sonntag im schottischen Cromarty Firth bei Inverness eine \u00d6lbohr-Plattform. Auf halber H\u00f6he der 54 Meter hohen &#171;Drill Star&#187; richteten sie eine kleine Schutzh\u00fctte ein und blieben dort \u00fcber Nacht bis zum Montag. In riesigen Lettern schrieben sie &#171;\u00d6l t\u00f6tet&#187; auf auf einen Pfeiler. Erfolgreich verhinderten sie den Abtransport der Plattform zu Bohrungen in der Nordsee.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg\/Inverness. <\/span><span class=\"text\"> Nach der Besetzung der \u00d6lbohrinsel nahm die Polizei 17 Aktivisten fest. Ihr Protest richtete sich gegen den us-amerikanischen Mineral\u00f6lkonzern Conoco, den Betreiber der Tankstellenkette JET. Conoco ist mitverantwortlich f\u00fcr die Erw\u00e4rmung der Erdatmosph\u00e4re, denn anstatt in regenerative Engergien zu investieren, steckt das Unternehmen weiterhin sein Geld in die F\u00f6rderung von Erd\u00f6l und damit in Klimakiller. &#171;Wenn das Klima nicht au\u00dfer Kontrolle geraten soll, besteht unsere einzige Hoffnung darin, dass drei Viertel der Vorr\u00e4te an Erd\u00f6l, Kohle und Gas im Boden bleiben&#187;, sagte Laura Yates, Greenpeace-Aktivistin auf der &#171;Drill Star&#187;. Das Klima ist schon lange nicht mehr naturgemacht. \u00d6l produzierende Konzerne wie Esso, BP, Shell, Texaco und JET tragen massiv zur globalen Erw\u00e4rmung bei. Die Folgen machten die UN-Wissenschaftler der &#171;Zwischenstaatlichen Kommission f\u00fcr die Klimawandel&#187; (IPCC) in ihrer neusten Studie deutlich: Zunahme der D\u00fcrreperioden, der Sturmh\u00e4ufigkeit, der \u00dcberflutungen und der tropischen Wirbelst\u00fcrme. Das Abschmelzen der Polkappen und Gletscher weltweit f\u00fchrt zu einem Anstieg des Meeresspiegels. Einigen L\u00e4ndern droht der Untergang. In den letzten Jahren sind durch die Ver\u00e4nderung des Weltklimas bis zu 100.000 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen in den Entwicklungsl\u00e4ndern. Wissenschaftler der UN und der britischen Regierung sagen voraus, dass bis zum Jahre 2080 j\u00e4hrlich 94 Millionen Menschen durch \u00dcberschwemmungen als Folge der globalen Erw\u00e4rmung bedroht sein werden. Neben den Regierungen und Politikern sind auch die Energiekonzerne gefordert, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. &#171;Mit George W. Bush ist in Amerika die \u00d6lindustrie an die Macht gekommen,&#187; kommentiert Karsten Smid, Klima-Experte bei Greenpeace. &#171;Die \u00d6lmultis machen Milliarden-Gewinne auf Kosten des Klimas. Greenpeace fordert ein Umdenken: Die Investitionen m\u00fcssen in die F\u00f6rderung von Wind- und Sonnenenergie gelenkt werden. Es muss Schluss sein mit dem Verbrennen fossiler Energien, die das Klima zerst\u00f6ren.&#187; Greenpeace weist schon lange darauf hin, dass es hunderte von Techniken gibt, die den Aussto\u00df klimazerst\u00f6render Treibhausgase drastisch senken k\u00f6nnten. Der UN-Klimabericht best\u00e4tigt dies. Allein der Einsatz von alternativen Energiequellen &#8211; wie Sonne, Wind oder Wasser &#8211; w\u00fcrde die Emmission von Treibhausgasen innerhalb der n\u00e4chsten 20 Jahre erheblich reduzieren <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivisten besetzten am Sonntag im schottischen Cromarty Firth bei Inverness eine \u00d6lbohr-Plattform. 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