{"id":7202,"date":"2001-02-25T00:00:00","date_gmt":"2001-02-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7202\/greenpeace-will-atomtransporte-nach-sellafield-juristisch-stoppen\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:11","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:11","slug":"greenpeace-will-atomtransporte-nach-sellafield-juristisch-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7202\/greenpeace-will-atomtransporte-nach-sellafield-juristisch-stoppen\/","title":{"rendered":"Greenpeace will Atomtransporte nach Sellafield juristisch stoppen"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace will Atomtransporte aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim zur englischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield mit rechtlichen Mitteln verhindern. Gemeinsam mit Anwohnern der m\u00f6glichen Transportstrecke legte die Umweltorganisation heute beim zust\u00e4ndigen Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter Widerspruch gegen die bestehende Transportgenehmigung ein. Greenpeace begr\u00fcndet diesen Schritt mit den schweren Umweltbelastungen, die von der Atomanlage an der nordenglischen K\u00fcste ausgehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Am 22. Januar hatte das BfS drei Transporte abgebrannter Brennelemente aus Neckarwestheim nach Sellafield genehmigt, die m\u00f6glicherweise schon bald als erste Atomtransporte seit dem Transportstopp von 1998 durch Deutschland rollen werden. Bereits 1998 hatte Greenpeace mit eigenen Messungen belegt, dass die Umgebung um die Atomanlage Sellafield genauso radioaktiv verstrahlt ist wie die Sperrzone um den Katastrophenreaktor von Tschernobyl. Die Umweltverseuchung in Sellafield widerspricht den europ\u00e4ischen Strahlenschutz-Anforderungen (Euratom- Richtlinie) und ist rechtswidrig. &#171;F\u00fcr die deutschen Stromkonzerne ist Sellafield nichts anderes als eine billige M\u00fcllkippe f\u00fcr Strahlenabf\u00e4lle,&#187; sagt Greenpeace-Energieexperte Veit B\u00fcrger. &#171;Es ist eine der schmutzigsten und gef\u00e4hrlichsten Atomanlagen in ganz Europa. Durch die radioaktive Verseuchung der Umgebung kommen nachweislich Menschen zu Schaden. Atomtransporte nach Sellafield sind ein klarer Verstoss gegen europ\u00e4isches Recht.&#187; Die geplanten Transporte nach Sellafield haben nach dem in der letzten Woche bekanntgewordenen erneuten St\u00f6rfall in der Atom-Anlage eine besondere Brisanz. In mehreren Beh\u00e4ltern mit fl\u00fcssigen, hoch radioaktiven Abf\u00e4llen war wegen eines L\u00fcftungsdefekts die Konzentration explosiver Gase angestiegen. Die Arbeiter reagierten erst zwei Stunden nach dem ersten Alarmsignal. Die Wiederaufarbeitungsanlage musste als Folge des St\u00f6rfalls abgeschaltet werden. &#171;Die Skandalchronik von Sellafield zeigt, dass dort Leute am Werk sind, die leichtfertig die Gesundheit von Menschen aufs Spiel setzen,&#187; erkl\u00e4rt B\u00fcrger. &#171;Wer mit dieser Firma weiter Gesch\u00e4fte macht, wird zum Mitt\u00e4ter.&#187; Erst vor einem Jahr war bekannt geworden, dass BNFL, die englische Betreiberfirma der Atomanlage Sellafield, vors\u00e4tzlich die Sicherheitspapiere von Brennelementen f\u00fcr Atomkraftwerke in Japan und Deutschland gef\u00e4lscht hatte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Greenpeace auch gegen Lieferungen von Atomm\u00fcll in die franz\u00f6sische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague Widerspruch eingelegt. Eine endg\u00fcltige Gerichtsentscheidung steht noch aus.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace will Atomtransporte aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim zur englischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield mit rechtlichen Mitteln verhindern. 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