{"id":7210,"date":"2001-03-13T00:00:00","date_gmt":"2001-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7210\/atomfabrik-la-hague-ab-heute-unter-beobachtung\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:25","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:25","slug":"atomfabrik-la-hague-ab-heute-unter-beobachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7210\/atomfabrik-la-hague-ab-heute-unter-beobachtung\/","title":{"rendered":"Atomfabrik La Hague ab heute unter Beobachtung"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Verladebahnhof der franz\u00f6sischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Valogne steht ab heute unter st\u00e4ndiger Beobachtung von Greenpeace-Mitarbeitern. Die Umweltsch\u00fctzer werden im Schichtbetrieb rund um die Uhr mit einer w\u00e4rmeempfindlichen Infrarot-Kamera dokumentieren, wann Transportbeh\u00e4lter die Atomanlage verlassen und ob sie mit Atomm\u00fcll beladen sind. Ende des Monats sollen sechs Castorbeh\u00e4lter mit rund 85 Tonnen radioaktiven Abf\u00e4llen aus La Hague in das Zwischenlager Gorleben transportiert werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">La Hague\/Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Mit unserer Beobachtung wollen wir versuchen, den genauen Termin und den Streckenverlauf des Transports \u00f6ffentlich zu machen, erkl\u00e4rt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. &#171;Denn die Betreiber der Atomanlagen h\u00fcllen sich dar\u00fcber in Schweigen. Wenn aber tonnenweise hochgef\u00e4hrlicher Strahlenm\u00fcll durch das Land rollt, darf das nicht unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit passieren.&#187; Jeden Tag verlassen mehrere LKW mit Castorbeh\u00e4ltern die Atomanlage. Bei keinem ist mit blossem Auge erkennbar, ob er beladen oder leer ist. Greenpeace wird versuchen, den Gorleben-Transport mit Hilfe einer Infrarot-Kamera zu erkennen. Die w\u00e4rmeempfindliche Infrarot-Kamera stellt unterschiedliche Temperaturen durch verschiedene Farben dar. Da der Atomm\u00fcll aus La Hague die Castorbeh\u00e4lter auf 50 bis 80 Grad erw\u00e4rmt, k\u00f6nnen mit den Infrarot- Aufnahmen volle Castoren von leeren, also kalten, unterschieden werden. Greenpeace wollte von heute an auch Live-Bilder von der Wiederaufarbeitungsanlage auf die Castor-Informationsseite www.greenpeace.de\/castor \u00fcbertragen. Aktivsten hatten dazu eigens eine Internetkamera installiert. Wegen angeblicher St\u00f6rung des Funkverkehrs der Atomanlage durch die Kamera wurde die \u00dcbertragung jedoch von der Gendarmerie verboten. Da die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague keinen eigenen Gleisanschluss hat, wird der Atomm\u00fcll auf Schwerlasttransportern in das rund 30 Kilometer entfernte Valognes gebracht und dort auf Eisenbahnwaggons umgeladen. Atomm\u00fcll, der aus Atomkraftwerken nach La Hague zur Wiederaufarbeitung transportiert wird, muss ebenfalls in Valognes umgeladen werden. Erst letzte Woche hatten Greenpeace-Mitarbeiter einen Unfall auf dem Verladebahnhof beobachtet: Ein mit rund 60 Tonnen schwachradioaktivem Uranylnitrat beladener Atomtransport sprang bei langsamer Fahrt aus den Gleisen und kam neben dem Gleisbett zu stehen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verladebahnhof der franz\u00f6sischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Valogne steht ab heute unter st\u00e4ndiger Beobachtung von Greenpeace-Mitarbeitern. 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