{"id":7212,"date":"2001-01-12T00:00:00","date_gmt":"2001-01-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7212\/weder-zu-riechen-noch-zu-schmecken\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:28","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:28","slug":"weder-zu-riechen-noch-zu-schmecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7212\/weder-zu-riechen-noch-zu-schmecken\/","title":{"rendered":"Weder zu riechen noch zu schmecken,"},"content":{"rendered":"<p><b>Weder zu riechen noch zu schmecken, lautlos und winzig klein, so attackieren Mikroorganismen heimlich ihre Gegner. Australische Genforscher schufen einen solchen Mikroorganismus: Einen Killervirus. Diesmal nur aus Versehen und nur f\u00fcr M\u00e4use t\u00f6dlich.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Die australischen Genforscher Ian Ramshaw (Universit\u00e4t Canberra) und Ron Jackson (Commonwealth Scientific and Industrials Research Organisation) experimentierten mit einem Pockenvirus, den sie gentechnisch so ver\u00e4ndern wollten, dass sie damit die Fruchtbarkeit von M\u00e4usen senken wollten. Selbst dies w\u00e4re bei erfolgreichem Experiment eine Waffe gewesen, eine Art gentechnisches Pestizid. Man kann sich dar\u00fcber streiten, ob das geplante Virus &#8211; neben der dann tats\u00e4chlich entstandene Waffe &#8211; als harmlos angesehen werden k\u00f6nnte. F\u00fcr Greenpeace zeigt die aktuelle Ver\u00f6ffentlichung in der neusten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins &#171;New Scientist&#187; einmal mehr, dass die Risikodiskussion im Bereich der gesamten Gentechnik neu aufgerollt werden muss. In dieser Publikation wurde von den Forschern selbst vor der Entstehung neuer t\u00f6dlicher Gefahren f\u00fcr den Menschen durch Biowaffen gewarnt. &#171;Die Ver\u00f6ffentlichung zeigt wieder einmal, dass die Forscher eigentlich nicht wissen, was sie tun. Mit unserem derzeitigen Wissen \u00fcber die Gene k\u00f6nnen wir die Gefahren ebenso wenig kontrollieren wie ein Physiker mit den Gesetzen von Newton die Funktionsweise einer Atombombe verstehen kann. Die Freisetzung genmanipulierter Organismen muss gestoppt werden. Das gilt f\u00fcr Bakterien und Pflanzen auf dem Acker genauso wie f\u00fcr Biowaffen&#187;, sagt Christoph Then, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. &#171;Die Sicherheit der Gentechnik in Lebensmitteln und auf dem Acker kann zum Teil noch weniger beurteilt werden, als die Risiken bei Viren. Im Gegensatz zu Viren haben Pflanzen ein viel umfangreicheres Genom und einen komplizierteren Stoffwechsel als Viren. Auch bei der Manipulation von Pflanzen sind unerwartete Effekte die Regel&#187;, so Then weiter. Das macht deutlich, dass die bisherigen Pl\u00e4ne der Bundesregierung bez\u00fcglich der Genforschung absolut unzureichend sind, da die eigentlich wichtigen Fragen der Risiken noch nicht gekl\u00e4rt sind. Der Forderung der Industrie nach gro\u00dffl\u00e4chiger Freisetzung gentechnisch ver\u00e4nderter Pflanzen auch in Deutschland darf die Regierung nicht nachkommen. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weder zu riechen noch zu schmecken, lautlos und winzig klein, so attackieren Mikroorganismen heimlich ihre Gegner. Australische Genforscher schufen einen solchen Mikroorganismus: Einen Killervirus. 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