{"id":7218,"date":"2001-01-25T00:00:00","date_gmt":"2001-01-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7218\/ein-jahr-nach-baia-mare-giftunfaelle-in-rumaenien-bleiben-an-der-tagesordnung\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:38","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:38","slug":"ein-jahr-nach-baia-mare-giftunfaelle-in-rumaenien-bleiben-an-der-tagesordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7218\/ein-jahr-nach-baia-mare-giftunfaelle-in-rumaenien-bleiben-an-der-tagesordnung\/","title":{"rendered":"Ein Jahr nach Baia Mare: Giftunf\u00e4lle in Rum\u00e4nien bleiben an der Tagesordnung"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Kette der Giftunf\u00e4lle in Rum\u00e4nien reisst nicht ab. Eine aktuelle Greenpeace- Recherche beweist: Seit dem katastrophalen Ungl\u00fcck in der rum\u00e4nischen Goldmine &#171;Aurul&#187; in Baia Mare am 30. Januar vergangenen Jahres ereigneten sich mindestens sieben neue Umweltkatastrophen. In und um Baia Mare, Baia Borsa und Baia de Aries in den Karpaten kam es zu Unf\u00e4llen von zum Teil \u00e4hnlich heftigem Ausmass. In sechs F\u00e4llen wurden erneut durch Damm- und Rohrbr\u00fcche in Bergbauminen Fl\u00fcsse mit Zyanid und giftigen Schwermetallen verseucht. Auch aus der Mine &#171;Aurul&#187;, die von der australischen Firma &#171;Esmeralda&#187; in Perth gef\u00fchrt wird, sind im Herbst 2000 erneut giftige Chemikalien in den Fluss Theiss gelangt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg.<\/span><span class=\"text\"> Die neuen Unf\u00e4lle waren vorhersehbar, sagt Greenpeace-Giftexperte Andreas Bernstorff. &#171;Sie h\u00e4tten verhindert werden k\u00f6nnen, indem man sofort nach dem Ungl\u00fcck in Baia Mare gef\u00e4hrdete Risiko-Minen geschlossen oder saniert h\u00e4tte. Eine EU Task Force hat bereits im letzten Sommer Handlungsbedarf in Br\u00fcssel angemeldet. Doch seitdem ist nichts passiert.&#187; Greenpeace fordert, die Goldf\u00f6rderung mit Zyanid generell einzustellen und die Goldmine &#171;Aurul&#187; sofort zu schliessen. Am kommenden Dienstag vor einem Jahr hatten sich nach einem Dammbruch in Baia Mare 110.000 Tonnen Zyanidlauge mit giftigen Schwermetallen in die Theiss ergossen und schlagartig alles Leben ausgel\u00f6scht. Tausende Menschen waren wochenlang von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Die Zyanidmenge allein h\u00e4tte ausgereicht, um eine Milliarde Menschen zu t\u00f6ten. Das Leben in der 700 km langen Theiss hat sich entgegen vieler Hoffnungen bisher nicht erholt. Die urspr\u00fcnglich in der Theiss heimischen 53 Arten kommen nur in kleinen, oft kranken oder missgebildeten Exemplaren vor. Daf\u00fcr bilden sich Massenbest\u00e4nde an Welsen und Karauschen aus, die urspr\u00fcnglich gar nicht dort hingeh\u00f6ren. Laut dem rum\u00e4nischen Umweltminister fehlen bei achtzig Prozent der aktiven Minenbetriebe notwendige Sicherheitsvorschriften. Etliche der Minen befinden sich mittlerweile in der Hand australischer und kanadischer Firmen, die in den Karpaten in einen wahren Goldrausch verfallen sind. Ungarns Antrag bei der EU auf 10 Mio US Dollar Unterst\u00fctzung f\u00fcr einen Wiederbelebungsplan der Theiss wurde noch immer nicht statt gegeben. Ungarn hat die Firma &#171;Esmeralda&#187; auf Schadenersatz \u00fcber 107 Millionen US Dollar verklagt &#8211; bislang erfolglos. &#171;Esmeralda&#187; meldete Konkurs an, stellte jedoch gleichzeitig Antrag auf Wiederinbetriebnahme in Baia Mare. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kette der Giftunf\u00e4lle in Rum\u00e4nien reisst nicht ab. Eine aktuelle Greenpeace- Recherche beweist: Seit dem katastrophalen Ungl\u00fcck in der rum\u00e4nischen Goldmine &#8220;Aurul&#8221; in Baia Mare am 30. Januar vergangenen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7218","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7218"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7218\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7218"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7218"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}