{"id":7222,"date":"2001-01-16T00:00:00","date_gmt":"2001-01-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7222\/protest-gegen-franzoesische-atomtransporte-geht-weiter-drei-deutsche-greenpeace-aktivisten-immer-noch-in-haft\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:44","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:44","slug":"protest-gegen-franzoesische-atomtransporte-geht-weiter-drei-deutsche-greenpeace-aktivisten-immer-noch-in-haft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7222\/protest-gegen-franzoesische-atomtransporte-geht-weiter-drei-deutsche-greenpeace-aktivisten-immer-noch-in-haft\/","title":{"rendered":"Protest gegen franz\u00f6sische Atomtransporte geht weiter &#8211; Drei deutsche Greenpeace-Aktivisten immer noch in Haft"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Aktivisten haben in der Nacht zum Montag im franz\u00f6sischen Valognes bei Cherbourg ihre Proteste gegen die bevorstehenden Schiffstransporte von Plutonium nach Japan fortgesetzt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg\/Valognes. <\/span><span class=\"text\"> Die Aktionen starteten bereits am Samstag vergangener Woche, als sich zehn Aktivisten an den beiden Toren des Verladebahnhofs anketteten. Dort sollte der aus Belgien stammende Atombrennstoff von LKW auf die Zugwaggons geladen werden. Die sogenannten MOX-Brennelemente werden von Valognes in den Hafen von Cherbourg gebracht, um auf die beiden mit Waffen ausger\u00fcsteten Schiffe &#171;Pacific Pintail&#187; und &#171;Pacific Teal&#187; umgeladen zu werden. Von da aus soll die gef\u00e4hrliche Reise nach Japan weiter gehen.&#187;Plutoniumtransporte an Land und auf See sind hoch gef\u00e4hrlich und m\u00fcssen sofort eingestellt werden,&#187; fordert Greenpeace-Sprecher Sven Teske. &#171;Auf den Schiffen liegen Munition, Schiffstreibstoff und Plutonium nebeneinander. Eine Fracht, die schnell zu einer Katastrophe von ungeahntem Ausmass f\u00fchren kann.&#187; Greenpeace sieht in den Transporten noch eine weitere grosse Gefahr: Vier Kilogramm Plutonium reichen f\u00fcr den Bau einer Atombombe. Das Schiff f\u00e4hrt vermutlich mit weit \u00fcber 100 Kilogramm Plutonium an Bord um die halbe Welt. &#171;Es ist nicht auszuschliessen, dass es Versuche Dritter geben wird, an den Bombenstoff heranzukommen,&#187; erkl\u00e4rt Teske. Am Sonntag kam es in Cherbourg zu heftigen Protesten gegen den geplanten Plutoniumtransport. Dabei wurden drei Greenpeace-Mitglieder aus Deutschland festgenommen nachdem sie auf den Gleisen in Cherbourg eine zwei Meter hohe Mauerr errichtet hatten. Sie werden seit Sonntag Abend festgehalten. Weder die f\u00fcr den Transport verantwortlichen Firmen noch die beteiligten Regierungen haben bisher Informationen \u00fcber den genauen Abfahrtstermin, die Transportroute oder die Plutoniummenge \u00f6ffentlich gemacht. Trotz der grossen mit diesem Transport verbundenen Gefahren hat es keine Konsultationen der an der Transportroute liegenden Staaten gegeben. Der geplante MOX-Transport nach Japan w\u00e4re der erste seit dem grossen Mox-Skandal 1999. Damals musste der Betreiber der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafied F\u00e4lschungen in der Qualit\u00e4tssicherung des f\u00fcr Japan bestimmten Mox-Brennstoffs zugeben.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivisten haben in der Nacht zum Montag im franz\u00f6sischen Valognes bei Cherbourg ihre Proteste gegen die bevorstehenden Schiffstransporte von Plutonium nach Japan fortgesetzt. Hamburg\/Valognes. 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