{"id":7224,"date":"2000-12-13T00:00:00","date_gmt":"2000-12-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7224\/tschernobyl-atomenergie-ist-und-bleibt-ein-umweltverbrechen\/"},"modified":"2019-05-30T07:59:49","modified_gmt":"2019-05-30T05:59:49","slug":"tschernobyl-atomenergie-ist-und-bleibt-ein-umweltverbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7224\/tschernobyl-atomenergie-ist-und-bleibt-ein-umweltverbrechen\/","title":{"rendered":"Tschernobyl: Atomenergie ist und bleibt ein Umweltverbrechen"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace begr\u00fcsst die f\u00fcr morgen geplante Stilllegung des letzten Reaktorblockes des Atomkraftwerkes Tschernobyl. &#171;Vierzehn Jahre nach der gr\u00f6ssten Katastrophe der zivilen Atomnutzung wird die tickende Zeitbombe Tschernobyl endlich entsch\u00e4rft&#187;, sagt Veit B\u00fcrger, Greenpeace-Energieexperte. &#171;Aber trotz des Desasters von Tschernobyl setzen viele Staaten noch immer auf die Atomenergie. Die Abschaltung des Ungl\u00fccksreaktors sollte aller Welt klar machen: Atomenergie ist nie vollst\u00e4ndig sicher, sie ist und bleibt ein Verbrechen an der Umwelt und sie ist ersetzbar.&#187;<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Freude und Erleichterung \u00fcber die Abschaltung von Tschernobyl werden dadurch getr\u00fcbt, dass sich die westlichen Staaten die Stilllegung mit Krediten in H\u00f6he von rund 2,5 Milliarden Mark f\u00fcr zwei neue Atomkraftwerke in der Ukraine teuer erkauft haben. Veit B\u00fcrger: &#171;Anstatt die richtigen Lehren aus der Reaktorkatastrophe zu ziehen und in sichere und umweltfreundliche Energietechnik zu investieren, baut der Westen in der Ukraine neue potenzielle Tschernobyls auf.&#187; Die als Ersatz f\u00fcr Tschernobyl geplanten Reaktoren sowjetischer Bauart weisen zahlreiche Sicherheitsdefizite auf.Bis die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe bew\u00e4ltigt sind, werden noch Jahre vergehen. Das Ungl\u00fcck von 1986 hat vermutlich Zehntausende Tote gefordert. Wegen der langen Latenzzeiten vor allem bei Krebserkrankungen erwarten Wissenschaftler die meisten Opfer erst ist in den n\u00e4chsten Jahrzehnten. Neben der Ukraine und Russland ist vor allem Weissrussland betroffen. Im weissrussischen Bezirk Gomel werden von rund 141.000 Kindern, die zur Zeit des Unfalles unter vier Jahren alt waren, etwa 51.200 an strahlenbedingtem Schilddr\u00fcsenkrebs erkranken. Allein in Weissrussland wird der finanzielle Gesamtschaden der Katastrophe auf rund 235 Millliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt.In Osteuropa sind heute noch rund 13 Reaktoren vom Typ Tschernobyl in Betrieb. Zahlreiche Nuklearexperten weisen darauf hin, dass diese Reaktoren nicht auf westliches Sicherheitsniveau nachger\u00fcstet werden k\u00f6nnen. Weltweit sind \u00fcber 430 Atomreaktoren in Betrieb und rund 35 in Bau. Veit B\u00fcrger: &#171;Wer sich heute in Sicherheit wiegt und glaubt, ein Ungl\u00fcck wie Tschernobyl k\u00f6nne sich nur in wirtschaftlich schwachen L\u00e4ndern ereignen, irrt gewaltig. Atomungl\u00fccke wie im japanischen Tokaimura ebenso wie die zahllosen Pannen auch in deutschen Atomkraftwerken beweisen, dass die absolute Sicherheit der Atomenergie ein M\u00e4rchen der Betreiberfirmen ist.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace begr\u00fcsst die f\u00fcr morgen geplante Stilllegung des letzten Reaktorblockes des Atomkraftwerkes Tschernobyl. &#8220;Vierzehn Jahre nach der gr\u00f6ssten Katastrophe der zivilen Atomnutzung wird die tickende Zeitbombe Tschernobyl endlich entsch\u00e4rft&#8221;, sagt&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7224\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7224"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7224"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}