{"id":7242,"date":"2000-11-26T00:00:00","date_gmt":"2000-11-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7242\/russische-umweltschuetzer-und-greenpeace-appellieren-an-schweizer-behoerden-und-politikerinnen-verschont-uns-mit-eurem-atommuell\/"},"modified":"2019-05-30T08:00:19","modified_gmt":"2019-05-30T06:00:19","slug":"russische-umweltschuetzer-und-greenpeace-appellieren-an-schweizer-behoerden-und-politikerinnen-verschont-uns-mit-eurem-atommuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7242\/russische-umweltschuetzer-und-greenpeace-appellieren-an-schweizer-behoerden-und-politikerinnen-verschont-uns-mit-eurem-atommuell\/","title":{"rendered":"Russische Umweltsch\u00fctzer und Greenpeace appellieren an Schweizer Beh\u00f6rden und PolitikerInnen: Verschont uns mit eurem Atomm\u00fcll!"},"content":{"rendered":"<p><b>Die beiden wohl prominentesten russischen Umweltsch\u00fctzerInnen Nathalie Mironova und Aleksandr Nikitin richteten heute morgen an einer Pressekonferenz in Bern einen flammenden Appell an die Schweiz. Sie fordern den Bundesrat auf, klar Stellung zu nehmen gegen den Export von Schweizer Atomm\u00fcll nach Russland. Nikitin: \u00abRussland hat genug eigene \u00f6kologische Probleme \u2013 die Schweiz muss uns nicht noch jene aufb\u00fcrden, die sie selbst nicht l\u00f6sen kann.\u00bb<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Bern. <\/span><span class=\"text\"> Die renommierte Nuklear-Expertin Nathalie Mironova sagte heute morgen an der von Greenpeace organisierten Pressekonferenz: \u00abWenn ein Staat technologische Errungenschaften benutzt, muss er auch die Verantwortung f\u00fcr die Nachteile \u00fcbernehmen.\u00bb Worum geht es? Vor beinahe zwei Jahren machte Greenpeace eine geheime Absichtserkl\u00e4rung zwischen dem russischen Atomenergieministerium (Minatom) und den Schweizer AKW-Betreibern publik. Beide Seiten hatten vereinbart, abgebrannte Brennelemente aus der Schweiz zur Wiederaufarbeitung, Zwischen- und Endlagerung nach Russland zu verfrachten. Damals hatten die AKW-Betreiber beteuert, es sei alles v\u00f6llig unverbindlich und die Politik meinte schlicht: \u00abkein Handlungsbedarf\u00bb. Hinter den Kulissen jedoch werden die Atompl\u00e4ne vorangetrieben: In Russland forciert Minatom die Aufhebung des Importverbots f\u00fcr ausl\u00e4ndischen Atomm\u00fcll, in der Schweiz lobbyiert die Atomindustrie f\u00fcr uneingeschr\u00e4nkte Exportm\u00f6glichkeiten der Abf\u00e4lle. Und: Die Schweizer interessieren sich offen f\u00fcr Leasing russischer Brennelemente (inkl. anschliessende Lagerung der hochaktiven Abf\u00e4lle in Russland). Doch jetzt ist Sand ins Getriebe der schweizerisch-russischen Pl\u00e4ne gekommen. 2,5 Millionen RussInnen unterzeichneten diesen Herbst ein Referendum \u2013 sie protestieren dagegen, dass das Verbot von Atomm\u00fcllimporten nach Russland aufgehoben werden soll. Mironova arbeitet in der N\u00e4he des gr\u00f6ssten Atomkomplexes der Welt. Sie erz\u00e4hlt: \u00abDie Leute dort kennen die Gefahren, sie kennen das Leid und die Verzweiflung, welche die radioaktive Verseuchung verursacht. Deshalb haben sie das Referendum unterschrieben.\u00bb Und Alexander Nikitin, der die katastrophale Umweltverseuchung durch Atom-U-Boote aufgedeckt hatte: \u00abDie Sicherheit ist bei einem solchen Projekt nicht gew\u00e4hrleistet. Zudem sind die Verantwortlichen bei Beh\u00f6rden und Industrie nicht reif, ein solches Projekt politisch und technisch sauber abzuwickeln.\u00bbDie russischen Umweltsch\u00fctzerInnen wenden sich an die Schweiz, weil die Schweizer AKW-Industrie als Abnehmerin russischer Atom-Dienstleistungen stets an vorderster Stelle genannt wird und als erstes und bislang einziges westliches Land Interesse am russischen Leasing-Vorschlag bekundet. Sie fordern die Schweiz auf, die Verantwortung f\u00fcr den schweizerischen Atomm\u00fcll selbst zu \u00fcbernehmen und nicht nach Russland abzuschieben. Die Schweizer \u00abPolitik\u00bb hat das Heft aus der Hand gegeben und sich ins Abseits gestellt. Die verantwortlichen Beh\u00f6rden und der Bundesrat setzen sich mit ihrer passiven Haltung dem Vorwurf aus, die russischen Atom(-ausbau-)pl\u00e4ne ideell zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 079 \/ 222 82 59<br \/> Eva Geel, Greenpeace Medienabteilung 079 \/ 675 69 16 <br \/> Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden wohl prominentesten russischen Umweltsch\u00fctzerInnen Nathalie Mironova und Aleksandr Nikitin richteten heute morgen an einer Pressekonferenz in Bern einen flammenden Appell an die Schweiz. 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