{"id":7250,"date":"2000-10-22T00:00:00","date_gmt":"2000-10-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7250\/akw-philippsburg-panne-beim-beladen-der-atombehaelter\/"},"modified":"2019-05-30T08:00:34","modified_gmt":"2019-05-30T06:00:34","slug":"akw-philippsburg-panne-beim-beladen-der-atombehaelter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7250\/akw-philippsburg-panne-beim-beladen-der-atombehaelter\/","title":{"rendered":"AKW Philippsburg: Panne beim Beladen der Atombeh\u00e4lter"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Betreiber des Atomkraftwerks Philippsburg k\u00f6nnen noch immer nicht garantieren, dass die Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter, in denen sie in n\u00e4chster Zeit Atomm\u00fcll nach Frankreich transportieren wollen, radioaktiv &#171;sauber&#187; sind. Dies geht aus einem internen Papier hervor.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Demnach waren vor vier Wochen bei der Vorbereitung zum Beladen eines Atombeh\u00e4lters L\u00f6cher in einem Schutz\u00fcberzug entdeckt worden, der radioaktive Verunreinigungen der Aussenhaut eigentlich verhindern soll. Zugleich wurde festgestellt, dass ein Beh\u00e4lter vom Typ TN 13\/2 bei der sogenannten &#171;Kalterprobung&#187; im Abklingbecken leicht verstrahlt wurde. Trotzdem wurde der Beh\u00e4lter mit hoch radioaktiven Brennelementen beladen und steht jetzt abfahrbereit auf dem Kraftwerksgel\u00e4nde. In den kommenden Tagen soll er in die franz\u00f6sische Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) La Hague transportiert werden.Bei der Kalterprobung werden die Atombeh\u00e4lter in die Abklingbecken der Kraftwerke getaucht, ohne dass zun\u00e4chst Brennelemente eingef\u00fcllt werden. Um zu verhindern, dass dabei radioaktive Partikel aus dem Beckenwasser die Beh\u00e4lterwand kontaminieren, wird dem Beh\u00e4lter ein sogenanntes Kontaminationsschutzhemd \u00fcbergezogen. In Philippsburg wurden dabei den Unterlagen zufolge zwei undichte N\u00e4hte anhand aufsteigender Luftblasen festgestellt. Ausserdem wurden aus bisher ungekl\u00e4rter Ursache Teile der Tragevorrichtungen des Beh\u00e4lters mit 5 Becquerel pro Quadratzentimeter (Bq\/cm2) verstrahlt. Der Grenzwert f\u00fcr leicht entfernbare (&#171;abwischbare&#187;) Kontaminationen liegt bei 4 Bq\/cm2.&#187;Trotz zweieinhalbj\u00e4hriger Zwangspause haben die Kraftwerksbetreiber ihre alten Probleme nicht in den Griff bekommen&#187;, sagt Veit B\u00fcrger, Energieexperte bei Greenpeace. &#171;Pannen dieser Art werden immer wieder passieren, solange die Ursachen daf\u00fcr nicht gekl\u00e4rt werden. Auch aus diesem Grund sind Atomtransporte gef\u00e4hrlich und m\u00fcssen gestoppt werden. Wir fordern die Betreiber der Atomanlagen auf, alle Unterlagen, die die Beladung der Atombeh\u00e4lter dokumentieren, offen zu legen.&#187;Aussenkontaminationen von Atombeh\u00e4ltern waren im Fr\u00fchjahr 1998 der Grund f\u00fcr den von der damaligen Umweltministerin Angela Merkel verh\u00e4ngten Stopp der Atomtransporte. Damals waren radioaktive Partikel auf der Aussenhaut der Beh\u00e4lter entdeckt worden. Bis heute ist nicht eindeutig gekl\u00e4rt, wie es zu diesen Kontaminationen kommt. Dass dieses Problem schon seit Jahren bestand, hatten die Betreiber der Atomanlagen bis zuletzt verschwiegen.Noch in diesem Jahr sollen aus den Atomkraftwerken Philippsburg, Stade und Biblis acht Atombeh\u00e4lter mit rund 30 Tonnen hochaktiven Brennelementen nach La Hague (Frankreich) zur Wiederaufarbeitung transportiert werden.<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Betreiber des Atomkraftwerks Philippsburg k\u00f6nnen noch immer nicht garantieren, dass die Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter, in denen sie in n\u00e4chster Zeit Atomm\u00fcll nach Frankreich transportieren wollen, radioaktiv &#8220;sauber&#8221; sind. 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