{"id":7260,"date":"2000-10-08T00:00:00","date_gmt":"2000-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7260\/russische-umweltbewegung-erwacht-zwei-millionen-wehren-sich-gegen-import-von-auslaendischem-atommuell\/"},"modified":"2019-05-30T08:00:50","modified_gmt":"2019-05-30T06:00:50","slug":"russische-umweltbewegung-erwacht-zwei-millionen-wehren-sich-gegen-import-von-auslaendischem-atommuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7260\/russische-umweltbewegung-erwacht-zwei-millionen-wehren-sich-gegen-import-von-auslaendischem-atommuell\/","title":{"rendered":"Russische Umweltbewegung erwacht: Zwei Millionen wehren sich gegen Import von ausl\u00e4ndischem Atomm\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p><b>Russland soll nicht zur Atomm\u00fcllkippe der Welt werden. Gegen entsprechende Pl\u00e4ne wehrten sich heute Greenpeace-Aktivisten und BewohnerInnen der atomar verseuchten Region Chelyabinsk. Mit ihrem Protest vor dem russischen Parlamentsgeb\u00e4ude unterst\u00fctzen die Umweltsch\u00fctzerInnen die erste nationale Initiative, die in Russland je stattgefunden hat. Der demokratische Protest ist breit abgest\u00fctzt: Innert k\u00fcrzester Zeit haben \u00fcber 2 Millionen Menschen eine Initiative unterschrieben, die sich gegen den Import von ausl\u00e4ndischem Atomm\u00fcll wehrt. Nach dem Kursk-Ungl\u00fcck und jahrelangem Leiden unter russischen Atom-Schlampereien hat die Bev\u00f6lkerung genug vom verantwortungslosen Umgang mit Atomm\u00fcll &#8211; der auch aus der Schweiz kommen soll.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Moskau\/Z\u00fcrich. Die UmweltaktivistInnen wehren sich mit ihrer Aktion gegen be\u00e4ngstigende Pl\u00e4ne des Atomenergieministeriums Minatom: Die Beh\u00f6rde will im bereits bestehenden Atomkomplex Mayak\/Chelyabinsk ein riesiges Lager f\u00fcr westlichen Atomabfall erstellen. Schon jetzt ist die Region radioaktiv verseucht &#8211; die Gartenerde, welche die AktivistInnen aus ihren G\u00e4rten nach Moskau brachten, weist eine 30-mal h\u00f6here Strahlung auf als normal. Eine offizielle Studie des russischen Gesundheitsministeriums belegt um Mayak eine erschreckende H\u00e4ufung von Krankheiten: Kaum eine Familie hat nicht mindestens einen Fall von Krebs, Schilddr\u00fcsenerkrankung oder chronischer Strahlenkrankheit zu beklagen. Mit ihren Atomm\u00fcllpl\u00e4nen will Minatom Devisen ins Land holen: Die Lagerung von 20&#8217;000 Tonnen hochradioaktiven Abf\u00e4llen sollen 21 Milliarden US-Dollars einbringen. Minatom liess bereits verlauten, dass die Gewinne dazu dienen sollen, die Kapazit\u00e4t der russischen Atomreaktoren bis ins Jahr 2030 zu verdreifachen. Gegen die wahnsinnigen Minatom-Pl\u00e4ne ergriffen russische Umweltorganisationen gemeinsam das Referendum. Seit dem 26. Juli sammelten Greenpeace Russland, WWF, Social-Ecological Union, Centre for Wildlife Protection, Ecological Guard of Sakhalin, Baikal Wave, Committee for the Rescue of the River Pechora, Ecological Center \u00abDront\u00bb und andere lokale Gruppen \u00fcber zwei Millionen Unterschriften. Damit ein nationales Referendum in dieser Frage zustande kommt, m\u00fcssen bis am 25. Oktober weitere 500&#8217;000 Unterschriften gesammelt werden.Der Plan \u00abAtomm\u00fcll gegen Devisen\u00bb wurde erstmals publik, als Greenpeace am 12. Januar 1999 eine Absichtserkl\u00e4rung zwischen Vertretern der Schweizer Atomindustrie und dem russischen Atomenergieministerium bekannt machte. Darin beabsichtigt die Schweizer AKW-Industrie, s\u00e4mtlichen hochradioaktiven Abfall nach Russland zu bringen, dort wiederaufzuarbeiten oder zu lagern. Allerdings fehlt in Russland die gesetzliche Grundlage f\u00fcr den Import des gef\u00e4hrlichen Strahlenguts. Die Absichtserkl\u00e4rung diente Minatom jedoch als willkommenes Instrument, die notwendigen Schritte zu einer entsprechenden Gesetzes\u00e4nderung voranzutreiben. Minatom hat der Duma einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Sie wird voraussichtlich noch dieses Jahr dar\u00fcber beraten.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Atom-Experte Greenpeace Schweiz 079 \/ 222 82 59<\/p>\n<p>Tobias M\u00fcnchmeyer, Greenpeace-Russland-Experte 0049 30 440 58 960<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland soll nicht zur Atomm\u00fcllkippe der Welt werden. Gegen entsprechende Pl\u00e4ne wehrten sich heute Greenpeace-Aktivisten und BewohnerInnen der atomar verseuchten Region Chelyabinsk. 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