{"id":7262,"date":"2000-10-04T00:00:00","date_gmt":"2000-10-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7262\/patentgesuch-auf-genmanipulierte-embryonen-forscher-zuechten-mischwesen-schwein-mensch\/"},"modified":"2019-05-30T08:00:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:00:53","slug":"patentgesuch-auf-genmanipulierte-embryonen-forscher-zuechten-mischwesen-schwein-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7262\/patentgesuch-auf-genmanipulierte-embryonen-forscher-zuechten-mischwesen-schwein-mensch\/","title":{"rendered":"Patentgesuch auf genmanipulierte Embryonen: Forscher z\u00fcchten Mischwesen Schwein\/Mensch"},"content":{"rendered":"<p><b>Frankenstein-Visionen aus dem Gentech-Labor: Die ausstralische Firma Stem Cell Sciences und die mit Novartis kooperierende Biotransplant (USA) haben eine Chim\u00e4re \u2013 ein Wesen aus Schwein und Mensch \u2013 gez\u00fcchtet. Die Anmeldung f\u00fcr ein entsprechendes Patent liegt zur Zeit beim Europ\u00e4ischen Patentamt in M\u00fcnchen. Aus dem Antrag geht hervor, dass die Firmen Wesen hergestellt haben, die aus menschlichen Embryo- und schweinischen Eizellen bestehen. Die Alptraum-Sch\u00f6pfung wuchs mindestens eine Woche lang im Labor. Das dicke Ende: Das Patent ist zul\u00e4ssig \u2013 sowohl nach der neuen EU-Richtlinie als auch nach dem Entwurf zum neuen Schweizer Patentgesetz, wie er auf dem Tisch des Bundesrates liegt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/M\u00fcnchen. <\/span><span class=\"text\"> Greenpeace-Recherchen beim Europ\u00e4ischen Patentamt in M\u00fcnchen haben es an den Tag gebracht: Die australische Firma Stem Cell Sciences (SCS) und der US-Konzern Biotransplant, der mit Novartis durch einen Kooperationsvertrag verbunden ist, beantragen im Patentantrag WO 99\/21415 Eigentumsrechte an menschlichen Embryonen, die gentechnisch ver\u00e4ndert werden sollen. Dabei werden Zellkerne genmanipuliert und in neue Eizellen eingepflanzt. Auf Seite drei der Patentschrift ist nachzulesen, dass Embryonen jeglicher Art verwendet werden k\u00f6nnten \u2013 von V\u00f6geln, Fischen, Reptilien, S\u00e4ugetieren oder Menschen. Vorzugsweise stamme der Embryo jedoch \u00abvon einem Schwein, einem Rind, einer Maus oder einem Menschen\u00bb. Damit wollen sich die Unternehmen ein m\u00f6glichst breites Patent und hohe Lizenzgeb\u00fchren sichern.Besonders brisant: Das Patent soll auch f\u00fcr Chim\u00e4ren gelten \u2013 Mischwesen aus Mensch und Tier. Aus dem Antrag geht hervor, dass die Firmen sogar bereits Chim\u00e4ren gez\u00fcchtet haben, indem sie Zellkerne von menschlichen F\u00f6ten auf Eizellen von Schweinen \u00fcbertrugen und die daraus entstandenen Embryonen eine Woche lang, bis zum Stadium eines 32-Zellen-Lebewesens, wachsen liessen. In der Patentschrift wurde kein Grund genannt, weshalb die Zwitter hergestellt wurden. Greenpeace-Experte Bruno Heinzer: \u00abIch vermute, die Versuche mit Menschschweinen wurden vor allem deswegen durchgef\u00fchrt, um Einschr\u00e4nkungen bei der Forschung an menschlichen Lebewesen zu umgehen. Denn es ist unklar, ob eine solches Zwitterwesen rechtlich als Mensch oder als Tier gilt.\u00bbMit solchen Patenten degradieren die Gentech-Konzerne Menschen und Tiere zur Versuchs- und Handelsware. Und die Rechnung der modernen Frankensteins k\u00f6nnte sogar aufgehen: Sowohl die neue EU-Richtlinie als auch der Entwurf zum neuen Schweizer Patentgesetz w\u00fcrden eine Erteilung des Patents erlauben. Patente wurden geschaffen, um technische Erfindungen zu sch\u00fctzen und finanziell abzusichern. Lebewesen sind jedoch keine Erfindungen, auch nicht, wenn sie genmanipuliert wurden. Greenpeace fordert, dass der Bundesrat ein entsprechendes Verbot im Patentgesetz-Entwurf verankert. Zudem muss die Gesetzgebung auch international so gefasst werden, dass weder Pflanzen, Tiere noch Menschen patentiert und dadurch zum Handelsgut von Gentech-Multis werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Greenpeace Genschutz-Kampagne: 079\/400 88 31<br \/>    Greenpeace Medienabteilung: 01 \/ 447 41 11<br \/>    Eine Kopie des Patentantrags kann bei Greenpeace bezogen werden (ca. 100 Seiten)<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankenstein-Visionen aus dem Gentech-Labor: Die ausstralische Firma Stem Cell Sciences und die mit Novartis kooperierende Biotransplant (USA) haben eine Chim\u00e4re \u2013 ein Wesen aus Schwein und Mensch \u2013 gez\u00fcchtet. 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