{"id":7268,"date":"2000-10-19T00:00:00","date_gmt":"2000-10-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7268\/zukunft-windkraft-energie-aus-dem-meer-fuer-weniger-kohlendioxid\/"},"modified":"2019-05-30T08:01:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:01:04","slug":"zukunft-windkraft-energie-aus-dem-meer-fuer-weniger-kohlendioxid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7268\/zukunft-windkraft-energie-aus-dem-meer-fuer-weniger-kohlendioxid\/","title":{"rendered":"Zukunft Windkraft: Energie aus dem Meer f\u00fcr weniger Kohlendioxid"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit Windenergie kann Deutschland seine CO2-Emissionen weitaus st\u00e4rker senken als bisher angenommen. Vor allem durch Windanlagen auf See k\u00f6nnten die Bundesrepublik und andere Nordseestaaten einen grossen Beitrag zur Erreichung der europ\u00e4ischen Klimaschutzziele leisten. Das belegt eine Studie, die Greenpeace gemeinsam mit dem Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) heute in Hamburg an Bord der &#171;MV Greenpeace&#187; vorgestellt hat.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Hamburg. Nach der Entwicklung auf dem deutschen<br \/>\nMarkt werden Windkraftanlagen an Land und zur See im Jahr 2005<br \/>\nbereits \u00fcber 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr<br \/>\neinsparen. Derzeit erspart Windenergie in Deutschland bereits 4,8<br \/>\nMillionen Tonnen CO2 j\u00e4hrlich, was den Emissionen von 1,6 Millionen<br \/>\nAutos entspricht. Die Nordseeanrainerstaaten k\u00f6nnten bis 2005<br \/>\ninsgesamt \u00fcber 21 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Wie fr\u00fchere<br \/>\nStudien belegen, reicht das technische Potenzial von<br \/>\nOffshore-Anlagen aus, um \u00fcber die H\u00e4lfte des Stromverbrauchs in<br \/>\nDeutschland abzudecken. F\u00fcr einen umweltvertr\u00e4glichen Ausbau der<br \/>\nOffshore-Windenergie hat Greenpeace ein spezielles Konzept f\u00fcr eine<br \/>\nUmweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung vorgelegt, das die globalen und<br \/>\nregionalen Auswirkungen von Windkraftanlagen ber\u00fccksichtigt.&#187;Die<br \/>\nNordsee ist ein gigantischer Speicher f\u00fcr Windenergie. Die Zukunft<br \/>\nder Energieversorgung liegt bestimmt nicht mehr in Bohrinseln, die<br \/>\ndie Nordsee verschmutzen und deren \u00d6l das Klima aufheizt&#187;, so<br \/>\nGreenpeace-Energieexperte Sven Teske. &#171;Die UN-Klimakonferenz in Den<br \/>\nHaag Mitte November steht vor grossen Schwierigkeiten. Mit dem<br \/>\nAufbau von Offshore-Windanlagen kann Deutschland jetzt schon einen<br \/>\ngewaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten&#187;.Zur Zeit erzeugen rund<br \/>\n8.000 Windkraftanlagen an Land zwei Prozent des deutschen Stroms.<br \/>\nIn f\u00fcnf Jahren, so die DEWI-Studie, wird der Anteil voraussichtlich<br \/>\nbei 5 Prozent liegen. Offshore-Windanlagen gibt es bisher nur vor<br \/>\nder d\u00e4nischen und der nordenglischen K\u00fcste. In Deutschland sind<br \/>\nderzeit sechs Windparks f\u00fcr das Nordseegebiet zwischen Sylt und<br \/>\nBaltrum beantragt, von denen die ersten vermutlich noch in diesem<br \/>\nJahr genehmigt werden.Die Greenpeace-Studie zeigt, dass eine<br \/>\nWindanlage auf See rund 40 Prozent mehr Strom erzeugt als ein<br \/>\nWindrad an Land. Ihre Installation kostet derzeit jedoch noch 60<br \/>\nProzent mehr als die einer Landanlage, vor allem wegen der h\u00f6heren<br \/>\nKosten f\u00fcr Kabelverlegung und Fundament. &#171;Ein k\u00fcstennaher<br \/>\nOffshore-Windpark mit vielen Windturbinen in flachem Wasser ist<br \/>\nbesonders wirtschaftlich. Kleinere Windparks, die weiter weg in<br \/>\ntieferem Gew\u00e4sser stehen, sind deutlich teurer,&#187; erkl\u00e4rt Ingenieur<br \/>\nHolger Soeker vom DEWI. Die Produktion von Offshore-Windanlagen<br \/>\nschafft aber auch Arbeitspl\u00e4tze: Stade, dessen Kernkraftwerk 2003<br \/>\nabgeschaltet werden soll, w\u00e4re ein idealer Standort f\u00fcr die<br \/>\nProduktion und Verschiffung von Offshore-Windr\u00e4dern. Nach<br \/>\nBerechnungen von Greenpeace k\u00f6nnten 500 bis 1.000 Arbeitspl\u00e4tze<br \/>\nentstehen, w\u00e4hrend das Atomkraft Stade derzeit 350 Festangestellte<br \/>\nund rund 100 Mitarbeiter von Fremdfirmen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Windenergie kann Deutschland seine CO2-Emissionen weitaus st\u00e4rker senken als bisher angenommen. 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