{"id":7270,"date":"2000-10-09T00:00:00","date_gmt":"2000-10-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7270\/erfolg-fuer-greenpeace-gentech-firmen-ziehen-patentgesuch-auf-chimaere-zurueck\/"},"modified":"2019-05-30T08:01:07","modified_gmt":"2019-05-30T06:01:07","slug":"erfolg-fuer-greenpeace-gentech-firmen-ziehen-patentgesuch-auf-chimaere-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7270\/erfolg-fuer-greenpeace-gentech-firmen-ziehen-patentgesuch-auf-chimaere-zurueck\/","title":{"rendered":"Erfolg f\u00fcr Greenpeace: Gentech-Firmen ziehen Patentgesuch auf Chim\u00e4re zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><b>Nur wenige Tage, nachdem Greenpeace einen be\u00e4ngstigenden Patentantrag auf ein Mischwesen Mensch\/Schwein publik gemacht hat, haben die beteiligten Gentechnik-Firmen eingelenkt: Als erste Unternehmen der Gentechnik-Branche erkl\u00e4rten die australische Firma Stem Cell Sciences und die US-Firma Biotransplant, dass sie weltweit s\u00e4mtliche Patentanspr\u00fcche zur\u00fcckziehen werden, die menschliche Embryonen umfassen. Um solche Patente jedoch grunds\u00e4tzlich zu verhindern, muss nun dringend die Gesetzgebung entsprechend angepasst werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg\/Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> In gewundener Sprache k\u00fcndigten die australische Firma Stem Cell Sciences und BioTransplant (USA) an, dass sie ihre gesamten Patentantr\u00e4ge neu formulieren werden: K\u00fcnftig wollen sie keine Methoden mehr patentieren lassen, die die Fortpflanzung des Menschen oder seine genetische Manipulation ber\u00fchren. Die Firmen weisen ausdr\u00fccklich darauf hin, dass sie Patente auf menschliche Embryonen ablehnen und die Position von Greenpeace in dieser Hinsicht unterst\u00fctzen. Die Unternehmen hatten Patentrechte auf Embryonen von Menschen und Tieren sowie Patente auf Mischwesen aus Mensch und Schwein beantragt.\u00abZum ersten Mal gestehen Firmen ein, dass ihre Anspr\u00fcche zu weit gehen und gegen ethische Vorstellungen versto\u00dfen\u00bb, sagt Bruno Heinzer, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. \u00abJetzt m\u00fcssen andere Gentech-Firmen nachziehen und \u00e4hnlich verantwortungslose Anspr\u00fcche ebenfalls aufgeben.\u00bbDie \u00fcberraschende Wende im Patent-Streit ist ein wichtiges Signal f\u00fcr eine neue Patentpolitik: Die europ\u00e4ische Patentrichtlinie &#8211; der auch das schweizerische Patentgesetz angeglichen werden soll &#8211; verbietet nicht in jedem Fall Patente auf menschliche Embryonen. Bereits hat das Patentamt in M\u00fcnchen entsprechende Patente erteilt, wie etwa im Fall des Klon-Schafs Dolly, dessen Patent ebenfalls das Klonen von Menschen beinhaltet. Greenpeace h\u00e4lt die bisherige Gesetzesvorlage f\u00fcr vollkommen ungen\u00fcgend. \u00abNach dem R\u00fcckzug der Gentech-Firmen sind die Regierungen der Schweiz und der EU erst recht gefordert, die gef\u00e4hrlichen L\u00fccken im Patent-Gesetz zu schlie\u00dfen\u00bb, urteilt Heinzer. Zwar sind in der Patentrichtlinie einige Verbote verankert, doch sie werden von so vielen Ausnahmen und Einschr\u00e4nkungen durchl\u00f6chert, dass sie nicht mal das Papier wert ist, auf dem sie geschrieben ist. Greenpeace lehnt Patente auf s\u00e4mtliche Lebensformen ab, nicht nur auf menschliche Embryonen, sondern auch auf Tiere, Pflanzen und ihre Gene.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 01 \/ 400 88 31<br \/>    Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur wenige Tage, nachdem Greenpeace einen be\u00e4ngstigenden Patentantrag auf ein Mischwesen Mensch\/Schwein publik gemacht hat, haben die beteiligten Gentechnik-Firmen eingelenkt: Als erste Unternehmen der Gentechnik-Branche erkl\u00e4rten die australische Firma Stem&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7270","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7270"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7270\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7270"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7270"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}