{"id":7274,"date":"2000-10-11T00:00:00","date_gmt":"2000-10-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7274\/greenpeace-aktionen-an-drei-atomkraftwerken-stoppt-die-neuen-atomtransporte\/"},"modified":"2019-05-30T08:01:15","modified_gmt":"2019-05-30T06:01:15","slug":"greenpeace-aktionen-an-drei-atomkraftwerken-stoppt-die-neuen-atomtransporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7274\/greenpeace-aktionen-an-drei-atomkraftwerken-stoppt-die-neuen-atomtransporte\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Aktionen an drei Atomkraftwerken: Stoppt die neuen Atomtransporte!"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit zeitgleichen Aktionen an drei Atomkraftwerken hat Greenpeace heute in den fr\u00fchen Morgenstunden seinen Protest gegen die unmittelbar bevorstehende Wiederaufnahme von Atomm\u00fclltransporten in Deutschland gestartet. Insgesamt 100 Aktivisten gelangten in der Nacht in Stade, Biblis und Philippsburg trotz zum Teil massiver Polizeipr\u00e4senz zum Eisenbahnanschluss der Atomkraftwerke. Die Zufahrtstore wurden mit einem \u00fcbergrossen, metallenen X-Symbol verschweisst, einige Umweltsch\u00fctzer ketteten sich an die Torgitter. Die aus zw\u00f6lf L\u00e4ndern stammenden Aktivisten entrollten Transparente mit der Aufschrift &#171;Macht endlich Schluss mit den Atomtransporten&#187; sowie der Forderung &#171;Stopp aller Atomtransporte&#187;.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Hamburg. Erstmals seit dem durch den Castor-Strahlenskandal ausgel\u00f6sten Transportstopp 1998 sollen jetzt wieder Atomtransporte aus deutschen Kernkraftwerken in die Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) von La Hague rollen. Die Betreiber der AKW Stade, Biblis und Philippsburg wollen in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren rund 340 Tonnen Atomm\u00fcll zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich und England transportieren.&#187;Aus diesen drei Atomkraftwerken sollen noch in diesem Jahr die ersten Atombeh\u00e4lter Richtung Frankreich rollen&#187;, sagt Veit B\u00fcrger in Stade, Energieexperte bei Greenpeace. &#171;Die Castorlawine rollt wieder auf uns zu, und jetzt ist der Moment, um dagegen zu protestieren. Der rot-gr\u00fcne Atomausstieg ist h\u00f6chstens geeignet, um die Menschen zu beschwichtigen, de facto ver\u00e4ndert er \u00fcberhaupt nichts.&#187; B\u00fcrger fordert: &#171;Kein Gramm Atomm\u00fcll darf mehr in die umweltverseuchende Wiederaufarbeitung gebracht werden.&#187;Bei der Wiederaufarbeitung werden hochgiftiges Plutonium und Uran aus abgebrannten Brennelementen chemisch abgetrennt. Die franz\u00f6sische Cogema, Betreiberin der WAA La Hague, entsorgt einen Teil des dabei anfallenden, leicht radioaktiven M\u00fclls einfach im Meer: Jeden Tag werden rund 1,4 Millionen Liter radioaktive Abw\u00e4sser in den \u00c4rmelkanal gepumpt. Wissenschaftler der Universit\u00e4t Besancon wiesen 1997 nach, dass Kinder und Jugendliche, die im Umkreis von 10 Kilometern um die Anlage leben, im Vergleich zum Landesdurchschnitt dreimal h\u00e4ufiger an Leuk\u00e4mie erkranken.Mit dem Atomkonsens hatten sich Bundesregierung und Atomindustrie darauf verst\u00e4ndigt, die Transporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen erst am 30. 6. 2005 zu verbieten. Bis dahin sollen rund 500 Transporte 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atomm\u00fcll nach La Hague und ins englische Sellafield bringen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister Greenpeace Atomkampagne 01 447 41 24<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit zeitgleichen Aktionen an drei Atomkraftwerken hat Greenpeace heute in den fr\u00fchen Morgenstunden seinen Protest gegen die unmittelbar bevorstehende Wiederaufnahme von Atomm\u00fclltransporten in Deutschland gestartet. 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