{"id":7284,"date":"2000-08-27T00:00:00","date_gmt":"2000-08-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7284\/greenpeace-aktivisten-zurueck-von-oel-arbeiten\/"},"modified":"2019-05-30T08:01:32","modified_gmt":"2019-05-30T06:01:32","slug":"greenpeace-aktivisten-zurueck-von-oel-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7284\/greenpeace-aktivisten-zurueck-von-oel-arbeiten\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Aktivisten zur\u00fcck von \u00d6l-Arbeiten"},"content":{"rendered":"<p><b>Vier Wochen schippten sie in Sibirien \u00d6l, das aus defekten Pipelines ausgelaufen war, jetzt sind sie wieder in Deutschland: Drei Greenpeace-Aktivisten berichten heute auf einer Pressekonferenz in der Hansestadt \u00fcber ihren Einsatz gegen die \u00d6lverschmutzung in Russland<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg.\u00a0<\/span><span class=\"text\"> Die Umweltsch\u00fctzer waren Teil eines 30-k\u00f6pfigen, internationalen Greenpeace-Teams, das Anfang August ein Zeltlager mitten im Samotlor-\u00d6lfeld nahe der russischen \u00d6larbeiterstadt Nizhnevartovsk errichtet hatte. Mit dieser ersten Greenpeace-Aktion im fernen Sibirien wollten sie auf die \u00d6lverseuchung in den russischen F\u00f6rdergebieten aufmerksam machen, aus denen 30 Prozent der deutschen \u00d6limporte stammen.50 Tonnen \u00d6l schaufelten die Greenpeacer in f\u00fcnf grosse Spezial-Tanks, die sie am Camp errichtet hatten. &#171;Es stank den ganzen Tag nach Roh\u00f6l, ein beissender Geruch zwischen Tankstelle und verbranntem Autoreifen. L\u00e4nger als sechs Stunden pro Tag haben wir gar nicht schippen k\u00f6nnen. Da kriegt man wahnsinnig Kopfschmerzen&#187;, beschreibt der 25-j\u00e4hrige Karsten Kriebitzsch aus Leipzig die m\u00fchsame Arbeit des Teams.Den Leipziger ber\u00fchrt der Anblick der \u00d6l-Seen ganz besonders: In Leuna, nur eine Stunde von seiner Heimatstadt, endet die &#171;Drushba&#187;-Pipeline, die \u00d6l aus den russischen \u00d6lfeldern nach Deutschland transportiert. &#171;Der Multi TotalFinaElf schert sich kein St\u00fcck um die katastrophalen Zust\u00e4nde am anderen Ende der Pipeline&#187;, sagt Kriebitzsch. &#171;Auf Luftaufnahmen wirkt das dort wie eine Mondlandschaft in \u00d6l. Wenn es hier in Deutschland auch nur auf der Fl\u00e4che eines Fussballfeldes so aussehen w\u00fcrde wie dort in jedem \u00d6lf\u00f6rdergebiet, w\u00e4re hier Katastrophenalarm und zwar zu Recht!&#187; stellt Andreas Jade (25), ebenfalls Greenpeace-Aktivist aus Leipzig, fest. &#171;Was wir da gemacht haben, das sollten sich eigentlich die russischen Firmen und ihre westlichen Abnehmer auf den Zettel nehmen vor allem TotalFinaElf.&#187;Aktivistin Eva Strothotte (27) aus Kiel: &#171;An einem Abend besuchte uns ein Rentner aus Nizhnevartovsk in zerrissener Kleidung mit fehlenden Z\u00e4hnen. Er dankte uns daf\u00fcr, dass wir dort angefangen haben, die Natur vom \u00d6l zu befreien. Er sagte, er sei ein grosser Naturfreund und habe nie die M\u00f6glichkeit gehabt, etwas gegen die grossen \u00d6lfirmen zu unternehmen. Am n\u00e4chsten Morgen hatte er uns einen Strauss teurer importierter Blumen und eine riesige T\u00fcte Himbeeren vor das Zelt gestellt. So motiviert wie an diesem Tag sind wir noch nie ans Schippen gegangen.&#187;Greenpeace verschickt heute Probefl\u00e4schchen mit russischem Roh\u00f6l an Bundeskanzler Schr\u00f6der, Aussenminister Joschka Fischer, Umweltminister J\u00fcrgen Trittin und andere deutsche Politiker. Christian Bussau, \u00d6l-Experte bei Greenpeace: &#171;Wir fordern die Politiker auf, in bilateralen Gespr\u00e4chen mit Russland die politischen Rahmenbedingungen f\u00fcr akzeptable Umweltstandards bei F\u00f6rderung und Transport des \u00d6ls zu schaffen.&#187;<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Wochen schippten sie in Sibirien \u00d6l, das aus defekten Pipelines ausgelaufen war, jetzt sind sie wieder in Deutschland: Drei Greenpeace-Aktivisten berichten heute auf einer Pressekonferenz in der Hansestadt \u00fcber&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7284"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7284\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7284"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7284"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}