{"id":7308,"date":"2000-04-11T00:00:00","date_gmt":"2000-04-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7308\/sellafield-beznau-neue-enthuellungen-hsk-wusste-von-nichts\/"},"modified":"2019-05-30T08:02:12","modified_gmt":"2019-05-30T06:02:12","slug":"sellafield-beznau-neue-enthuellungen-hsk-wusste-von-nichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7308\/sellafield-beznau-neue-enthuellungen-hsk-wusste-von-nichts\/","title":{"rendered":"Sellafield &#8211; Beznau: Neue Enth\u00fcllungen, HSK wusste von nichts"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach einer Inspektionstour in Sellafield im Herbst 1999 sprach die Schweizer Aufsichtsbeh\u00f6rde HSK beruhigend von einigen \u00fcberschaubaren F\u00e4llen der Qualit\u00e4tsverletzung bei der Herstellung von Brennelementen. Wie jetzt aus einem Bericht des deutschen T\u00dcV bekannt wird, sind bereits 1997 mangelhafte plutoniumhaltige MOX-Brennelemente, die die Spezifikationen nicht erf\u00fcllten, an Beznau geliefert worden. Greenpeace fordert eine Untersuchung durch die Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) und vollst\u00e4ndige Transparenz in dieser Sache.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die neusten Hiobsbotschaften entstammen einem Bericht der deutschen Aufsichtsbeh\u00f6rde T\u00dcV Nord zuhanden des Nieders\u00e4chsischen Umweltministeriums. Im Bericht werden Protokollausz\u00fcge der Qualit\u00e4tspr\u00fcfer zitiert: \u00abEin weiteres Audit des Qualit\u00e4tsmanagementsystems bei BNFL\/MDF [Britisch Nuclear Fuel Ltd.\/MOX Demonstration Facility] durch die Firma ANF GmbH [Advanced Nuclear Fuels, GmbH] erfolgte am 8. und 9.12.1997, nachdem bei einer Lieferung von MOX-Brennelementen f\u00fcr das Schweizer Kernkraftwerk Beznau Fehler in den Zertifikaten festgestellt worden waren. Es war von BNFL\/MDF nicht erkannt worden, dass Werte f\u00fcr den Stickstoffgehalt und die Anreicherung ausserhalb der Spezifikation lagen.\u00bb In den bisher ver\u00f6ffentlichten Stellungnahmen der HSK und der Beznau-Betreiberin NOK fehlt bis heute jeglicher Hinweis auf diesen Vorfall. Offenbar unterschlug die British Nuclear Fuels Ltd. (BNFL) Informationen an die Schweizer Delegation. Es ist in hohem Masse beunruhigend, wenn Brennstoff f\u00fcr Atomkraftwerke ausgeliefert wird, der die n\u00f6tigen Qualit\u00e4tsanforderungen nicht erf\u00fcllt. Die Nicht-Informationspolitik erinnert in drastischem Masse an den Atomtransportskandal um die verseuchten Beh\u00e4lter. Auch damals versagte sowohl die Kontrolle wie die Informationspolitik. Aus dem vorliegenden Bericht ist nicht ersichtlich, wer den Fehler entdeckt hatte und zu welchem Zeitpunkt der Fehler entdeckt wurde, wann die Brennelemente gefertigt wurden und wann die Lieferung der fraglichen Brennelemente an die NOK erfolgte. Ferner ist nicht ersichtlich, ob diese Brennelemente in einem der beiden Reaktoren eingesetzt wurden oder andere Massnahmen (z.B. R\u00fccklieferung, Nachpr\u00fcfung) erfolgten und welche Resultate diese zeitigten.Greenpeace fordert die vollst\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung \u00fcber diesen Vorfall, ein Importverbot von MOX-Brennelementen aus England und angemessene Massnahmen zur Verbesserung der Kontrollt\u00e4tigkeit der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 079 222 82 59<br \/> Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11 <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer Inspektionstour in Sellafield im Herbst 1999 sprach die Schweizer Aufsichtsbeh\u00f6rde HSK beruhigend von einigen \u00fcberschaubaren F\u00e4llen der Qualit\u00e4tsverletzung bei der Herstellung von Brennelementen. 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