{"id":7314,"date":"2000-05-29T00:00:00","date_gmt":"2000-05-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7314\/verseuchung-der-schweizer-agrarprodukte-droht-bundesrat-will-schleuse-fuer-gentech-saat-oeffnen\/"},"modified":"2019-05-30T08:02:21","modified_gmt":"2019-05-30T06:02:21","slug":"verseuchung-der-schweizer-agrarprodukte-droht-bundesrat-will-schleuse-fuer-gentech-saat-oeffnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7314\/verseuchung-der-schweizer-agrarprodukte-droht-bundesrat-will-schleuse-fuer-gentech-saat-oeffnen\/","title":{"rendered":"Verseuchung der Schweizer Agrarprodukte droht: Bundesrat will Schleuse f\u00fcr Gentech-Saat \u00f6ffnen"},"content":{"rendered":"<p><b>Morgen wird der Bundesrat voraussichtlich die neue Saatgut-Verordnung in Kraft setzen. Dabei ist eine Toleranz von 0,5 Prozent f\u00fcr gentechnisch ver\u00e4ndertes Saatgut vorgesehen. Das h\u00e4tte verheerende Folgen: Im schlimmsten Fall w\u00fcrden Millionen genmanipulierter Pflanzen auf Schweizer Feldern freigesetzt &#8211; darunter auch Pflanzen mit eingebauter Antibiotika-Resistenz. Setzt der Bundesrat diese Verordnung in Kraft, torpediert er die geltenden, restriktiven Freisetzungsbestimmungen, wie sie letztes Jahr im Rahmen der Genlex beschlossen worden sind. Zudem erweist er der Schweizer Bev\u00f6lkerung einen B\u00e4rendienst: KonsumentInnen verlieren die Sicherheit, bei inl\u00e4ndischen Produkten garantiert gentech freie Ware einzukaufen und die Schweizer Landwirtschaft ihren Wettbewerbsvorteil. Greenpeace fordert den Bundesrat deshalb auf, an der geltenden, strikten Null-Toleranz festzuhalten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Die neue Saatgutverordnung, wie sie per 1. Juni in Kraft treten soll, \u00f6ffnet mit einem Toleranzwert von 0,5 Prozent und mit der Abst\u00fctzung auf schwammige Definitionen wie \u00abgleichwertige ausl\u00e4ndische Verfahren\u00bb die Schleuse f\u00fcr eine Gentech-Verseuchung der Schweizer Agrarprodukte. Es entbehrt jeder Logik, im kommerziellen Anbau zu erlauben, was sogar im Versuch verboten ist (in Oftringen und Changins wurden entsprechende Freisetzungsversuche letztes Jahr verboten). Auch Pflanzen mit eingebauter Antibiotikaresistenz d\u00fcrften anges\u00e4t werden. Sogar wenn vor dem Verkauf genmanipulierte Organismen entdeckt werden, d\u00fcrfte das Saatgut ges\u00e4t werden. Saatgut steht ganz am Anfang der Produktionskette &#8211; wird dort bereits eine Gentech-Toleranz zugelassen, ist es in K\u00fcrze vorbei mit der Erhaltung einer gentechfreien Umwelt und Landwirtschaft. Beim Anbau von Pflanzen darf nicht mit Toleranzwerten operiert werden &#8211; lebendige Organismen pflanzen sich fort und halten sich weder an Felder- noch an Prozentgrenzen. Die Gefahr, dass sich angrenzende, gentechfreie Felder in Gentech-Felder verwandeln ist gross, wie Erfahrungen im Ausland zeigen. Bereits gibt es beispielsweise in Kanada Prozesse wegen unerw\u00fcnschtem Gen-Transfer. Absichtserkl\u00e4rungen von Handel und Industrie, Saatgut nach M\u00f6glichkeit gentech-frei zu halten, reichen da nicht. Der Saatguthandel ist seiner Bedeutung entsprechend seit jeher streng reguliert und kontrolliert. Jede Charge ist r\u00fcckverfolgbar bis zum Feld. Daher w\u00e4ren gerade beim Saatgut Gentechverseuchungen sehr leicht zu eruieren und zu vermeiden. Statt die Bestimmungen zu verw\u00e4ssern, g\u00e4be es eine einfache, aber wirkungsvolle L\u00f6sung: Jede Charge Saatgut muss auf das Vorhandensein genmanipulierter Organismen gepr\u00fcft werden und darf bei positivem Befund nicht an Bauern verkauft und ausgebracht werden. Nur so l\u00e4sst sich die Schweizer Landwirtschaft langfristig gentech-frei erhalten, wie dies von Biobauern, Umweltverb\u00e4nden, KonsumentInnen, BUWAL gefordert wird, und j\u00fcngst in Form eines Anbau-Moratoriums sogar vom Bauernverband verlangt worden ist. Greenpeace fordert den Bundesrat auf, die \u00f6kologische und \u00f6konomische Chance einer gentechfreien Landwirtschaft zu bewahren und die geltende Saatgut- und Freisetzungsverordnungen nicht zugunsten wirtschaftlicher Interessen zu durchl\u00f6chern. <\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne 01\/447 41 41 oder 079\/400 88 31<br \/>    Medienabteilung Greenpeace Schweiz 01 447 41 11 <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgen wird der Bundesrat voraussichtlich die neue Saatgut-Verordnung in Kraft setzen. Dabei ist eine Toleranz von 0,5 Prozent f\u00fcr gentechnisch ver\u00e4ndertes Saatgut vorgesehen. Das h\u00e4tte verheerende Folgen: Im schlimmsten Fall&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7314\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7314"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7314"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}