{"id":7340,"date":"2000-02-07T00:00:00","date_gmt":"2000-02-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7340\/atomare-abfaelle-nach-russland-exportgelueste-der-schweizer-atomindustrie-jaeh-beendet\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:04","slug":"atomare-abfaelle-nach-russland-exportgelueste-der-schweizer-atomindustrie-jaeh-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7340\/atomare-abfaelle-nach-russland-exportgelueste-der-schweizer-atomindustrie-jaeh-beendet\/","title":{"rendered":"Atomare Abf\u00e4lle nach Russland: Exportgel\u00fcste der Schweizer Atomindustrie j\u00e4h beendet"},"content":{"rendered":"<p><b>Russland stellt die Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen aus Atomkraftwerken ein. Damit ist der Deal, den die Schweizer AKW-Betreiber mit Russland eingehen wollten, geplatzt. Gem\u00e4ss einem geheimen Absichtsprotokoll, das Greenpeace vor einem Jahr ver\u00f6ffentlichte, wollte die hiesige AKW-Industrie ihren Atomm\u00fcll in Russland wiederaufarbeiten und endlagern. Greenpeace fordert, dass eine Entsorgungsl\u00f6sung f\u00fcr radioaktive Abf\u00e4lle, welche dem Verursacherprinzip gerecht wird, im Inland gesucht wird.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Gem\u00e4ss einem geheimen Absichtsprotokoll plante die Schweizer Atomindustrie noch im letzten Jahr, ihre abgebrannten Brennelemente in Russland wiederaufarbeiten zu lassen und hochaktive Abf\u00e4lle dort endzulagern. Die AKW-Betreiber vertreten noch heute die Meinung, dass f\u00fcr sie in Sachen Endlager f\u00fcr hochaktive Abf\u00e4lle nur eine internationale L\u00f6sung in Frage komme. Nun ist der verantwortungslose Deal geplatzt: Russland steigt aus der Wiederaufarbeitung aus. Im Gegenzug zahlen die USA 100 Millionen Dollars f\u00fcr den sicherheitstechnischen Ausbau der Atomm\u00fcll-Lager. Grund f\u00fcr den US-amerikanischen Druck: Bei der Wiederaufarbeitung wird Plutonium herausgetrennt \u2013 einer der todbringendsten Stoffe, den die Menschheit je erfunden hat. Mittlerweile h\u00e4ufen sich in Russland 30 Tonnen Plutonium aus zivilen Reaktoren, das ist Material f\u00fcr 3000 Atombomben. Die USA bef\u00fcrchten, dass Drittstaaten in den Besitz des atomwaffentauglichen Ma-terials gelangen k\u00f6nnten. Auch der geplanten Russland-Deal der Schweizer AKW-Betreiber stiess in den USA \u00fcbrigens auf Unverst\u00e4ndnis, wie die amerikanische Botschafterin Madeleine M. Kunin in einem Schreiben an Greenpeace im M\u00e4rz des vergangenen Jahres bekanntgab. Greenpeace fordert die Schweizer Atomindustrie auf, ihre Verantwortung im Entsorgungsbereich ernst zu nehmen, ohne weiterhin mit verantwortungslosen Billigl\u00f6sungen im Ausland zu lieb\u00e4ugeln. Greenpeace teilt die Meinung der Expertengruppe Entsorgungskonzepte f\u00fcr radioaktive Abf\u00e4lle (EKRA), dass eine Inlandl\u00f6sung weiter seri\u00f6s abgekl\u00e4rt werden soll und dabei das Prinzip der Sicherheit \u2013 und nicht der Wirtschaftlichkeit \u2013 oberste Priorit\u00e4t haben muss. Das Abkommen zwischen den USA und Russland ist ein un\u00fcbersehbares Signal, die zivile Wiederaufarbeitung, die auch durch die Vertr\u00e4ge der Schweiz mit den franz\u00f6sischen und englischen Firmen gest\u00fctzt wird, endlich einzustellen. In den kommerziellen Wiederaufarbeitungsanlagen in England und Frankreich, wo die Schweiz seit Jahren ihren Atomm\u00fcll aufarbeiten l\u00e4sst, werden gigantische Plutoniumberge angeh\u00e4uft. Im britischen Sellafield werden 55-60 Tonnen Plutonium gelagert, im franz\u00f6sischen La-Hague beinahe 100 Tonnen. Mit einem Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung w\u00e4re die Welt um eine Bedrohung \u00e4rmer.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Weitere Informationen: <br \/>Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 079 \/ 222 82 59 <br \/>Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland stellt die Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen aus Atomkraftwerken ein. Damit ist der Deal, den die Schweizer AKW-Betreiber mit Russland eingehen wollten, geplatzt. 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