{"id":7352,"date":"2000-02-21T00:00:00","date_gmt":"2000-02-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7352\/schoenwetterszenarien-ohne-atom-risiko-und-strommarktliberalisierung\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:24","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:24","slug":"schoenwetterszenarien-ohne-atom-risiko-und-strommarktliberalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7352\/schoenwetterszenarien-ohne-atom-risiko-und-strommarktliberalisierung\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6nwetterszenarien ohne Atom-Risiko und Strommarktliberalisierung"},"content":{"rendered":"<p><b>Der VSE hat heute die Studie \u00abVolkswirtschaftliche Auswirkungen eines Ausstiegs der Schweiz aus der Kernenergie\u00bb vorgestellt. Die Schlussfolgerungen der Studie, wonach ein Ausstieg aus der Atomenergie Kosten von 40 Milliarden Franken verursachen w\u00fcrde ist aus mehreren Gr\u00fcnden zweifelhaft:<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> 1.Die Autoren vertreten einen sehr einseitigen Risikobegriff: W\u00e4hrend die zuk\u00fcnftigen Risiken f\u00fcr einen steigenden Gaspreis mit rund einem Drittel der gesamten Ausstiegskosten zu Buche schlagen,werden die wirtschaftlichen Risiken des AKW-Betriebs und der langfristigen Lagerung des Atomm\u00fclls \u00fcberhaupt nicht einbezogen. Dabei ist heute in keiner Weise sichergestellt, dass die R\u00fcckstellungen f\u00fcr die langfristig sichere und kontrollierbare Lagerung von Atomm\u00fcll gen\u00fcgen. So sind beispielsweise die neusten Vorschl\u00e4ge der Kommission Wildi zur Lagerung von Atomm\u00fcll noch nicht geldm\u00e4ssig beziffert worden. Damit werden die Resultate systematisch zugunsten der Atomenergie verf\u00e4lscht.2.Die Auswirkungen der Strommarkt-Liberalisierung auf den Wert der schweizerischen AKW werden in fast karikierender Weise als allein positiv dargestellt. Dabei ist es eine Tatsache, dass durch den liberalisierten Markt die Produktionsanlagen, insbesondere die AKW eine erhebliche Wertminderung bis hin zum totalen Wertverlust erfahren. So haben in j\u00fcngster Zeit Eigentumsanteile des AKW Leibstadt mit Negativpreisen die Hand gewechselt, daraus l\u00e4sst sich ein \u00abMarktwert\u00bb f\u00fcr dieses AKW von minus 2 Milliarden Franken errechnen. Sogar die am billigsten produzierenden schweizerischen AKW, G\u00f6sgen und Beznau liegen mit ihren Gestehungskosten \u00fcber den aktuellen Vertragstarifen f\u00fcr Grosskunden auf dem freien Markt (Bund, 21.2.00)3.Die Autoren gehen im Refernzszenario in unhaltbarer Weise von einer durchschnittlichen Betriebsdauer der AKW von \u00fcber 50 Jahren aus. Dabei hat bis heute weltweit kaum ein AKW die Altersgrenze von 40 Jahren \u00fcberschritten. Diese Annahme nimmt grosse St\u00f6rfallrisiken in Kauf und vernachl\u00e4ssigt die Notwendigkeit von teuren Nachr\u00fcstungen gegen Ende Lebenszeit.Zur wissenschaftlichen Lauterkeit einer solchen \u00f6konomischen Studie h\u00e4tte es schliesslich geh\u00f6rt, wenn sich die Autoren mit den bisherigen Arbeiten zu dieser Frage vertraut gemacht h\u00e4tten. Die vor vier Jahren durch die Umwelt- und Anti-AKW-Organisationen vorgestellte Studie \u00abAusstieg aus der Atomenergie innert zehn Jahren\u00bb ist jedoch schlicht ignoriert worden. Das zeugt von einem schlechten Stil sowohl der wissenschaftlichen als auch der politischen Diskussion.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Ueli M\u00fcller, Atomkampagne Greenpeace Schweiz 01 447 41 23<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der VSE hat heute die Studie \u00abVolkswirtschaftliche Auswirkungen eines Ausstiegs der Schweiz aus der Kernenergie\u00bb vorgestellt. 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