{"id":7358,"date":"2000-01-22T00:00:00","date_gmt":"2000-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7358\/greenpeace-aktion-gegen-entladung-von-gen-soja-in-daenischem-hafen\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:35","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:35","slug":"greenpeace-aktion-gegen-entladung-von-gen-soja-in-daenischem-hafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7358\/greenpeace-aktion-gegen-entladung-von-gen-soja-in-daenischem-hafen\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Aktion gegen Entladung von Gen-Soja in d\u00e4nischem Hafen"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit heute Morgen protestieren 40 Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, D\u00e4nemark, Finnland, Norwegen und Schweden im d\u00e4nischen Hafen Aarhus gegen den unregulierten Import von genmanipulierten Futtermitteln aus Amerika nach Europa. Einige Umweltsch\u00fctzer kletterten auf zwei Hafenkr\u00e4ne und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift ?Stop GMO foder? (deutsch: Stoppt genmanipulierte Futtermittel), um die Entladung des mit 45.000 Tonnen Gen-Soja beladenen Frachters &#171;Legionario&#187; zu verhindern. Sie weisen damit auf kritische Punkte der laufenden Biosafety-Verhandlungen in Montreal\/Kanada hin.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Aarhus\/Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Nicht nur in Deutschland, sondern auch in D\u00e4nemark haben die Superm\u00e4rkte dem Druck der Verbraucher nachgegeben und Gentechnik aus den Regalen verbannt. Doch die genmanipulierte Soja wird in erster Linie als Futtermittel f\u00fcr die Schweinemast verwendet. Deutschland importiert j\u00e4hrlich \u00fcber eine Million gem\u00e4steter Schweine aus D\u00e4nemark. ?So landet die Gentechnik \u00fcber das Fleisch wieder auf unseren Tellern?, sagt Greenpeace Gentechnik-Experte Dr. Christoph Then vor Ort in Aarhus. Greenpeace fordert die Teilnehmerstaaten der Biosafety-Konferenz auf, den Handel und die Freisetzung von gentechnisch ver\u00e4nderten Organismen (GMOs) international verbindlich und umfassend zu regeln. ?Es kann nicht angehen, dass der Handel mit Sament\u00fcten \u00fcberwacht wird, wenn sie Landesgrenzen \u00fcberschreiten, ein Frachter mit Tausenden Tonnen Gen-Soja aber nicht?, so Christoph Then. Nach dem Willen der grossen amerikanischen Agrarexportl\u00e4nder, allen voran den USA, soll jedoch nur der grenz\u00fcberschreitende Handel mit lebenden Organismen einschliesslich Saatgut, nicht aber Gesch\u00e4fte mit Futter- und Lebensmitteln im Biosafety-Abkommen geregelt werden. Sojabohnen, die als Futter- oder Lebensmittel eingef\u00fchrt werden, k\u00f6nnen absichtlich oder unbeabsichtigt in den Boden geraten, heranwachsen und ihr manipuliertes Erbgut verbreiten. Die biologische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen ist durch die gentechnische Verschmutzung sich ausbreitender Gentechnikpflanzen bedroht. ?Freihandel hin oder her, jeder Staat muss das Recht haben, den Import von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen zum Schutz der Umwelt und Gesundheit zu verbieten.? Dar\u00fcber hinaus fordert Greenpeace, eine internationale Kennzeichnungspflicht f\u00fcr alle GMOs und aller daraus hergestellten Produkte im Biosafety-Abkommen zu verankern. Im Gegensatz zu Lebensmitteln m\u00fcssen Futtermittel bisher nicht gekennzeichnet werden. J\u00e4hrlich werden ca. 14 Millionen Tonnen Soja aus Amerika in die EU importiert. In den USA sind 55 Prozent der Sojaanbaufl\u00e4che genmanipuliert, in Argentinien sogar 80 Prozent. Das Biosafety-Protokoll ist Teil der ?Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt? von 1992. Bereits 1999 in Cartagena\/Kolumbien sollte ein verbindliches Biosafety-Protokoll verabschiedet werden. Doch eine Allianz der grossen amerikanischen Agrarexportl\u00e4nder unter der F\u00fchrung der USA brachte die Verhandlungen zum Scheitern. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit heute Morgen protestieren 40 Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, D\u00e4nemark, Finnland, Norwegen und Schweden im d\u00e4nischen Hafen Aarhus gegen den unregulierten Import von genmanipulierten Futtermitteln aus Amerika nach Europa. 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