{"id":7360,"date":"2000-01-03T00:00:00","date_gmt":"2000-01-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7360\/atom-urteile-justitia-traegt-scheuklappen\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:39","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:39","slug":"atom-urteile-justitia-traegt-scheuklappen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7360\/atom-urteile-justitia-traegt-scheuklappen\/","title":{"rendered":"Atom-Urteile: Justitia tr\u00e4gt Scheuklappen"},"content":{"rendered":"<p><b>Alle 38 verurteilten Greenpeace-AktivistInnen erheben Einsprache gegen die drakonischen Strafen, die das Bezirksamt Zurzach Mitte Dezember gegen sie verh\u00e4ngt hat. Grund der Verurteilung: Protestaktionen gegen Atomtransporte bei Beznau, Leibstadt und G\u00f6sgen. Die Transporte f\u00fchrten Atomm\u00fcll in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague (F), wo die Umwelt grossr\u00e4umig radioaktiv verseucht wird.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> 38 AktivistInnen der Umweltorganisation Greenpeace waren vom Bezirksamt Zurzach Mitte Dezember zu hohen Bussen &#8211; und in einem Fall zu zehn Tagen Gef\u00e4ngnis &#8211; verurteilt worden. Grund: Teilnahme an Protestaktionen gegen die umstrittenen Atomtransporte von hochradioaktivem Material nach Frankreich (10.-19. M\u00e4rz 97 Beznau, 17. November G\u00f6sgen, 29. M\u00e4rz 98 Leibstadt). Zumindest im Fall von G\u00f6sgen handelte es sich um einen verseuchten Transport. Alle 38 Verurteilten erheben nun Einsprache gegen das Urteil des Aargauer Gerichts. Das Urteil verh\u00f6hnt jegliches Rechtsempfinden. Es ist ein Armutszeugnis f\u00fcr die Justiz, wenn AktivistInnen bestraft werden, weil sie gegen ein Umweltverbrechen protestieren. Bei der Verarbeitung des Schweizer Atomm\u00fclls wird das Meer weitr\u00e4umig verseucht und dabei Mensch und Umwelt in Mitleidenschaft gezogen. An den Str\u00e4nden in England und Frankreich baden keine Einheimische mehr, Muscheln und Meerestiere sind radioaktiv verseucht, die strahlende Fracht ist in arktischen Gew\u00e4ssern und in Skandinavien nachweisbar. Irland und Skandinavien fordern vehement ein Ende der Einleitungen, immer mehr L\u00e4nder verabschieden sich von der schmutzigen Wiederaufarbeitungstechnologie.Weitere zwei Greenpeace-Aktivisten wurden zu Bussen verurteilt, weil sie bei der R\u00fcckgabe von 5 Dezilitern radioaktiven Abw\u00e4ssern an die Schweizer Verursacher die Regeln f\u00fcr Gefahrenguttransporte nicht eingehalten hatten. Durch die der Wiederaufarbeitung werden aber Millionen von Litern solcher Abw\u00e4sser ins offene Meer geleitet &#8211; ohne dass die Justiz eingreift. Dies obwohl Greenpeace die Schweizer AKW-Betreiber bei der Bundesanwaltschaft eingeklagt hat, weil die Wiederaufarbeitung die schweizerischen Strahlenschutzgesetzgebung verletzt. Wenn es um Verurteilungen von Greenpeace-Aktivisten geht, mahlen die juristischen M\u00fchlen in der Schweiz allerdings effizienter. Dass es auch anders geht, zeigt die Justiz in Holland: Dort hat das h\u00f6chste holl\u00e4ndische Verwaltungsgericht unl\u00e4ngst einen bereits bewilligten Atomtransport sistiert, weil die Rechtfertigung fehlte. Grundlage f\u00fcr diesen Entscheid war eine EU-Richtlinie, die praktisch identisch ist mit der Schweizer Strahlenschutzgesetzgebung.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atom-Kampagne 079 \/ 222 82 59<br \/> Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle 38 verurteilten Greenpeace-AktivistInnen erheben Einsprache gegen die drakonischen Strafen, die das Bezirksamt Zurzach Mitte Dezember gegen sie verh\u00e4ngt hat. Grund der Verurteilung: Protestaktionen gegen Atomtransporte bei Beznau, Leibstadt und&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7360\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7360"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7360"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}