{"id":7368,"date":"1999-12-12T00:00:00","date_gmt":"1999-12-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7368\/europa-sagt-nein-zu-gen-soja-importen-aus-den-usa-greenpeace-aktion-gegen-frachter-im-hamburger-hafen\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:53","slug":"europa-sagt-nein-zu-gen-soja-importen-aus-den-usa-greenpeace-aktion-gegen-frachter-im-hamburger-hafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7368\/europa-sagt-nein-zu-gen-soja-importen-aus-den-usa-greenpeace-aktion-gegen-frachter-im-hamburger-hafen\/","title":{"rendered":"Europa sagt Nein zu Gen-Soja-Importen aus den USA &#8211; Greenpeace-Aktion gegen Frachter im Hamburger Hafen"},"content":{"rendered":"<p><b>Gegen den Import der neuen Gen-Soja-Ernte aus den USA nach Europa protestieren 20 Greenpeace-Aktivisten seit heute Morgen im Hamburger Hafen. Zwei Umweltsch\u00fctzer haben von Schlauchbooten aus die Bordwand des mit 60.000 Tonnen nordamerikanischer Gen-Soja beladenen Frachters &#171;Yoki&#187; erklettert und zwischen den Ankern ein Transparent gespannt mit der Aufschrift &#171;No Gen-Food&#187;. Die Ladung aus New Orleans ist f\u00fcr die \u00d6lm\u00fchle Hamburg bestimmt, die der US-Firma Archer-Daniels-Midland (ADM) geh\u00f6rt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Die Firma ADM, mit Sitz in Decatur\/Illinois, ist in Deutschland der gr\u00f6sste Verarbeiter genmanipulierter Soja aus den USA. &#171;ADM verh\u00e4lt sich unverantwortlich&#187;, wirft Greenpeace-Experte Christoph Then dem Unternehmen vor. Die \u00d6lm\u00fchle Hamburg verarbeitet einige Tausend Tonnen Soja pro Tag, ohne dass sie die genmanipulierte Ware trennt. Zwar hat die Firma angek\u00fcndigt, den Wunsch der europ\u00e4ischen Verbraucher nach gentechnikfreier Ware zu respektieren. &#171;ADM ist aber einfach nicht glaubw\u00fcrdig, wenn sie uns st\u00e4ndig genmanipulierte Soja unterschiebt.&#187; Etwa 55 Prozent der US-amerikanischen Soja-Importe sind genmanipuliert. Der \u00fcberwiegende Teil der Importe wird als Futtermittel benutzt, ohne dass die Landwirte wissen, ob sie gentechnisch ver\u00e4nderte Ware an ihr Vieh verf\u00fcttern. Bisher k\u00f6nnen die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland relativ sicher sein, dass Superm\u00e4rkte keine genmanipulierten Produkte anbieten. Doch \u00fcber die Futtermittel bekommen sie die Gentechnik \u00fcber das Fleisch doch auf den Teller. &#171;Wir fordern, den Import von gentechnischer Ware nach Europa zu stoppen. Die Verbraucher wollen diese Ware nicht&#187;, sagt Then.Die Bundesforschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig hat in diesem Jahr festgestellt, dass die Versuche, die die US-Firma Monsanto zur Zulassung ihrer Gen-Soja durchgef\u00fchrt hatte, wissenschaftlich unzureichend waren. Zudem f\u00fchrt die Manipulation, die die Pflanzen gegen Herbizide resistent macht, auch zu einer Umstellung des Stoffwechsels der Pflanze. Das Ergebnis: In trockenen und heissen Monaten platzen die Stengel der Pflanzen auf und brechen ab. &#171;Das zeigt, wie wenig Monsanto tats\u00e4chlich \u00fcber die Wirkung seiner genmanipulierten Produkte weiss&#187;, so Then. Die Farmer in den USA reagieren inzwischen auf die Ablehnung der europ\u00e4ischen Verbraucher und beginnen, unver\u00e4nderte Soja getrennt zu ernten und zu lagern. F\u00fcr das Jahr 2000 wird eine verst\u00e4rkte Trennung und sogar ein R\u00fcckgang der Anbaufl\u00e4che f\u00fcr genmanipulierte Soja erwartet. Der zweitgr\u00f6sste Soja-Anbieter Brasilien profitiert bereits von diesem Trend. Der Grossteil der Ernte in dem Land ist unbedenklich. Der Anteil der Soja-Importe aus Brasilien in die Europ\u00e4ische Union stiegen von 1996 bis 1998 von 3 auf 6,4 Prozent. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den Import der neuen Gen-Soja-Ernte aus den USA nach Europa protestieren 20 Greenpeace-Aktivisten seit heute Morgen im Hamburger Hafen. 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