{"id":7370,"date":"2000-02-06T00:00:00","date_gmt":"2000-02-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7370\/atomare-abfaelle-trotz-fortschritten-ist-der-gordische-knoten-ungeloest\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:56","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:56","slug":"atomare-abfaelle-trotz-fortschritten-ist-der-gordische-knoten-ungeloest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7370\/atomare-abfaelle-trotz-fortschritten-ist-der-gordische-knoten-ungeloest\/","title":{"rendered":"Atomare Abf\u00e4lle: Trotz Fortschritten ist der gordische Knoten ungel\u00f6st"},"content":{"rendered":"<p><b>ERSTE STELLUNGNAHME VON GREENPEACE ZU DEN SCHLUSSFOLGERUNGEN DER EKRA AN DER PRESSEKONFERENZ VOM 7. FEBRUAR IN BERN. Greenpeace sieht im Bericht der EKRA eine wertvolle Diskussionsgrundlage und begr\u00fcsst die Ausweitung sicherheitstechnischer Kontrollmassnahmen gegen\u00fcber den alten Konzepten der Nagra als Fortschritt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Bern. Greenpeace geht mit der EKRA weitgehend einig darin, dass als oberstes Gebot die gr\u00f6sstm\u00f6gliche Sicherheit anzustreben ist. dass man sich am Prinzip der R\u00fcckholbarkeit orientiert und damit k\u00fcnftigen Generationen erm\u00f6glicht, ein Lager zu verschliessen oder weiter zu beobachten, dass am Verursacherprinzip festgehalten wird (Atomm\u00fcll-Entsorgung muss im Inland realisiert werden), dass die gesellschaftliche Akzeptanz Voraussetzung f\u00fcr die Realisierung eines Lagers ist.Wir teilen die Ansicht, dass weitere Untersuchungen unabdingbar sind, um sich ein genaueres Bild von der konkreten Ausgestaltung der Lagerm\u00f6glichkeiten (unter Einbezug von Reversibilit\u00e4t, Kontrolle, Unterhalt) machen zu k\u00f6nnen. Insofern betrachtet Greenpeace die Arbeit der EKRA als Zwischenetappe. Aber der gordische Knoten bleibt ungel\u00f6st: Nach wie vor wird Tonne um Tonne Atomm\u00fcll produziert, ohne dass jemand weiss, wie die radioaktive Fracht befriedigend entsorgt werden kann. Die EKRA hat einen m\u00f6glichen Weg zur technisch-wissenschaftlichen Entscheidungsfindung vorgezeichnet. Doch ein gesellschaftspolitischer Konsens ist noch in weiter Ferne.Als wesentliche politische Voraussetzung erachtet Greenpeace:die verbindliche Datierung des Ausstiegs aus der Atomenergie &#8211; d.h. die klare Deklaration und Begrenzung der atomaren Abf\u00e4lle, wie sie in den beiden Initiativen der Umweltorganisationen vorgezeichnet sind &#8211; und damit die Gewissheit, dass ein unl\u00f6sbares Problem nicht noch vors\u00e4tzlich weiter vergr\u00f6ssert wird. die Reform der beteiligten Institutionen &#8211; insbesondere der Nagra &#8211; und die Entflechtung des Atomfilzes.die Demokratisierung des Entscheidungsprozesses und die Garantie des Mitentscheidungsrechts der Bev\u00f6lkerung.die finanzielle Sicherstellung der Forschungsarbeiten und des gesamten Entsorgungsaufwands durch die Verursacher.Greenpeace wird nach eingehendem Studium des Berichts der EKRA ausf\u00fchrlicher Stellung beziehen. Eine Gesamtbetrachtung der Entsorgungsfrage ist erst nach der Totalrevision des Atomgesetzes m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Atomkampagne Greenpeace (z.Zt. in Bern)<\/p>\n<p>079 \/ 222 82 59<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ERSTE STELLUNGNAHME VON GREENPEACE ZU DEN SCHLUSSFOLGERUNGEN DER EKRA AN DER PRESSEKONFERENZ VOM 7. FEBRUAR IN BERN. 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