{"id":7372,"date":"1999-10-28T00:00:00","date_gmt":"1999-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7372\/aufgedeckt-raiffeisen-mischt-heimlich-gen-mais-in-tierfutter\/"},"modified":"2019-05-30T08:03:59","modified_gmt":"2019-05-30T06:03:59","slug":"aufgedeckt-raiffeisen-mischt-heimlich-gen-mais-in-tierfutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7372\/aufgedeckt-raiffeisen-mischt-heimlich-gen-mais-in-tierfutter\/","title":{"rendered":"Aufgedeckt: Raiffeisen mischt heimlich Gen-Mais in Tierfutter"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Raiffeisen Rheinland hat gentechnisch manipulierten Mais gekauft und heimlich in einem Werk in Koblenz zu Tierfutter verarbeitet. Das dokumentieren Film- und Fotoaufnahmen, die Mitglieder von Greenpeace in den vergangenen Tagen gemacht haben. Die Aufnahmen belegen, dass Raiffeisen den Gen-Mais des Chemie-Riesen Novartis ohne Kennzeichnung ahnungslosen Bauern untermischt, obwohl Raiffeisen bisher beteuert hat, nur gentechnikfreie Ware zu verarbeiten. Der Verkauf von gentechnisch ver\u00e4ndertem Mais gef\u00e4hrdet nach Ansicht von Greenpeace die Interessen der Landwirte und Verbraucher.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Koblenz. <\/span><span class=\"text\"> Greenpeace hatte in den vergangenen Tagen die Ernte von Gen-Mais auf Feldern nahe der Gemeinde Riedstadt in Hessen \u00fcberwacht und dokumentiert. Greenpeace-Aktivisten verfolgten einen LKW, der nat\u00fcrlichen Mais und Gen-Mais zum Raiffeisen-Werk in Koblenz brachte. Eine Probe, die bei der Entladung des LKWs von Greenpeace genommen wurde, best\u00e4tigte, dass die Ladung Gen-Mais enthielt. Im Labor wurde ein Gen-Mais Anteil von drei Prozent ermittelt, was weit \u00fcber den derzeit diskutierten Grenzwerten f\u00fcr eine unbeabsichtigte Kontamination liegt. Ein Teil der Gen-Mais Ernte lagert immer noch in einem Schuppen bei Riedstadt. Greenpeace fordert Raiffeisen auf, die Auslieferung von Futtermitteln in Koblenz sofort zu stoppen und den Gen-Mais aus dem Verkehr zu ziehen.&#187;Das heimliche Untermischen ist ein Skandal, zumal Raiffeisen Greenpeace schriftlich zugesichert hatte, auf die Verwendung von Gen-Mais zu verzichten&#187;, sagt Greenpeace-Experte Martin Hofstetter. &#171;Mehr noch: Raiffeisen hatte ausdr\u00fccklich erkl\u00e4rt, dass nicht nur nachweislich gentechnisch manipulierte, sondern auch &#171;zweifelhafte&#187; Mais-Lieferungen zur\u00fcckgewiesen werden. Jetzt ist bewiesen, dass das Raiffeisen-Management gelogen hat. Der Bauer, der den Gen-Mais lieferte, ist der Raiffeisen bestens bekannt. Er ist mehrfach zusammen mit der Firma Novartis an die Oeffentlichkeit getreten, um f\u00fcr den Gen-Mais zu werben. In der Lieferbest\u00e4tigung von Raiffeisen wird die Fracht ausdr\u00fccklich nicht beanstandet. Offensichtlich haben auch Novartis und der Landwirt versucht, die Verschiebeaktion zu vertuschen. Auf Nachfragen wurde behauptet, der Mais w\u00fcrde nur auf dem Hof des Landwirt verf\u00fcttert.&#187;Greenpeace kritisiert unter anderem, dass der Mais ein Gen f\u00fcr eine Antibiotika-Resistenz enth\u00e4lt. Nach derzeitigem Wissenstand kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Resistenz \u00fcber die Futtertr\u00f6ge auch auf Krankheitserreger \u00fcbertragen wird. Auch Aerzte bef\u00fcrchten, dass dadurch lebensrettende Antibiotika beim Menschen unwirksam werden k\u00f6nnten. Greenpeace hatte mit Aktionen mehrfach vor dem heimlichen Anbau von Gen-Mais in S\u00fcdhessen gewarnt.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace Gentechkampagne, Bruno Heinzer 01\/447 41 21<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Raiffeisen Rheinland hat gentechnisch manipulierten Mais gekauft und heimlich in einem Werk in Koblenz zu Tierfutter verarbeitet. 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