{"id":7378,"date":"1999-11-15T00:00:00","date_gmt":"1999-11-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7378\/shell-solarfabrik-kleiner-schritt-statt-grosser-sprung\/"},"modified":"2019-05-30T08:04:09","modified_gmt":"2019-05-30T06:04:09","slug":"shell-solarfabrik-kleiner-schritt-statt-grosser-sprung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7378\/shell-solarfabrik-kleiner-schritt-statt-grosser-sprung\/","title":{"rendered":"Shell-Solarfabrik: Kleiner Schritt statt grosser Sprung"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace begr\u00fcsst die heutige Er\u00f6ffnung einer Solarfabrik durch den Mineral\u00f6lkonzern Shell in Gelsenkirchen, bem\u00e4ngelt aber die zaghafte Investitionsbereitschaft des Unternehmens. &#171;Die Solarfabrik ist eine wichtige und zukunftsorientierte Initiative von Shell&#187;, sagt Greenpeace-Solarexperte Sven Teske. &#171;Doch sp\u00fcrbare Folgen f\u00fcr den Solarmarkt wird sie nicht haben, denn dazu h\u00e4tte Shell deutlich mehr investieren m\u00fcssen.&#187; Die Anlage wird Solarzellen von zun\u00e4chst 10 und sp\u00e4ter 25 Megawatt Gesamtleistung pro Jahr herstellen, die zun\u00e4chst \u00fcberwiegend ins Ausland exportiert werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Am noch sehr hohen Preis von Solarstrom wird die neue Fabrik vorerst nichts \u00e4ndern. Dabei h\u00e4tte Shell mit einem Bruchteil des Gewinns, den das Unternehmen im \u00d6l- und Gasgesch\u00e4ft macht, den Solarmarkt revolutionieren k\u00f6nnen. Wenn Shell nicht 10 bis 25, sondern 500 Megawatt Leistung finanziert h\u00e4tte, h\u00e4tte dies die Solarenergie weltweit auf einen Schlag wettbewerbsf\u00e4hig gemacht, wie eine im September ver\u00f6ffentlichte Studie der renommierten Wirtschafts-Pr\u00fcfungsgesellschaft KPMG im Auftrag von Greenpeace zeigt. Diesen Durchbruch f\u00fcr Solarstrom h\u00e4tte Shell mit einer Investition von 960 Millionen Mark erreichen k\u00f6nnen. Die heute eingeweihte Fabrik kostet das Unternehmen rund 50 Millionen Mark, gerade einmal 0,57 Prozent des Gewinns, den die Shell-Gruppe in den ersten neun Monaten dieses Jahres gemacht hat. Die &#171;Solarwende&#187; h\u00e4tte den Mutterkonzern 11 Prozent dieses Gewinns gekostet. Die Massenproduktion von Solarzellen h\u00e4tte den hohen Preis f\u00fcr Solarstrom von derzeit 1,60 Mark pro Kilowattstunde auf rund 33 Pfennig reduziert. &#171;Shell h\u00e4tte mit 960 Millionen Mark den Solarmarkt sprichw\u00f6rtlich auf den Kopf stellen k\u00f6nnen. Doch der \u00d6lkonzern hat andere Priorit\u00e4ten. In die Erschliessung neuer \u00d6l- und Gasquellen hat Shell im vergangenen Jahr 3 Milliarden Mark gesteckt, fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem, die Solarfabrik in Gelsenkirchen ist ein erster Schritt und besser als gar nichts&#187;, sagt Sven Teske. Greenpeace fordert Shell auf, auch in seinem Hauptgesch\u00e4ft mehr Umweltbewusstsein zu zeigen. &#171;Die Sonnenseite von Shell hat eine dunkle Kehrseite. Die \u00d6lf\u00f6rderung auf See, die die \u00d6ffentlichkeit kaum zu sehen bekommt, hat verheerende Folgen f\u00fcr die Meere. In den Niederlanden halten Shell und Esso gegen die Mehrheit des Parlaments stur daran fest, die Gasvorkommen unter dem gesch\u00fctzten Wattenmeer auszubeuten. Das Engagement in regenerative Energien und die gleichzeitige Zerst\u00f6rung von Umwelt und Klima durch fossile Brennstoffe passen einfach schlecht zusammen&#187;, so Sven Teske. Die Umweltorganisation appelliert auch an die Bundesregierung, die zukunftsweisende Solarenergie st\u00e4rker als bisher zu f\u00f6rdern. Das 100.000 D\u00e4cherprogramm ist ein nur schwacher Anfang. Der Solarmarkt bewegt sich heute auf dem Niveau von 1997. Im ersten Entwurf von Bundeswirtschaftsminister M\u00fcller f\u00fcr das neue Stromeinspeise-Gesetz ist eine Verg\u00fctung von Solarstrom \u00fcberhaupt nicht mehr vorgesehen. &#171;Nur wenn die Verg\u00fctung von Solarstrom erh\u00f6ht wird, kann er eine Chance im Wettbewerb haben&#187;, so Teske. <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace begr\u00fcsst die heutige Er\u00f6ffnung einer Solarfabrik durch den Mineral\u00f6lkonzern Shell in Gelsenkirchen, bem\u00e4ngelt aber die zaghafte Investitionsbereitschaft des Unternehmens. &#8220;Die Solarfabrik ist eine wichtige und zukunftsorientierte Initiative von Shell&#8221;,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7378"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7378\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7378"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7378"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}