{"id":7392,"date":"1999-08-29T00:00:00","date_gmt":"1999-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7392\/akw-betreiber-mit-einem-fuss-im-gefaengnis\/"},"modified":"2019-05-30T08:04:31","modified_gmt":"2019-05-30T06:04:31","slug":"akw-betreiber-mit-einem-fuss-im-gefaengnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7392\/akw-betreiber-mit-einem-fuss-im-gefaengnis\/","title":{"rendered":"AKW-Betreiber: Mit einem Fuss im Gef\u00e4ngnis?"},"content":{"rendered":"<p><b>Die AKW-Betreiber stehen in Vorfeld des geplanten Abtransportes von Brennelementen offensichtlich mit einem Fuss im Gef\u00e4ngnis. Denn mit der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente verstossen sie klar gegen die schweizerische Atomgesetzgebung. Zu diesem Schluss kommt Greenpeace, nachdem der Schweizer Strafrechtsprofessor G\u00fcnther Stratenwerth der Umweltorganisation bescheinigte, dass der Artikel 36 des Atomgesetzes zweifelsfrei auch unzul\u00e4ssige Freisetzungen von Radioaktivit\u00e4t im Ausland unter Strafe stellt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/Basel. <\/span><span class=\"text\"> Wer vors\u00e4tzlich einen Menschen einer ionisiernden Strahlung aussetze oder auszusetzen versuche, \u00abwird mit Zuchthaus oder Gef\u00e4ngnis bestraft\u00bb. So klar sagt das Schweizer Atomgesetz, was die AKW-Betreiber eigentlich schon lange wissen m\u00fcssten. Denn mit ihren Transporten in die Wiederaufarbeitung verstossen sie genau gegen diesen Paragraphen des Atomgesetzes. Und auch die bisher gehegte Ausrede, die Abgabe von Radioaktivit\u00e4t entspreche der franz\u00f6sischen Gesetzgebung vermag die AKW-Betreiber auch nicht weiter zu sch\u00fctzen. Denn: \u00abDer Schweizer, der im Ausland ein Verbrechen oder Vergehen nach diesem Gesetz ver\u00fcbt, ist strafbar, auch wenn die Tat am Begehungsort nicht unter Strafe steht.\u00bb Dies sagt der Artikel 36 des Schweizer Atomgesetzes. Alleine aus der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague werden j\u00e4hrlich rund 230 Millionen Liter Abwasser ins offene Meer geleitet. Dieses Abwasser ist nach Schweizer Gesetzgebung klar als radioaktives Material klassifiziert, wie dies auch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit mehrfach best\u00e4tigte. Um allf\u00e4llige Rechtsunsicherheiten in der Auslegung zu beseitigen, wollte Greenpeace vom Basler Strafrechtsexperten Professor G\u00fcnter Startenwerth wissen, ob das Schweizer Atomgesetz irgendwelche Ausnahmen zul\u00e4sst. Die Antwort k\u00f6nnte nicht deutlicher ausfallen: Es brauche nicht einmal ein Gutachten, teilte der Jurist der Umweltorganisation mit, denn \u00abdie Rechtslage k\u00f6nnte nicht klarer sein\u00bb. Nachdem sich das Bundesamt f\u00fcr Energie weigerte, die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen, hat Greenpeace nun diese Stellungnahme direkt Bundesrat Leuenberger \u2013 ebenfalls Jurist \u2013 zukommen lassen, gekoppelt mit der Aufforderung, die Transportbewilligung in die Wiederaufarbeitung zu pr\u00fcfen respektive unter Anbetracht der Rechtslage die Transporte zu stoppen. Der erste Transport abgebrannter Brennelemente ist nach einem 15 monatigen Moratorium f\u00fcr kommenden Mittwoch geplant.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Schweiz, Medienabteilung 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die AKW-Betreiber stehen in Vorfeld des geplanten Abtransportes von Brennelementen offensichtlich mit einem Fuss im Gef\u00e4ngnis. Denn mit der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente verstossen sie klar gegen die schweizerische Atomgesetzgebung. 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