{"id":7398,"date":"1999-09-15T00:00:00","date_gmt":"1999-09-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7398\/neuer-atomskandal-in-england-gefahr-auch-fuer-schweizer-akw-beznau\/"},"modified":"2019-05-30T08:04:41","modified_gmt":"2019-05-30T06:04:41","slug":"neuer-atomskandal-in-england-gefahr-auch-fuer-schweizer-akw-beznau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7398\/neuer-atomskandal-in-england-gefahr-auch-fuer-schweizer-akw-beznau\/","title":{"rendered":"Neuer Atomskandal in England: Gefahr auch f\u00fcr Schweizer AKW Beznau?"},"content":{"rendered":"<p><b>In der MOX-Fabrikationsanlage der British Nuclear Fuel Ltd. (BNFL) im englischen Sellafield wurden Protokolle von Sicherheitspr\u00fcfungen gef\u00e4lscht. Dies best\u00e4tigte die BNFL gestern gegen\u00fcber der englischen Tageszeitung The Independent. Mox Brennelemente aus England werden auch im schweizerischen Atomkraftwerk Beznau eingesetzt. Greenpeace fordert die Schweizer AKW-Betreiber auf, sofort auf den Einsatz von MOX-Brennelementen zu verzichten. Die schweizerische Kontrollbeh\u00f6rde HSK muss unverz\u00fcglich \u00fcberpr\u00fcfen, ob die in Beznau verwendeten MOX-Elemente vorschriftsgem\u00e4ss kontrolliert wurden. Denn fehlerhafte MOX-Elemente erh\u00f6hen das Risiko eines Reaktorunfalls drastisch.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Ein Sprecher der britischen Wiederaufarbeitungsfirma BNFL best\u00e4tigte, dass die Sicherheitspr\u00fcfungen bei MOX-Brennelementen unkorrekt vorgenommen wurden. Anstelle der vorgeschriebenen Sicherheits-Checks seien schlicht Angaben aus fr\u00fcheren Sicherheitsprotokollen ohne Pr\u00fcfung \u00fcbernommen worden. Dabei geht es um die Gr\u00f6ssenmasse der Brennstofftabletten. Zu grosse oder zu kleine Tabletten k\u00f6nnen zu massiven Sch\u00e4den der Brennst\u00e4be f\u00fchren. Experten des amerikanischen Nuclear Control Institute weisen darauf hin, dass fehlerhafte MOX-Elemente die Sicherheit der Reaktoren in schwerem Masse beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Das heisst: Das Risiko eines Reaktor-Unfalls wird durch fehlerhafte MOX-Elemente drastisch erh\u00f6ht. Das Problem wird international ernst genommen: MOX-Brennst\u00e4be aus der Wiederauf-arbeitung sind hochgef\u00e4hrlich, sie werden nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und mit bewaffnetem Begleitschutz transportiert. Zurzeit untersuchen 15 Inspektoren der englischen Sicherheitsbeh\u00f6rde NII (Nuclear Installation Inspectorate) den Fall. Eine im Auftrag des japanischen Handelsministeriums delegierte Expertengruppe ist zu Gespr\u00e4chen nach Sellafield gereist. Japan erwartet in der kommenden Woche eine Lieferung von MOX-Brennelementen aus England und hat bereits angek\u00fcndigt, die Lieferung zur\u00fcckzuschicken, falls BNFL die Sicherheit der Brennelemente nicht garantieren kann. Seit Jahren bezieht auch die NOK als Betreibergesellschaft der beiden Beznau-Reaktoren MOX-Brennelemente aus Sellafield. Greenpeace fordert die Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) auf, unverz\u00fcglich zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die in Beznau verwendeten MOX-Elemente vorschriftsgem\u00e4ss kontrolliert wurden. Zudem verlangt die Umweltorganisation den generellen Verzicht auf den weiteren Einsatz von MOX-Brennelementen, da bei dieser Technologie hochgef\u00e4hrliches Plutonium verwendet wird.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Atomkampagne, Stefan F\u00fcglister 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der MOX-Fabrikationsanlage der British Nuclear Fuel Ltd. (BNFL) im englischen Sellafield wurden Protokolle von Sicherheitspr\u00fcfungen gef\u00e4lscht. Dies best\u00e4tigte die BNFL gestern gegen\u00fcber der englischen Tageszeitung The Independent. 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