{"id":74195,"date":"2021-09-22T05:55:00","date_gmt":"2021-09-22T03:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=74195"},"modified":"2022-07-26T09:41:03","modified_gmt":"2022-07-26T07:41:03","slug":"landwirtschaft-27849-personen-fordern-keine-steuergelder-fuer-werbemaerchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/74195\/landwirtschaft-27849-personen-fordern-keine-steuergelder-fuer-werbemaerchen\/","title":{"rendered":"Landwirtschaft: 27&#8217;849 Personen fordern \u00abkeine Steuergelder f\u00fcr Werbem\u00e4rchen\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Petition <\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/keine-steuergelder-fuer-werbemaerchen\/\" target=\"_blank\"><strong>\u00abKeine Steuergelder f\u00fcr Werbem\u00e4rchen\u00bb<\/strong><\/a><strong> prangert an, dass der Bund die Marken \u00abSchweizer Fleisch\u00bb und \u00abSuisse Garantie\u00bb subventioniert, obwohl ein grosser Teil des in der Schweiz verwendeten Futters importiert wird. Greenpeace Schweiz hat die Petition im Februar 2021 lanciert und sie heute mit 27\u2019849 Unterschriften an das Parlament geschickt. Angesichts der Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise fordern die Unterzeichner*innen die Parlamentarier auf, das System der Absatzf\u00f6rderung zu \u00fcberpr\u00fcfen und die T\u00e4uschung mit dem Label \u00abSchweiz\u00bb f\u00fcr Tierprodukte zu beenden.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Kampagne von Greenpeace Schweiz basiert auf den Erkenntnissen des Berichts <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/02\/def5684d-gp_futtermittelreport_20210131_de_doppelseiten_klein.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abDer Futtermittelschwindel\u00bb<\/a> vom Februar 2021. Forschende des Institut f\u00fcr Umwelt und Nat\u00fcrliche Ressourcen (IUNR) der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigen darin auf, wie abh\u00e4ngig die Schweizer Landwirtschaft von Futtermittelimporten ist. Gegenw\u00e4rtig wird mehr als die H\u00e4lfte des in der Schweiz verwendeten Kraftfutters importiert. Diese Importe schaden dem Klima und der Biodiversit\u00e4t gleich doppelt: In den Erzeugerl\u00e4ndern (z. B. Brasilien) wird der freien Natur Land f\u00fcr eine intensive Produktion entzogen, was dem Boden, dem Klima und der Artenvielfalt schadet. In der Schweiz erm\u00f6glicht die Einfuhr dieses Futters mehr Tiere in den Betrieben, als mit heimischem Futter allein gef\u00fcttert werden k\u00f6nnten. Dies f\u00fchrt zu einer \u00dcberd\u00fcngung wertvoller \u00d6kosysteme mit Ammoniak und zu Emissionen von Methan und Distickstoffoxid; Treibhausgasen, deren Auswirkungen auf das Klima weitaus verheerender sind als die von CO2. Hinzu kommt der j\u00e4hrliche Export von 25\u2019000 Tonnen G\u00fclle in die Nachbarl\u00e4nder.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abDer Bund gibt jedes Jahr Millionen von Franken f\u00fcr die Absatzf\u00f6rderung von landwirtschaftlichen Produkten aus\u00bb, erkl\u00e4rt Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima von Greenpeace Schweiz. \u00abDie Ausgaben f\u00fcr die F\u00f6rderung von tierischen Produkten sind fast f\u00fcnfmal so hoch wie jene f\u00fcr pflanzliche Produkte (39 gegen\u00fcber 8 Millionen CHF). Das bedeutet, dass der Bund den massiven Verbrauch von tierischen Produkten mit \u00f6ffentlichen Geldern unterst\u00fctzt, obwohl deren Erzeugung weitgehend von importierten Futtermitteln abh\u00e4ngt \u2013 insbesondere bei Schweinen und Gefl\u00fcgel.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Greenpeace Schweiz setzt sich seit Jahren daf\u00fcr ein, dass der Agrarsektor reformiert und der Konsum und die Produktion von Tierprodukten reduziert wird. Weltweit gesehen sind die klimatischen Auswirkungen der Nutztierhaltung vergleichbar mit denen des Verkehrs. Die Nutztierhaltung ist auch eine der Hauptursachen f\u00fcr die weltweite Entwaldung, die verheerende Auswirkungen auf das Klima und auf die Artenvielfalt hat. \u00abDas Engagement der Schweiz f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t und den Klimaschutz endet derzeit an der T\u00fcr der Agrarpolitik\u00bb, erg\u00e4nzt Alexandra Gavilano. \u00abDas muss sich \u00e4ndern. Die Ablehnung der Agrar-Initiativen im Juni darf nicht als Blankoscheck f\u00fcr die Beibehaltung des aktuellen Status quo in der Agrarpolitik verwendet werden. Wir k\u00f6nnen nicht warten, bis die Biodiversit\u00e4t und das Klima kollabieren. Wir m\u00fcssen jetzt die Schweizer Landwirtschaft von morgen erfinden, damit sie sich an die globalen Ver\u00e4nderungen auf unserem Planeten anpassen kann. Aus diesem Grund haben wir eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/20884\/die-landwirtschaft-die-wir-wollen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vision f\u00fcr eine \u00f6kologische, n\u00e4hrstoffreiche, widerstandsf\u00e4hige und tierfreundliche Landwirtschaft<\/a> entwickelt.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Petition an das Parlament stellt folgende Forderungen:&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Keine Steuergelder f\u00fcr Werbem\u00e4rchen, also keine finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Marketing der umweltzerst\u00f6renden Fleisch-, Eier- und Milchindustrie,<\/li><li>realistische Angaben zur Deklaration von \u00abSchweizer\u00bb Fleisch-, Eier- und Milchprodukten,<\/li><li>die F\u00f6rderung einer alternativen \u00f6kologischen und an den Standort Schweiz angepassten Landwirtschaft, die erheblich mehr wertvollen Ackerboden direkt f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung zur Verf\u00fcgung stellt, weil der grossfl\u00e4chige Futtermittelanbau f\u00fcr Tiere entf\u00e4llt,<\/li><li>keine weitere Verz\u00f6gerung der politischen Diskussion zur Agrarreform; wir brauchen schnellstm\u00f6glich eine Transition zu einer zukunftsf\u00e4higen Landwirtschaft.&nbsp;<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 38, <a href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0<\/li><li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Petition \u00abKeine Steuergelder f\u00fcr Werbem\u00e4rchen\u00bb prangert an, dass der Bund die Marken \u00abSchweizer Fleisch\u00bb und \u00abSuisse Garantie\u00bb subventioniert, obwohl ein grosser Teil des in der Schweiz verwendeten Futters importiert&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":74200,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[2,5],"tags":[50,33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-74195","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-klima","category-unsere-themen","tag-klima","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74195"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74195\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74195"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=74195"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=74195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}