{"id":7420,"date":"1999-07-18T00:00:00","date_gmt":"1999-07-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7420\/england-hafen-von-barrow-dicht-plutoniumtransport-verzoegert\/"},"modified":"2019-05-30T08:05:18","modified_gmt":"2019-05-30T06:05:18","slug":"england-hafen-von-barrow-dicht-plutoniumtransport-verzoegert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7420\/england-hafen-von-barrow-dicht-plutoniumtransport-verzoegert\/","title":{"rendered":"England: Hafen von Barrow dicht &#8211; Plutoniumtransport verz\u00f6gert"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Aktivisten haben in der Nacht zum Montag erneut gegen den gef\u00e4hrlichen Transport von Plutonium-Brennstoff von Europa nach Japan protestiert. Im nordenglischen Hafen Barrow-in-Furness nahe der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Sellafield vereitelten die Umweltsch\u00fctzer das Ablegen des Atomfrachters &#171;Pacific Teal&#187;.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Barrow\/Hamburg. <\/span><span class=\"text\"> Urspr\u00fcnglich sollte die Pacific Teal am Montag morgen Richtung Cherbourg auslaufen, um dort den franz\u00f6sischen Beitrag zur Atomfracht an Bord zu nehmen &#8211; 32 sogenannte Mischoxid (MOX)-Brennelemente aus der WAA La Hague. Dies konnte durch die einst\u00fcndige Protestaktion im Hafen von Barrow vorerst verhindert werden. Mehrere Schlauchboote der MV Greenpeace und ein direkt in der Hafenausfahrt errichtetes Protestbanner versperrten f\u00fcr rund 60 Minuten den Zugang zum Meer. Ein Grossaufgebot der britischen Polizei beendete gegen 3:00 Uhr morgens die Aktion &#8211; sieben Greenpeacer wurden verhaftet. Nach Angaben der British Nuclear Fuels (BNFL) wurde das Ablegen des Atomfrachters daraufhin auf unbestimmte Zeit verschoben. Die &#171;Pacific Pintail&#187;, die ebenfalls im Hafen von Barrow liegt, wurde am Montag vormittag mit Brennst\u00e4ben aus der WAA Sellafield beladen. Im Konvoi sollen die Schiffe Ende des Monats auf einer nach wie vor geheim gehalteten Route (240 KB) nach Japan fahren. Das in den MOX-Brennelementen verarbeitete Plutonium (446 Kilgramm) ist der mit Abstand gef\u00e4hrlichste Bestandteil der Seefracht: Es ist hochradioaktiv und zudem waffentauglich. Umweltsch\u00fctzer und Abr\u00fcstungsexperten warnen seit Jahren davor, dass das Plutonium relativ leicht wieder abgetrennt und in Atomsprengk\u00f6pfen eingesetzt werden kann. Bei Unf\u00e4llen kann das hochgiftige Material zudem austreten und ganze Meeresregionen radioaktiv verseuchen. Auch der Gefahr m\u00f6glicher Terroranschl\u00e4ge oder Piraterie ist der Transport ausgesetzt. Zur Verteidigung wurden die beiden f\u00fcr den Einsatz vorgesehenen Atomm\u00fcllfrachter &#171;Pacific Pintail&#187; und &#171;Pacific Teal&#187; mit je drei 30-Millimeter-Kanonen ausger\u00fcstet. Eine 26 Mann starke Truppe der UK Atomic Energy Agency Constabulary, die normalerweise britische Atomanlagen bewacht, wird zus\u00e4tzlich an Bord sein. Neuseeland und der karibische Staatenverband Caricom haben am Wochenende ebenfalls gegen die Atomfracht protestiert. In offenen Briefen an die franz\u00f6sische, britische und japanische Regierung forderten sie den sofortigen Stopp derartiger Transporte und untersagten gleichzeitig die Durchfahrt durch ihre Hoheitsgebiete.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\"> <a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/> <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivisten haben in der Nacht zum Montag erneut gegen den gef\u00e4hrlichen Transport von Plutonium-Brennstoff von Europa nach Japan protestiert. 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