{"id":74249,"date":"2021-09-22T10:30:00","date_gmt":"2021-09-22T08:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=74249"},"modified":"2021-09-22T16:26:01","modified_gmt":"2021-09-22T14:26:01","slug":"27849-personen-wollen-die-schweizer-landwirtschaft-aus-dem-maerchen-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/74249\/27849-personen-wollen-die-schweizer-landwirtschaft-aus-dem-maerchen-holen\/","title":{"rendered":"27&#8217;849 Personen wollen die Schweizer Landwirtschaft aus dem M\u00e4rchen holen"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n<p><strong><strong>Ist das&nbsp; &#171;Schweizer Fleisch&#187; wirklich so schweizerisch, wie man denkt? <\/strong><\/strong><br><strong><strong>Das ist die Frage, die wir in diesem Jahr beantworten wollten. Im Februar ver\u00f6ffentlichten wir den Bericht &#171;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/03\/d02e5346-gp_futtermittelreport_20210309_doppelseiten.pdf\">Der Futtermittel-Schwindel<\/a>&#171;, um die Abh\u00e4ngigkeit des Vieh Sektors von Futtermittelimporten aufzuzeigen. Wenn Nutztiere mit importiertem Futter gef\u00fcttert werden, kann man dann noch von Schweizer Fleisch sprechen? Und, was noch wichtiger ist, wie k\u00f6nnen wir es rechtfertigen, dass unsere Steuergelder dieses f\u00fcr das Klima und die biologische Vielfalt sch\u00e4dliche System weiterhin finanzieren?<\/strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>In dem Bericht wird auf die doppelte Umweltbelastung durch Futtermittelimporte hingewiesen. In den Erzeugerl\u00e4ndern (vor allem in Brasilien) wird der Natur Land entzogen, um es intensiv zu bewirtschaften, was den B\u00f6den, dem Klima und der Artenvielfalt schadet. In der Schweiz k\u00f6nnen durch die Einfuhr dieses Futters mehr Tiere in den Betrieben gehalten werden als mit heimischem Futter allein gef\u00fcttert werden k\u00f6nnten. Dies f\u00fchrt zu einer \u00dcberd\u00fcngung wertvoller \u00d6kosysteme mit Ammoniak, aber auch zu Emissionen von Methan und Distickstoffoxid, Treibhausgasen, deren Auswirkungen auf das Klima weitaus verheerender sind als die von CO2. Hinzu kommt der j\u00e4hrliche Export von 25.000 Tonnen G\u00fclle in die Nachbarl\u00e4nder.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Um die so gewonnenen tierischen Produkte zu verkaufen, gibt der Bund Geld f\u00fcr das vom Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft eingerichtete Absatzf\u00f6rderungssystem aus. Die Ausgaben f\u00fcr die F\u00f6rderung von tierischen Erzeugnissen sind fast f\u00fcnfmal so hoch wie f\u00fcr pflanzliche Erzeugnisse (39 Mio. CHF und 8 Mio. CHF). Das bedeutet, dass der massive Verbrauch von tierischen Erzeugnissen, deren Erzeugung weitgehend von importierten Futtermitteln abh\u00e4ngig ist \u2013 insbesondere f\u00fcr Schweine und Gefl\u00fcgel \u2013, mit \u00f6ffentlichen Geldern unterst\u00fctzt wird. Ist dies wirklich mit den erkl\u00e4rten Zielen der Schweiz in Bezug auf Klimaschutz und Biodiversit\u00e4t vereinbar? Offensichtlich nicht!<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Betrug auf dem R\u00fccken der Verbraucher<\/h2>\n\n<p>Das Schlimmste ist, dass dies eine T\u00e4uschung ist, die auch die Verbraucher betrifft. Die Botschaften, mit denen f\u00fcr Schweizer Tierprodukte geworben wird, betonen, dass der Kauf lokaler Produkte zu einer nachhaltigen Ern\u00e4hrung und zum Schutz der Umwelt beitr\u00e4gt. In Anbetracht der Auswirkungen der Futtermittelimporte k\u00f6nnen wir jedoch feststellen, dass dies nicht zutrifft. Die Verbraucher werden doppelt betrogen. Diese Produkte werden nicht nur als nachhaltig dargestellt, sondern man fragt sich angesichts der Menge des importierten Futters, wie &#171;schweizerisch&#187; die davon gef\u00fctterten Tiere und somit auch die tierischen Nahrungsmittelprodukte noch sind.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Wir haben daher eine Petition an das Parlament gestartet, die fordert, dass die Irref\u00fchrung der Verbraucher mit \u00f6ffentlichen Geldern gestoppt wird. Heute \u00fcberreichen wir dem Parlament die Petition mit 27.849 Unterschriften. Wir geben nicht auf und werden in den kommenden Monaten weiter an diesem Thema arbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Das Engagement der Schweiz f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t und den Klimaschutz endet derzeit an der T\u00fcr der Agrarpolitik. Das muss sich \u00e4ndern. Die Ablehnung der Agrarinitiativen im Juni darf nicht als Blankoscheck f\u00fcr die Beibehaltung des aktuellen Status quo in der Agrarpolitik verwendet werden. Der Zusammenbruch der biologischen Vielfalt und die globale Erw\u00e4rmung k\u00f6nnen nicht warten. Wir m\u00fcssen jetzt die Schweizer Landwirtschaft von morgen erfinden, damit sie sich an die globalen Ver\u00e4nderungen auf unserem Planeten anpassen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist das  &#171;Schweizer Fleisch&#187; wirklich so schweizerisch, wie man denkt? 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