{"id":7430,"date":"1999-06-23T00:00:00","date_gmt":"1999-06-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7430\/gentechpflanzen-toeten-schmetterlinge\/"},"modified":"2019-05-30T08:05:36","modified_gmt":"2019-05-30T06:05:36","slug":"gentechpflanzen-toeten-schmetterlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7430\/gentechpflanzen-toeten-schmetterlinge\/","title":{"rendered":"Gentechpflanzen t\u00f6ten Schmetterlinge"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-AktivistInnen aus Luxemburg, der Schweiz, Frankreich, Belgien, \u00d6sterreich und Deutschland schlagen vor der EU-Umwelt-Ministerversammlung Alarm, um einen weltweiten Stopp des Anbaus von Gentech-Pflanzen zu bewirken. Denn fast die H\u00e4lfte gewisser Schmetterlingsraupen sterben, wenn sie in Kontakt mit gentechnisch verseuchten Pflanzen kommen. Die AktivistInnen entfalteten ein riesiges Banner mit der Aufschrift: \u00abGive Butterflies a Chance \u2013 Stop GenetiX Crops\u00bb. Die Greenpeace-AktivistInnen \u2013 als Schmetterlinge verkleidet \u2013 fordern aufgrund der zunehmend auftauchenden Umweltrisiken weltweit einen Verzicht auf die Freisetzung genmanipulierter Organismen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Luxemburg\/Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Eine k\u00fcrzlich publizierte Studie der Cornell Universit\u00e4t zeigte, dass 44% der Raupen des Monarch-Schmetterlings, die von Pflanzen frassen, auf denen sich Bt-Mais-Pollen abgelagert hatte, innerhalb von 48 Stunden starben. Genmanipulierte Bt-Pflanzen, wie der Mais von Novartis und Monsanto enthalten ein Fremdgen, das sie ein Insektengift (gedacht gegen den Sch\u00e4dling Maisz\u00fcnsler) produzieren l\u00e4sst. In Europa wird Bt-176-Mais von Novartis in Spanien und Deutschland angebaut. Die in Luxemburg versammelten Umweltminister beraten \u00fcber die Erneuerung der EU-Freisetzungsrichtlinien f\u00fcr gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (Direktive 90\/220). Es besteht ein breiter Konsens, die alte Direktive zu versch\u00e4rfen und so dem Bed\u00fcrfnis von Bev\u00f6lkerung, Umweltorganisationen und einzelnen Regierungen nach besserem Schutz vor den Gefahren freigesetzter gentechnisch ver\u00e4nderter Organismen gerecht zu werden. Das von Griechenland angeregte Moratorium auf die Zulassung neuer genmanipulierter Organismen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch der Anbau genmanipulierter Bt-Pflanzen muss jetzt gestoppt werden, solange noch Schmetterlinge in Europa herumfliegen. In wenigen Jahren kann es zu sp\u00e4t sein. Deshalb braucht es auch einen Stopp der bereits zugelassenen Bt-Pflanzen und einen grunds\u00e4tzlichen Marschhalt f\u00fcr alle Freisetzungen genmanipulierter Organismen. In der Schweiz sind zwei Novartis-Bt-Maissorten als Nahrungsmittel zugelassen. Nun ist es am Bundesrat, ein Zeichen zu setzen und den wortreichen Versprechen von Umweltschutz und nachhaltiger Landwirtschaft endlich Taten folgen lassen: ein Verbot f\u00fcr den Anbau genmanipulierter Pflanzen, oder zumindest ein langj\u00e4hriges Moratorium w\u00e4re ein guter Anfang.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Greenpeace Genschutz-Kampagne 01 \/ 447 41 67 <br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-AktivistInnen aus Luxemburg, der Schweiz, Frankreich, Belgien, \u00d6sterreich und Deutschland schlagen vor der EU-Umwelt-Ministerversammlung Alarm, um einen weltweiten Stopp des Anbaus von Gentech-Pflanzen zu bewirken. 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