{"id":7432,"date":"1999-07-13T00:00:00","date_gmt":"1999-07-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7432\/setzt-goesgen-illegal-produziertes-brennmaterial-aus-belgien-ein\/"},"modified":"2019-05-30T08:05:39","modified_gmt":"2019-05-30T06:05:39","slug":"setzt-goesgen-illegal-produziertes-brennmaterial-aus-belgien-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7432\/setzt-goesgen-illegal-produziertes-brennmaterial-aus-belgien-ein\/","title":{"rendered":"Setzt G\u00f6sgen illegal produziertes Brennmaterial aus Belgien ein?"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Plutonium-Fabrik, die f\u00fcr das Schweizer AKW G\u00f6sgen Brennelemente fertigt, operiert auf illegaler Basis. Dies deckte Greenpeace auf. Die Umweltorganisation fordert nun die sofortige Stilllegung der Fabrik. Die FBFC-Fabrik im belgischen Dessel ist im Besitz der beiden franz\u00f6sischen Unternehmen Framatome und Cog\u00e9ma. Cog\u00e9ma geriet letztes Jahr bereits wegen kontaminierten Atomtransporten ins Zwielicht. F\u00fcr G\u00f6sgen fertigt FBFC seit 1997 MOX-Brennelemente. Greenpeace fordert die G\u00f6sgen-Betreiber auf, vom Einsatz des hochgiftigen und gef\u00e4hrlichen Bombenstoffs abzusehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Br\u00fcssel. Greenpeace verklagt die Plutonium-Fabrik Franco Belge de Fabrication de Combustible (FBFC) beim obersten belgischen Gerichtshof wegen grober Verletzung von Artikel 12 und Falschanwendung von Artikel 13. Gem\u00e4ss diesen beiden Gesetzesartikeln muss ein Unternehmen zwingend ein \u00f6ffentliches Anh\u00f6rungsverfahren durchf\u00fchren, bevor es eine Fabrik f\u00fcr plutoniumhaltige Mischoxid-Brennelemente (MOX) bauen kann. FBFC hat die gesetzlich vorgeschriebene Anh\u00f6rung der Betroffenen nicht durchgef\u00fchrt und zwang damit der belgischen Bev\u00f6lkerung eine Atomanlage auf, die mit hochgiftigen Plutonium operiert und ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt. Greenpeace fordert nun die sofortige Schliessung der Fabrik. Die Chancen f\u00fcr einen Erfolg stehen gut: Bereits 1991 klagte Greenpeace gegen den Bau einer MOX-Fabrik in Dessel wegen \u00e4hnlicher Verfahrensm\u00e4ngel und bekam vor Gericht Recht. \u00abWir haben eine illegale MOX-Fabrik in Belgien verhindert und wir werden auch diese schliessen\ufffd\ufffd, sagt Jan van der Putte, Atom-Experte von Greenpeace Belgien. Die FBFC produziert seit 1997 MOX-Brennelemente f\u00fcr japanische, deutsche und belgische Reaktoren. F\u00fcr G\u00f6sgen \u00fcbernimmt FBFC die Endfertigung des Brennstoffs. Die Firma geh\u00f6rt den franz\u00f6sischen Atomunternehmen Cog\u00e9ma und Framatome. Cog\u00e9ma betreibt die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, wo Plutonium auch aus Schweizer Atomm\u00fcll separiert wird. Die Cog\u00e9ma geriet letztes Jahr wegen kontaminierter Atomtransporte schon einmal ins Zwielicht. Greenpeace fordert die Betreiber von G\u00f6sgen auf, MOX-Brennelemente aus ihrem Programm zu streichen. Der Einsatz von MOX-Brennstoff ist unwirtschaftlich und \u00fcberaus gef\u00e4hrlich &#8211; das Plutonium ist hochgiftig und kann f\u00fcr den Bau von Atombomben verwendet werden. Zur Zeit macht Greenpeace mit Protestaktionen auf einen Schiffstransport von MOX-Brennelementen von Frankreich nach Japan aufmerksam. Der Bombenstoff stammt zum Teil aus Dessel und k\u00f6nnte bei einem Unfall K\u00fcsten- und Meeresregionen weitr\u00e4umig verseuchen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Jan van der Putte, Greenpeace Belgien 0032 2 2740 213 oder 0032 75 875 831<\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Atomkampagne Schweiz 079 \/ 222 82 59<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Plutonium-Fabrik, die f\u00fcr das Schweizer AKW G\u00f6sgen Brennelemente fertigt, operiert auf illegaler Basis. Dies deckte Greenpeace auf. Die Umweltorganisation fordert nun die sofortige Stilllegung der Fabrik. 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