{"id":7442,"date":"1999-05-26T00:00:00","date_gmt":"1999-05-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7442\/meer-radioaktiv-verseucht-greenpeace-bringt-atommuell-zurueck-in-die-schweiz\/"},"modified":"2019-05-30T08:05:56","modified_gmt":"2019-05-30T06:05:56","slug":"meer-radioaktiv-verseucht-greenpeace-bringt-atommuell-zurueck-in-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7442\/meer-radioaktiv-verseucht-greenpeace-bringt-atommuell-zurueck-in-die-schweiz\/","title":{"rendered":"Meer radioaktiv verseucht &#8211; Greenpeace bringt Atomm\u00fcll zur\u00fcck in die Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace will gr\u00f6ssere Mengen Atomm\u00fcll in die Schweiz zur\u00fcckbringen. Dies k\u00fcndigte die Umweltorganisation heute in Cherbourg an. Zur Zeit pumpt Greenpeace bei der franz\u00f6sischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague atomar verseuchtes Abwasser aus dem Meer. Auch die Schweizer Atomindustrie l\u00e4sst dort wiederaufarbeiten &#8211; und ist damit an der skandal\u00f6sen Entsorgung per Abflussrohr beteiligt. Greenpeace bringt nun den Atomm\u00fcll dorthin zur\u00fcck, wo er herkommt und fordert die Schweizer Atomindustrie auf, s\u00e4mtliche Vertr\u00e4ge mit La Hague zu k\u00fcndigen. Das Meer darf nicht zur Atomm\u00fcllkippe verkommen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich\/Cherbourg. <\/span><span class=\"text\"> Seit einigen Tagen holt Greenpeace radioaktiven Fl\u00fcssigabfall aus dem Meer vor La Hague. Das verseuchte Meerwasser enth\u00e4lt mehr als 30 verschiedene Radionuklide; es stammt vom Ende der Pipeline, die Abwasser aus der Wiederaufarbeitungsanlage ins Meer f\u00fchrt. Einige der Stoffe wie etwa Plutonium verseuchen die Umwelt f\u00fcr Jahrtausende. Jedes Jahr leitet die Wiederaufarbeitungsfirma Cog\u00e9ma rund 230 Millionen Liter radioaktives Abwasser ins Meer &#8211; Abwasser, das aus der Wiederaufarbeitung von abgebrannten, hochradioaktiven Brennelementen stammt. Auch die Schweizer Atomindustrie beliefert La Hague mit Brennelementen. Indem Greenpeace den Atomm\u00fcll aus dem Meer abpumpt und den schweizerischen Verursachern zur\u00fcckschickt, soll die \u00abaus-den-Augen-aus-dem-Sinn\u00bb-Politik in Zukunft verhindert werden \u2013 die Schweizer Atomindustrie hat keine Konzession f\u00fcr ein Endlager von schwachradioaktiven Abf\u00e4llen auf dem Meeresgrund. Um nichts anderes handelt es sich: Abwasser- und Sedimentsproben von La Hague, welche vor rund zwei Jahren in die Schweiz eingef\u00fchrt wurden, sind von den Basler Zollbeh\u00f6rden beschlagnahmt und als Atomabfall klassiert worden. Neue Erkenntnisse im Verfahren gegen Atomlobby? Greenpeace und AnwohnerInnen aus der Umgebung von La Hague hatten bereits im Sommer letzten Jahres eine Klage gegen die Verantwortlichen der Schweizer Atomindustrie und des Bundesamtes f\u00fcr Energie eingereicht. Sie werfen den Angeschuldigten vor, die gesundheitsgef\u00e4hrdenden radioaktiven Abgaben bei der Wiederaufarbeitung und bei den daf\u00fcr notwendigen Transporten bewusst in Kauf genommen zu haben. Laut Auskunft der Bundesanwaltschaft sollen die Kl\u00e4gerinnen und Kl\u00e4ger noch diese Woche \u00fcber das weitere Vogehen im Ermittlungsverfahren gegen die Schweizer Atomindustrie informiert werden.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 01 \/ 447 41 41<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace will gr\u00f6ssere Mengen Atomm\u00fcll in die Schweiz zur\u00fcckbringen. Dies k\u00fcndigte die Umweltorganisation heute in Cherbourg an. 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