{"id":7454,"date":"1999-03-03T00:00:00","date_gmt":"1999-03-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7454\/wieder-massiv-verseuchte-atomtransporte\/"},"modified":"2019-05-30T08:06:16","modified_gmt":"2019-05-30T06:06:16","slug":"wieder-massiv-verseuchte-atomtransporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7454\/wieder-massiv-verseuchte-atomtransporte\/","title":{"rendered":"Wieder massiv verseuchte Atomtransporte"},"content":{"rendered":"<p><b>Entgegen den Mutmassungen der AKW-Betreiber und Beh\u00f6rden ist das Problem der Verseuchung von Atomtransporten nach wie vor ungel\u00f6st. Ein im Atomkraftwerk Bugey am 22. Februar dieses Jahres abgefertigter Atomtransport wies bei seiner Ankunft in La Hague eine Oberfl\u00e4chenkontamination von 1036 Becquerel\/cm2 auf. Dies ist eine mehr als 250fache \u00dcberschreitung des Grenzwerts. Die Aufsichtbeh\u00f6rden hatten die Kontamination in zwei Kontrollen \u00ab\u00fcbersehen\u00bb und erst bei der dritten Kontrolle \u00abbemerkt\u00bb.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/La Hague. Das Kontaminationsproblem bei Atomtransporten ist weit von einer L\u00f6sung entfernt. Nachdem bereits in der ersten Phase der Wiederaufnahme von Atomtransporten in Frankreich sieben von rund f\u00fcnfzig Transporten verseucht unterwegs waren &#8211; entsprechende Informationen liegen Greenpeace vor &#8211; stellt der letzte Verseuchungsfall einen neuen H\u00f6hepunkt in der Atomtransportskandal-Geschichte dar. Trotz doppelt durchgef\u00fchrten Messungen wies ein Transport bei der Ankunft in La Hague an drei Messpunkten Kontaminationswerte von bis zu 1036 Bq\/cm2 auf. Der Grenzwert liegt bei 4 Becquerel pro Quadratzentimeter. Eine Kommission bestehend aus Vertretern der Sicherheitsbeh\u00f6rden aus Frankreich, England, Deutschland und der Schweiz ver\u00f6ffentlichte im Oktober letzten Jahres einen gemeinsamen Bericht in welchem \u00abwirkungsvolle\u00bb Massnahmen gegen die Verseuchung der Atomtransporte angek\u00fcndigt wurden. Dieser und ein zweiter Bericht der Schweizer AKW-Betreiber bildeten die Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die Schweizer Sicherheitsbeh\u00f6rde, die Hauptabteilung f\u00fcr die Sicherheit der Kernanlagen (HSK), welche am 10. Januar \u00abgr\u00fcnes Licht\u00bb f\u00fcr die Wiederaufnahme der Atomtransporte aus der Schweiz signalisierte. Die der HSK \u00fcbergeordnete Beh\u00f6rde, das Energieministerium unter Bundesrat Moritz Leuenberger versprach, dass die Wiederaufnahme der Atomtransporte an strenge Auflagen gekn\u00fcpft w\u00fcrde. Obwohl dies in der Vergangenheit trotz bestehender gesetzlicher Regelungen nicht der Fall war, wurde eine unabh\u00e4ngige Untersuchung bisher aktiv hintertrieben. Greenpeace wird heute noch vorsorglich bei der schweizerischen Bundesanwaltschaft und dem eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Strafanzeige gegen die verantwortlichen Beh\u00f6rdenmitglieder und KKW-Betreiber einreichen, um pr\u00e4ventiv Verseuchungsf\u00e4lle wie in Frankreich auszuschliessen. Der neueste Vorfall zeigt, dass die \u00abEntscheidungsgrundlagen\u00bb der Beh\u00f6rden zu v\u00f6llig voreiligen Schl\u00fcssen f\u00fchrten. Greenpeace fordert aufgrund der neuen Faktenlage eine unabh\u00e4ngige Untersuchung in Frankreich und der Schweiz sowie die sofortige R\u00fccknahme des Entscheids der HSK.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Atomkampagne 01 447 41 41<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entgegen den Mutmassungen der AKW-Betreiber und Beh\u00f6rden ist das Problem der Verseuchung von Atomtransporten nach wie vor ungel\u00f6st. Ein im Atomkraftwerk Bugey am 22. 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