{"id":74643,"date":"2021-10-05T11:00:00","date_gmt":"2021-10-05T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=74643"},"modified":"2021-12-14T17:23:25","modified_gmt":"2021-12-14T16:23:25","slug":"die-antarktis-zeigt-dass-alles-moeglich-ist-wenn-wir-zusammenarbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/74643\/die-antarktis-zeigt-dass-alles-moeglich-ist-wenn-wir-zusammenarbeiten\/","title":{"rendered":"Die Antarktis zeigt, dass alles m\u00f6glich ist, wenn wir zusammenarbeiten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Heute vor 30 Jahren geschah etwas Bemerkenswertes: Regierungen aus aller Welt einigten sich darauf, die Antarktis f\u00fcr \u00d6lbohrungen und den Bergbau zu sperren.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n<p>In den 1980er Jahren wurde die Debatte \u00fcber das Schicksal der Antarktis intensiv gef\u00fchrt, als das Interesse an den \u00d6l- und Mineralienvorkommen des Kontinents zunahm. Gemeinsam mit anderen Organisationen setzte sich Greenpeace daf\u00fcr ein, einen der letzten Flecken unber\u00fchrte Natur der Welt zu sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Weg zum Madrid-Protokoll<\/strong><\/h2>\n\n<p>Wir wussten, dass Regierungen nur dann Anspruch auf die Antarktis erheben k\u00f6nnen, wenn sie dort einen St\u00fctzpunkt errichten. Um sich einen Platz am Verhandlungstisch zu sichern, machten wir uns daran, dies auch zu tun.<\/p>\n\n<p>Im Jahr 1987 stachen wir in See. Nach jahrelangen Kampagnen wurden wir nicht mehr bel\u00e4chelt, sondern als respektierter Akteur bei den Verhandlungen \u00fcber die Zukunft des Kontinents wahrgenommen. Und nach und nach schlossen sich immer mehr L\u00e4nder dem Verbot des Abbaus und der F\u00f6rderung fossiler Brennstoffe an.<\/p>\n\n<p>Das vision\u00e4re Abkommen, das am 4. Oktober 1991 geschlossen wurde, ist bekannt als das Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag oder das Madrid-Protokoll. Es enth\u00e4lt zwei wichtige Pfeiler: 1) Wir m\u00fcssen die planetarischen Grenzen respektieren und lernen, innerhalb dieser Grenzen zu leben, anstatt ans Ende der Welt zu reisen, um sie auszubeuten; 2) Alles ist m\u00f6glich, wenn wir zusammenarbeiten.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Bedrohungen f\u00fcr die Antarktis<\/strong><\/h2>\n\n<p>30 Jahre sp\u00e4ter sind diese Grunds\u00e4tze immer noch aktuell. Dieselben Grunds\u00e4tze sind es, die wir brauchen, um die Klima- und Naturkatastrophe zu bew\u00e4ltigen, mit der unser Planet heute konfrontiert ist. Nicht einmal die Antarktis ist weit genug entfernt, um vor Klimawandel, Umweltverschmutzung und zerst\u00f6rerischer Fischerei sicher zu sein. In den letzten Jahren haben wir miterlebt, wie sich die antarktischen Gletscher zur\u00fcckziehen, wie sich die Plastikverschmutzung ausbreitet und wie die Pinguinpopulationen zusammenbrechen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeressch\u00e4tze der Antarktis (CCAMLR) setzt sich aus 25 Regierungen und der Europ\u00e4ischen Union zusammen. Ihre Aufgabe ist der Schutz der antarktischen Meereslebewesen. Doch trotz ihres Engagements f\u00fcr die Schaffung eines Netzes von Schutzgebieten in der Antarktis hat diese Gruppe von Entscheidungstr\u00e4gern ihre Agenda viel zu lange von der Ausbeutung der Meere bestimmen lassen, so dass der Schutz der Ozeane auf der Strecke geblieben ist. Aber es ist noch nicht zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wir brauchen einen starken weltweiten Ozean-Vertrag<\/strong><\/h2>\n\n<p>Wahre F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten w\u00fcrden die Emissionen in ihren Heimatl\u00e4ndern reduzieren und gleichzeitig zusammenarbeiten, um riesige Meeresschutzgebiete zu schaffen, die f\u00fcr zerst\u00f6rerische Industrien tabu sind, um der Natur eine Chance zur Regeneration zu geben. Und sie w\u00fcrden jetzt handeln: Die Welt erwartet konkrete Massnahmen, um die antarktischen Gew\u00e4sser vor der Zerst\u00f6rung zu retten. Wir m\u00fcssen bis 2030 mindestens 30 % der Weltmeere sch\u00fctzen. Wenn die Antarktis-Kommission in zwei Wochen ihre Jahrestagung beginnt, werden die Worte der Staats- und Regierungschefs auf die Probe gestellt werden.<\/p>\n\n<p>Die Staats- und Regierungschefs von heute haben die Chance, das Schicksal der Ozeane rund um den Planeten f\u00fcr kommende Generationen zu gestalten, indem sie im n\u00e4chsten Jahr bei der UNO einen starken Vertrag \u00fcber die Weltmeere schaffen. Unsere Weltmeere geh\u00f6ren uns allen, und wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass jeder von der Nahrung, dem Sauerstoff und den wissenschaftlichen Fortschritten, die sie liefern, profitieren kann. Wir m\u00fcssen die Art und Weise \u00e4ndern, wie wir uns um unsere Ozeane k\u00fcmmern, denn &#171;business as usual&#187; hat sie an den Rand des Zusammenbruchs getrieben. Bei einem globalen Ozean-Vertrag geht es darum, Gerechtigkeit und Schutz in den Mittelpunkt der Bewirtschaftung unserer Ozeane zu stellen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Historische Chance zum Schutz der Ozeane<\/strong><\/h2>\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/schuetzen-wir-die-meere\/\">Vertrag \u00fcber die Weltmeere<\/a>, \u00fcber den derzeit bei den Vereinten Nationen verhandelt wird, k\u00f6nnte dabei helfen, auf die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und den K\u00fcstengemeinden, deren Ern\u00e4hrungssicherheit und Lebensgrundlage durch den Klimawandel, nicht-nachhaltige industrielle Fischereipraktiken und Umweltverschmutzung bedroht sind, enorme Vorteile zu bringen, indem er die T\u00fcr zu einem Netz vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzter Meeresschutzgebiete jenseits der Landesgrenzen \u00f6ffnet.\u00a0<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. Check the block&#8217;s settings or remove it.<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute vor 30 Jahren geschah etwas Bemerkenswertes: Regierungen aus aller Welt einigten sich darauf, die Antarktis f\u00fcr \u00d6lbohrungen und den Bergbau zu sperren.<\/p>\n","protected":false},"author":89,"featured_media":74668,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-74643","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/89"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74643\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74643"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=74643"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=74643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}