{"id":7472,"date":"1999-01-22T00:00:00","date_gmt":"1999-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7472\/weltweite-a-muellgeschaefte-mit-russland\/"},"modified":"2019-05-30T08:06:43","modified_gmt":"2019-05-30T06:06:43","slug":"weltweite-a-muellgeschaefte-mit-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7472\/weltweite-a-muellgeschaefte-mit-russland\/","title":{"rendered":"Weltweite A-M\u00fcllgesch\u00e4fte mit Russland?"},"content":{"rendered":"<p><b>Nicht nur Schweizer Atombetreiber stehen in Verhandlungen mit dem Russischen Atomenergieministerium. Auch Deutschland, Spanien, S\u00fcdkorea und Taiwan stehen auf der Wunschliste Russlands. Zehntausend Tonnen hochradioaktiver Atomabf\u00e4lle sollen dereinst in Russland lagern. Die Absichtserkl\u00e4rung mit der Schweiz wurde von der Moskauer Zentrale durch Atomenergieminister Adamov h\u00f6chstpers\u00f6nlich eingef\u00e4delt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Ein Protokollauszug, der Greenpeace nach den Enth\u00fcllungen zur schweizerisch-russischen Absichtserkl\u00e4rung zugespielt wurde, enth\u00e4lt neue brisante Details. W\u00f6rtlich: \u00abAnl\u00e4sslich eines Besuches der Minatom (HH Adamov und Ivanov) wurde den Herren Hoop und Bay folgendes Projekt vorgestellt: Minatom m\u00f6chte weltweit Entsorgungsdienstleistungen anbieten. Gew\u00fcnschtes Volumen: 10 Mia US$ (entspricht ca. 10\u2019000 t Spent Fuel) aus der Schweiz, Deutschland, Spanien, S\u00fcdkorea, Taiwan, evtl. Japan.\u00bb Herkunft und Datum des Protokollauszugs sind unbekannt, es d\u00fcrfte sich aber mit gr\u00f6sster Wahrscheinlichkeit um ein Protokoll der \u00abBrennstoff-Kommission (BrK)\u00bb handeln, welche im Namen s\u00e4mtlicher Werke unter anderem die Wiederaufarbeitungs-Auftr\u00e4ge aushandelt. Bemerkenswert ist, dass ausser der Schweiz auch andere europ\u00e4ische Staaten auf der Atomm\u00fcll-Wunschliste Russlands stehen. Dies bedeutet, dass die Internationalisierung des Atomm\u00fcll-Gesch\u00e4fts angestrebt wird, obwohl in den meisten Staaten gesetzlich verankert ist, dass nationale Endlager-L\u00f6sungen gesucht werden m\u00fcssen. Ferner geht aus dem Protokoll hervor, dass der russische Atomenergieminister Jewgeni Adamov &#8211; zusammen mit seinem ersten Stellvertreter Valentin Ivanov &#8211; pers\u00f6nlich das Projekt mit der Schweiz einf\u00e4delte. Das unterstreicht die Bedeutung der vor kurzem ver\u00f6ffentlichten Absichterkl\u00e4rung. Offenbar wurde die Schweiz auserw\u00e4hlt, eine Vorreiterrolle f\u00fcr k\u00fcnftige Atomgesch\u00e4fte zu spielen. Absichtserkl\u00e4rungen und Vereinbarungen eines russischen Ministers mit der Schweizer Privatindustrie, welche nach geltendem Recht illegale Handlungen darstellen, sind in h\u00f6chstem Masse undemokratisch. Der geheime Charakter der Verhandlungen wirft ausserdem die Frage auf, ob hier nicht die Auslegung des Spielraums diplomatischer Gepflogenheiten etwas zu grossz\u00fcgig ausgelegt wurde.<\/p>\n<p> <\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Stefan F\u00fcglister, Koordinator der Atom-Kampagne, 01 \/ 447 41 41 <br \/> Greenpeace Deutschland<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\"><a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/> <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur Schweizer Atombetreiber stehen in Verhandlungen mit dem Russischen Atomenergieministerium. Auch Deutschland, Spanien, S\u00fcdkorea und Taiwan stehen auf der Wunschliste Russlands. 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