{"id":7484,"date":"1998-11-13T00:00:00","date_gmt":"1998-11-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7484\/greenpeace-oekonomische-interessen-blockieren-klimaverhandlungen\/"},"modified":"2019-05-30T08:07:04","modified_gmt":"2019-05-30T06:07:04","slug":"greenpeace-oekonomische-interessen-blockieren-klimaverhandlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7484\/greenpeace-oekonomische-interessen-blockieren-klimaverhandlungen\/","title":{"rendered":"Greenpeace: \u00d6konomische Interessen blockieren Klimaverhandlungen"},"content":{"rendered":"<p><b>In internationalen Klimakonferenzen wird nach Ansicht von Greenpeace immer weniger \u00fcber wirkliche Massnahmen gegen den Klimawandel verhandelt. Die diesj\u00e4hrigen Verhandlungen in Buenos Aires, die heute morgen zu Ende gingen, wurden von den nationalen \u00f6konomischen Interessen blockiert. So konnte am Konferenzende nicht einmal festgestellt werden, ob die bestehenden Beschl\u00fcsse von Kyoto zur Reduzierung sch\u00e4dlicher Treibhausgase angemessen sind. Die Konferenz endete nach zwei Wochen lediglich mit einem einfachen Plan f\u00fcr die weitere Arbeit.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Buenos Aires. <\/span><span class=\"text\"> Wenn das so weitergeht, verkommen die Klimaverhandlungen zu einer Handelsmesse f\u00fcr zweifelhafte Projekte und Gesch\u00e4ftemacher, stellt Greenpeace Klima-Experte Karsten Smid fest. &#171;Der Klimawandel kommt offensichtlich schneller als die Fortschritte bei den Verhandlungen. W\u00e4hrend die Alpengletscher wegschmelzen, wird der Klimaschutz auf Konferenzen blockiert.&#187; Statt auf Fortschritte auf internationaler Ebene zu warten, sollten die Industriel\u00e4nder die wichtigsten Massnahmen zu Hause an der Quelle der Klimaproblematik durchf\u00fchren. So ist es in der Schweiz dringend notwendig, den Energieverbrauch zu verringern, insbesondere muss die Autoindustrie in die Pflicht genommen werden. \u00dcber die sogenannten &#171;flexiblen Mechanismen&#187; des Kyoto-Protokolls wird in den kommenden zwei Jahren weiter verhandelt werden. Dies bedeutet, dass der grenzenlose Freihandel mit Verschmutzungsrechten weiterhin eine massive Bedrohung f\u00fcr das Protokoll bleibt. Die Schlupfl\u00f6cher sind genauso gross wie vor der Konferenz. Immerhin wollen die Staaten eine Instanz schaffen, die L\u00e4nder sanktioniert, wenn sie ihren Reduktionsverpflichtungen nicht nachkommen. Greenpeace begr\u00fcsst ebenfalls, dass Aufforstungsprojekte solange nicht gegen Emissionen von Treibhausgasen aufgerechnet werden k\u00f6nnen, bis ihre Wirksamkeit wissenschaftlich gekl\u00e4rt ist. Hinsichtlich der weiteren Verhandlungen erwartet Greenpeace von der Schweiz, dass sie sich gegen Massnahmen einsetzt, die nicht an der Ursache des Klimawandels ansetzen. Dies betrifft die umstrittenen Aufforstungsprojekte in Entwicklungsl\u00e4ndern, die das Klimagas Kohlendioxid binden sollen. Das betrifft auch den unbegrenzten Emissionshandel, von dem sich die Blockiererl\u00e4nder wie die USA versprechen, ihren Ausstoss an Klimagasen nicht reduzieren zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Greenpeace International<br \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\">                                                                                                                                               <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.org<\/a><br \/>                                      <\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In internationalen Klimakonferenzen wird nach Ansicht von Greenpeace immer weniger \u00fcber wirkliche Massnahmen gegen den Klimawandel verhandelt. 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