{"id":7500,"date":"1998-10-13T00:00:00","date_gmt":"1998-10-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7500\/neue-zulassung-von-gentech-mais-greenpeace-kritisiert-den-entscheid-des-bag-als-grob-fahrlaessig\/"},"modified":"2019-05-30T08:07:29","modified_gmt":"2019-05-30T06:07:29","slug":"neue-zulassung-von-gentech-mais-greenpeace-kritisiert-den-entscheid-des-bag-als-grob-fahrlaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7500\/neue-zulassung-von-gentech-mais-greenpeace-kritisiert-den-entscheid-des-bag-als-grob-fahrlaessig\/","title":{"rendered":"Neue Zulassung von Gentech-Mais: Greenpeace kritisiert den Entscheid des BAG als grob fahrl\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hat heute eine zweite genmanipulierte Maissorte von Novartis und zwei Maiskleber von Hoechst und Monsanto zugelassen. Greenpeace protestiert nachdr\u00fccklich gegen diesen weiteren Schlag ins Gesicht der KonsumentInnen, die sich deutlich gegen genmanipuliertes Essen auf ihren Tellern aussprechen. Der neu als Futter- und Lebensmittel zugelassene Bt-11-Mais von Novartis enth\u00e4lt Fremdgene, die ein Insektengift produzieren und gegen Pflanzengift resistent machen. F\u00fcr die Schweizer Bev\u00f6lkerung bringt der Gentech-Mais keinerlei Nutzen, birgt aber Gesundheitsrisiken und die Gefahr von Umweltsch\u00e4den. Solange Langzeitstudien nicht die v\u00f6llige Ungef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr Mensch und Umwelt beweisen, ist eine Zulassung jeglicher Gentech-Pflanzen grob fahrl\u00e4ssig. Greenpeace verlangt deshalb die R\u00fccknahme dieser Zulassung und ein Moratorium f\u00fcr weitere Bewilligungen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Z\u00fcrich. <\/span><span class=\"text\"> Das BAG schliesst in seiner Medienmitteilung eine Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch den Gentech-Mais aus. Woher das Amt diese Sicherheit hernimmt \u2013 trotz fehlender Langzeitstudien, trotz Warnungen verschiedener Experten, und trotz eines allgemeinen Moratoriums, das die EU-Umwelt-Kommission auf allen Gentechpflanzen beschlossen hat \u2013 hernimmt, ist schlicht unerkl\u00e4rlich. Tatsache ist, dass die Umwelt gleich doppelt gef\u00e4hrdet ist: Der Bt-Mais t\u00f6tet gem\u00e4ss Studien der Schweizerischen Forschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft nicht nur den anvisierten Sch\u00e4dling Maisz\u00fcnsler, sondern auch N\u00fctzlinge wie die Florfliegenlarve (die im Biolandbau als nat\u00fcrlicher Feind des Maisz\u00fcnslers eingesetzt wird). Zudem zeigt eine letzte Woche ver\u00f6ffentlichte Studie, die Greenpeace beim Freiburger Institut f\u00fcr Umweltchemie in Auftrag gegeben hat, dass die Fremdgene des Bt-Maises durch Pollenflug auf Nachbarfelder \u00fcbergreifen \u2013 sogar in einem Abstand von 10 Metern sind noch deutliche Kontaminationen messbar. Das heisst: Der Gentech-Mais pflanzt sich selbst\u00e4ndig fort und infiziert den nat\u00fcrlichen Mais, der dadurch selbst zum Gentech-Mais wird. Entgegen den Behauptungen des BAG ist ausserdem weder eine klare Trennung am Ursprung noch eine saubere Deklaration gew\u00e4hrleistet. Zudem fehlt das n\u00f6tige Personal, um die Einhaltung der Bestimmungen zu kontrollieren und illegale Importe zu verhindern. Dies belegen eine ganze Reihe von Beispielen in den beiden letzten Jahren wie etwa die mit dem Bio-Label etikettierte Gentech-S\u00e4uglingsnahrung aus dem Hause Wander\/Novartis oder illegale Soja- und Mais-Importe, die Greenpeace aufgedeckt hat. Solange solche Vollzugsl\u00fccken bestehen, ist es Irref\u00fchrung der KonsumentInnen, ihnen Kontrolle und Wahlfreiheit vorzugaukeln. Greenpeace verlangt die R\u00fccknahme der Zulassung und ein Moratorium auf weitere Bewilligungen, bis Risiken durch Gentech-Pflanzen wirklich ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>   Bruno Heinzer, Koordinator der Genschutz-Kampagne 01 \/ 447 41 41<br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hat heute eine zweite genmanipulierte Maissorte von Novartis und zwei Maiskleber von Hoechst und Monsanto zugelassen. 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