{"id":7514,"date":"1998-09-13T00:00:00","date_gmt":"1998-09-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7514\/greenpeace-schafft-erste-europaeische-gentech-mais-ernte-zurueck-zu-novartis\/"},"modified":"2019-05-30T08:07:53","modified_gmt":"2019-05-30T06:07:53","slug":"greenpeace-schafft-erste-europaeische-gentech-mais-ernte-zurueck-zu-novartis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7514\/greenpeace-schafft-erste-europaeische-gentech-mais-ernte-zurueck-zu-novartis\/","title":{"rendered":"Greenpeace schafft erste Europ\u00e4ische Gentech-Mais-Ernte zur\u00fcck zu Novartis"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace \u00fcberbrachte heute Novartis in Basel 4.5 Tonnen des ersten in Europa angebauten Gentech-Maises. Der transgene Novartis-Mais war am Freitag in Deutschland und Frankreich von Greenpeace-Aktivisten abgeerntet worden, um gegen den grossfl\u00e4chigen Anbau von Gentech-Pflanzen zu protestieren. Die Umweltorganisation fordert von Novartis den sofortigen R\u00fcckruf dieses Maises und den Verzicht auf die Einf\u00fchrung weiteren Gentech-Saatguts.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"date\">Basel. <\/span><span class=\"text\"> Am Montagmorgen fuhren 3 Lastwagen, beladen mit Gentech-Mais aus Frankreich und Deutschland bei Novartis in Basel vor. 20 Greenpeace-AktivistInnen aus ver-schiedenen L\u00e4ndern luden die Gentechfracht von den Fahrzeugen, die mit Transpa-renten beh\u00e4ngt waren \u2013 beispielsweise mit der Aufschrift: \u00abNovartis maize &#8211; back to sender!\u00bb oder \u00abGentech-Mais will kein Schwein, wann sieht das auch Novartis ein!\u00bb \u00abDer Novartis Bt 176-Mais ist ein verfehltes Produkt in jeder Hinsicht: Er ist gef\u00e4hrlich f\u00fcr die menschliche Gesundheit, er ist eine Bedrohung f\u00fcr die Umwelt und ein Schlag gegen die Biobauern\u00bb, erkl\u00e4rte Bruno Heinzer, Gentech-Experte von Greenpeace. \u00abDie KonsumentInnen wollen ihn nicht, die Bauern brauchen ihn nicht und eine Mehrheit der EU-Mitgliedsl\u00e4nder stimmte gegen seine Zulassung. Auch die \u00c4usse-rung von Novartis-Chef Alex Krauer in der Basler Zeitung, die Zeit habe nicht mehr gereicht, um das Antibiotika-Resistenz-Gen zu beseitigen, man habe eben den Wettbewerbsvorteil n\u00fctzen wollen(!), ist nicht gerade vertrauensbildend. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass Novartis seine Fehlentwicklung zur\u00fcckzieht!\u00bb Der Gentech-Mais ist dieses Jahr in Frankreich, Spanien und Deutschland (auf einer Totalfl\u00e4che von 15\u2019000 Ha) zum ersten Mal kommerziell angebaut worden. Wenn er in einigen Wochen geerntet wird, k\u00f6nnte er Millionen von Tonnen von Europ\u00e4ischem Mais kontaminieren. Der Novartis-Gentech-Mais ist aus mehreren Gr\u00fcnden gef\u00e4hrlich. So pflanzten ihm die Forscher von Novartis ein Ampicillin-Resistenz-Gen ein. Medizinwissenschafter auf der ganzen Welt warnen vor antibiotikaresistenten Gentech-Pflanzen, weil diese die Wirksamkeit von Antibiotika gegen Krankheiten noch weiter schw\u00e4chen k\u00f6nnten. Dass dies real ein Problem ist, musste sogar der Gentech-Hardliner Professor Rolf Zinkernagel zugeben. Und entsprechend hat auch gerade letzte Woche der EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss ein grunds\u00e4tzliches Verbot des Einbaus von Antibiotikaresistenzen in Pflanzen f\u00fcr die \u00fcberarbeitete EU-Zulassungsrichtlinie \u00fcber Frei-setzungen von transgenen Organismen gefordert. Norwegen, \u00d6sterreich und Luxem-burg haben bereits 1997 ein Verbot des transgenen Novartis-Maises erlassen. Das durch ein Fremdgen in der Gentech-Pflanze produzierte Bt-Insektengift t\u00f6tet, wie Studien der Z\u00fcrcher Forschungsanstalt Reckenholz festgestellt haben, nicht nur den anvisierten Maisz\u00fcnsler, sondern auch N\u00fctzlinge wie die Florfliegenlarve. Und US-Wissenschafter der Tucson-Universit\u00e4t (Arizona) fanden bereits Resistenzbildungen bei Sch\u00e4dlingen, was den Biolandbau, der das Bt-Toxin in weniger aggressiver Form einsetzt, schwer gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>                               <\/span><br \/>\n<span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/> Greenpeace Genschutz-Kampagne, <br \/>B. Heinzer, 01 447 41 21 \/ 079 400 88 31 oder <br \/>Greenpeace Schweiz, Pressestelle, Tel. 01 \/ 447 41 11 <br \/><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace \u00fcberbrachte heute Novartis in Basel 4.5 Tonnen des ersten in Europa angebauten Gentech-Maises. 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