{"id":7516,"date":"1998-09-29T00:00:00","date_gmt":"1998-09-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7516\/greenpeace-und-bund-stellen-strafanzeige-gegen-bundesumweltministerin-merkel-wegen-illegalen-betreibens-des-atommuellendlagers-morsleben-sofortige-schliessung-gefordert\/"},"modified":"2019-05-30T08:07:56","modified_gmt":"2019-05-30T06:07:56","slug":"greenpeace-und-bund-stellen-strafanzeige-gegen-bundesumweltministerin-merkel-wegen-illegalen-betreibens-des-atommuellendlagers-morsleben-sofortige-schliessung-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7516\/greenpeace-und-bund-stellen-strafanzeige-gegen-bundesumweltministerin-merkel-wegen-illegalen-betreibens-des-atommuellendlagers-morsleben-sofortige-schliessung-gefordert\/","title":{"rendered":"Greenpeace und BUND stellen Strafanzeige gegen Bundesumweltministerin Merkel wegen illegalen Betreibens des Atomm\u00fcllendlagers Morsleben &#8211; sofortige Schliessung gefordert"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace und BUND (Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland) stellen heute gegen Umweltministerin Angela Merkel Strafanzeige wegen illegalen Betreibens des Atomm\u00fcllagers Morsleben bei Magdeburg. Zugleich fordern beide Umweltschutzorganisationen vor der Presse in Magdeburg die sofortige Einstellung aller Atomm\u00fclltransporte zu dem einzigen deutschen Endlager f\u00fcr schwach- und mittelradioaktiven Abfall.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><span class=\"text\">Hamburg\/Magdeburg. Hintergrund ist eine einstweilige Anordnung des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) in Magdeburg vom vergangenen Freitag (25.9.98), die die Einlagerung von Atomm\u00fcll in das untert\u00e4gige sogenannte &#171;Ostfeld&#187; des ehemaligen DDR-Salzbergwerks verbietet. Das Endlager war vor einiger Zeit um das &#171;Ostfeld&#187; erweitert worden, ohne dass ein nach bundesdeutschem Recht erforderliches Planfeststellungsverfahren durchgef\u00fchrt worden war. Deswegen hatten der BUND und Greenpeace im November letzten Jahres vor dem OVG den Eilantrag auf ein Verbot der Einlagerungen im &#171;Ostfeld&#187; gestellt. Zur Begr\u00fcndung des jetzt verf\u00fcgten Einlagerungsverbotes im &#171;Ostfeld&#187; verwies das Gericht auf den Inhalt eines Sicherheitsberichtes aus dem Jahre 1984, der lediglich die Einlagerung von 26571 Kubikmeter Atomm\u00fcll erlaubt. Dieser DDR-Sicherheitsbericht bildet laut OVG die rechtliche Grundlage f\u00fcr die im Jahr 1986 f\u00fcr das Endlager erteilte Dauerbetriebsgenehmigung. Im deutsch-deutschen Einigungsvertrag wurde diese Betriebsgenehmigung 1990 zun\u00e4chst bis zum Jahr 2000, mit einer Atomgesetznovelle von 1998 noch einmal bis 2005 verl\u00e4ngert. Greenpeace-Atomfachmann Roland Hipp: &#171;Schon mehr als 35000 Kubikmeter radioaktiven Abfalls wurden bis heute in Morsleben verbuddelt. Damit wurde die erlaubte Menge bereits um rund 8000 Kubikmeter \u00fcberschritten. Das ist ein klarer Verstoss gegen die Vorgaben des Sicherheitsberichtes. Verantwortlich f\u00fcr das illegale Betreiben der gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fcllkippe Morsleben ist die Bundesumweltministerin. Mit der Strafanzeige gegen Angela Merkel werden wir ihre pers\u00f6nliche Verantwortlichkeit f\u00fcr diese Rechtsverst\u00f6sse kl\u00e4ren lassen.&#187; BUND-Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Wendenkampf: &#171;Unsere weiter anh\u00e4ngige Verbandsklage gegen den Weiterbetrieb des Endlagers Morsleben bekommt durch die Entscheidung des Magdeburger Oberverwaltungsgerichtes eine neue Wendung. Wenn allein der Sicherheitsbericht von 1984 Grundlage f\u00fcr den Betrieb der Atomanlage ist, dann steht Morsleben unmittelbar vor der Schliessung. Das ist auch das Beste f\u00fcr den Schutz von Menschen und Umwelt vor der radioaktiven Gefahr.&#187; Greenpeace und BUND fordern von der neuen Bundesregierung den Stop aller Atomm\u00fclltransporte nach Morsleben und die sofortige Schliessung des Atomm\u00fcll-Lagers. Lieferungen von Atomabf\u00e4llen aus den Bundesl\u00e4ndern in das ungeeignete und undichte Endlager Morsleben m\u00fcssen von den zust\u00e4ndigen L\u00e4nderministern umgehend storniert werden.<\/p>\n<p><\/span> <span class=\"text\"><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>\nGreenpeace Deutschland<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span class=\"linkliste\"><a title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.de<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace und BUND (Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland) stellen heute gegen Umweltministerin Angela Merkel Strafanzeige wegen illegalen Betreibens des Atomm\u00fcllagers Morsleben bei Magdeburg. 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